Peruphasma schultei
Peru-Stabschrecke oder Samtschrecke (Peruphasma schultei)
Name
- Wissenschaftliche Bezeichnung:
- Peruphasma schultei
- Entdeckt wurde diese Art im Jahre 2004 im Norden von Peru. Der Artname bezieht sich auf deutschen Biologen Rainer Schulte, unter dessen Leitung ein Zucht- und Auswilderungsprogramm für Samtschrecke gestartet wurde
- Deutsche Bezeichnung:
- Peru-Stabschrecke oder Samtschrecke
- erstmals beschrieben:
- 2005 von Oskar Conle & Frank Hennemann
- Peruphasma schultei wird in der Phasmid Study Group unter der Nummer 270 geführt
Merkmale
- nachtaktiv
- schwarzer samtartiger Körper, gelbe Augen, gelb geringelte Antennen, leuchtend rote Oberlippe
- Größe der Weibchen bis 7 cm
- Größe der Männchen bis 5 cm
- können bei Bedrohung ein Sekret versprühen, das einige Minuten Reizungen in Augen und Nase verursachen kann, ansonsten aber keine bleibenden Schäden verursacht
Systematik
- Klasse: Insekta (Insekten)
- Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)
- Ordnung: Phasmatodea (Gespenstschrecken)
- Familie: Pseudophasmatidae
- Gattung: Peruphasma
- Art: Peruphasma schultei (Peru-Stabschrecke oder Samtschrecke) [CONLE & HENNEMANN, 2005]
Natürlicher Lebensraum
- Cordillera del Condor (Nord-Peru), dort ursprünglich nur in einem ca. 5 Hektar großen Gebiet in einer Höhe von 1.200-1.800 Meter
- in den Blättern von Pfefferbäumen (z. B. Schinus molle)
Terrarien-Einrichtung
- großzügiges, gut belüftetes Terrarium
- Temperatur tagsüber 18-24°C (Raumtemperatur völlig ausreichend)
- Luftfeuchtigkeit 40-60%
- täglich leicht sprühen, Staunässe vermeiden
- als Futterpflanzen sind Liguster (Ligustrum vulgare) geeignet, in der Literatur werden auch Forsythien und Flieder angegeben
Fortpflanzung und Aufzucht der Jungtiere
- lang andauernde Paarungen, bei denen das Weibchen das Männchen oft wochenlang auf dem Rücken trägt
- Wir konnten häufig beobachten, dass zwei Männchen gleichzeitig ihr Glück versuchen (siehe rechtes Bild)
- die 1,5 cm großen Nymphen schlüpfen nach ca. 4 Monaten
- Die Nymphen setzen sich tagsüber zu größeren "Schlafgesellschaften" zusammen
- Die typische Färbungen der adulten Tiere werden schon nach der ersten Häutung sichtbar
- Geschlechtsreif werden die Jungtiere nach 4 bis 6 Monaten

