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Erdkröten

Die Erdkröten (Bufo bufo)



Seit einigen Jahren wiederholt sich jeweils im Frühling ein faszinierendes Schauspiel an unserem Gartenteich. Die Erdkröten kommen zurück! Die Jungtiere aus früheren Jahren suchen ihren Laichplatz auf um selbst für Nachkommen zu sorgen. Sie bleiben nur ein paar Tage und lassen einige tausend Eier zurück.

Bufo bufo
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Etwa bis Anfang März verbleiben die Erdkröten in ihren frostsicheren Winterquartieren. Dazu bevorzugen sie Erdlöcher oder geschützte Verstecke, zum Beispiel unter Baumstümpfen. Wenn dann die Außentemperatur konstant 7 bis 10°C aufweist, beginnt eine gefährliche Reise, die durchaus mehrere Kilometer betragen kann. Ziel ist das Laichgewässer, also der Ort, am dem sich die eigene Umwandlung von der Kaulquappe zur Kröte ereignet hat.

Bufo bufo
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Erdkröten bewegen sich relativ langsam und müssen dabei oft gefährliche Straßen überqueren. Weitere Gefahrenquellen sind Kellerschächte und Gullys. Auch am Zielort kann es böse Überraschung geben, wenn das gesuchte Gewässer nicht mehr existiert oder, z.B. aufgrund von Baumaßnahmen für sie nicht mehr zugänglich ist. Da die Erdkröten sehr ortstreu sind, gilt es nun eine nahe gelegene Alternative zu finden.

Bufo bufo
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In vielen Populationen herrscht ein Überschuss an männlichen Tieren. Daher gilt es, schon früh ein Weibchen zu erobern und Nebenbuhler auf Distanz zu halten. So ist es nicht ungewöhnlich, dass sich männliche Tiere bereits auf der Wanderung am Weibchen festklammern und sich von diesem wie ein Rucksack zum Laichgewässer tragen lassen. Ein Weibchen legt den Laich in 2 bis 4 Meter langen Schnüren ab, der dann vom Männchen befruchtet wird. Der Laichvorgang dauert mehrere Stunden. Die Gesamtzahl Eier beläuft sich pro Weibchen auf etwa 3000 bis 6000, wobei ein Ei ca. 1,5 mm groß ist. Einige Tage später schlüpfen die schwarz gefärbten Kaulquappen.

Laich-SchnüreLaich-Schnüre
KaulquappenKaulquappen
KaulquappeKaulquappe
Bufo bufoErdkröte



Die adulten Tiere verlassen die Gewässer kurz nach dem Ablaichen und ziehen sich wieder auf das Land zurück. Nach etwa 3 Monaten haben die Jungtiere die Metamorphose von der Kaulquappe zum vierbeinigen Landtier durchlaufen. Die etwa 10mm großen Kröten verlassen das Gewässer meist in größeren Gruppen. Bevorzugter Lebensraum sind lichte Laubwälder, Gärten und Parkanlagen. Sie ernähren sich von Schnecken, Würmern, Spinnen und Insekten. Geschlechtsreif werden sie mit 3 Jahren. Ihre Lebenserwartung liegt bei 10 bis 12 Jahren.

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