Sie sind hier:Startseite / Insekten / Peruphasma schultei

Peruphasma schultei

Peru-Stabschrecke oder Samtschrecke



Name

  • D Peru-Stabschrecke
  • UK Golden-eyed stick insect
  • NL Peruaanse wandelende tak



Systematik

  • Klasse: Insecta (Insekten) [LINNAEUS, 1758]
  • Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten) [LANG, 1888]
  • Ordnung: Phasmatodea (Gespenstschrecken oder Phasmiden) [JACOBSON & BIANCHI, 1902]
  • Familie: Pseudophasmatidae [REHN, 1904]
  • Gattung: Peruphasma [CONLE & HENNEMANN, 2002]
  • Art: Peruphasma schultei (Peru-Stabschrecke oder Samtschrecke) [CONLE & HENNEMANN, 2005]
  • erstmals beschrieben 2005 von Oskar Conle & Frank Hennemann
  • Entdeckt wurde diese Art im Jahre 2004 im Norden von Peru. Der Artname bezieht sich auf deutschen Biologen Rainer Schulte, unter dessen Leitung ein Zucht- und Auswilderungsprogramm für Samtschrecke gestartet wurde
  • Peruphasma schultei wird in der Phasmid Study Group unter der Nummer 270 geführt



Merkmale

  • nachtaktiv
  • schwarzer samtartiger Körper, gelbe Augen, gelb geringelte Antennen, leuchtend rote Flügel
  • Größe der Weibchen bis 7 cm
  • Größe der Männchen bis 5 cm
  • können bei Bedrohung ein Sekret versprühen, das einige Minuten Reizungen in Augen und Nase verursachen kann, ansonsten aber keine bleibenden Schäden verursacht<



Peruphasma schulteiPeruphasma schultei
Peruphasma schulteiPeruphasma schultei



Natürlicher Lebensraum

  • Cordillera del Condor (Nord-Peru), dort ursprünglich nur in einem ca. 5 Hektar großen Gebiet in einer Höhe von 1.200-1.800 Meter
  • in den Blättern von Pfefferbäumen



Peruphasma schulteiPeruphasma schultei



Terrarien-Einrichtung

  • großzügiges, gut belüftetes Terrarium
  • Temperatur tagsüber 18-24°C (Raumtemperatur völlig ausreichend)
  • Luftfeuchtigkeit 40-60%
  • täglich leicht sprühen, Staunässe vermeiden
  • als Futterpflanzen sind Liguster (Ligustrum vulgare) geeignet, in der Literatur werden auch Forsythien und Flieder angegeben



Fortpflanzung und Aufzucht der Jungtiere

  • lang andauernde Paarungen, bei denen das Weibchen das Männchen oft wochenlang auf dem Rücken trägt
  • Wir konnten häufig beobachten, dass zwei Männchen gleichzeitig ihr Glück versuchen
  • die 1,5 cm großen Nymphen schlüpfen nach ca. 4 Monaten
  • Die Nymphen setzen sich tagsüber zu größeren "Schlafgesellschaften" zusammen
  • Die typische Färbungen der adulten Tiere werden schon nach der ersten Häutung sichtbar
  • Geschlechtsreif werden die Jungtiere nach 4 bis 6 Monaten>



PaarungPaarung
PaarungPaarung



JungtierJungtier
JungtierJungtier