Sie sind hier:Startseite / Insekten / Sphodromantis lineola

Sphodromantis lineola

Ghana-Gottesanbeterin



Name

  • Wissenschaftliche Bezeichnung: Sphodromantis lineola
  • D Ghana-Gottesanbeterin
  • UK African mantis or African praying mantis



Systematik

  • Klasse: Insecta (Insekten) [LINNAEUS, 1758]
  • Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten) [LANG, 1888]
  • Ordnung: Mantodea (Fangschrecken) [BURMEISTER, 1838]
  • Familie: Mantidae (Gottesanbeterinnen) [BURMEISTER, 1838]
  • Unterfamilie: Mantinae [BURMEISTER, 1838]
  • Gattung: Sphodromantis [STAL, 1858]
  • Art: Sphodromantis lineola (Ghana-Gottesanbeterin) [BURMEISTER, 1838]
  • Erstmals beschrieben 1838 von Carl Hermann Conrad Burmeister (1807-1892)



Merkmale

  • großer dreieckiger Kopf
  • verlängertes Bruststück (Prothorax) mit Fangbeinen
  • kannibalisches Verhalten, daher einzeln halten
  • Größe der Weibchen bis 9cm, die Männchen bis 7 cm
  • Lebenserwartung der Weibchen ca. 11 Monate
  • Lebenserwartung der Männchen ca. 8 Monate



Sphodromantis lineolaSphodromantis lineola
Sphodromantis lineolaSphodromantis lineola



Natürlicher Lebensraum

  • West- und Ostafrika
  • in Sträuchern und Bäumen



Sphodromantis lineolaSphodromantis lineola
Sphodromantis lineolaSphodromantis lineola



Geschlechtsunterschiede

  • Die Weibchen sind deutlich kräftiger, die Männchen eher schlank
  • Die Weibchen haben 6 Segmente (Sternite) am Hinterleib, die Männchen 8. Durch die höhere Anzahl ist das Männchen bei zur Paarung in der Lage, den Hinterleib stark zu biegen (siehe Bild rechts)
  • Die Weibchen haben deutlich kürzere Flügel, ihre Flugfähigkeit ist auf wenige Meter begrenzt.
  • Die Flügel der Männchen sind wesentlich länger. Sie ragen über den Hinterleib hinaus. Für sie ist es nach der Paarung ratsam, schnell zu verschwinden und ein weiteres Weibchen aufzusuchen. Dazu müssen längere Strecken zurückgelegt werden. Somit benötigen die Männchen die besseren Flugfähigkeiten.
  • Anhand der Farbe können keine Rückschlüsse auf das Geschlecht erfolgen.



Sphodromantis lineolaWeibchen:
6 Segmente, kräftiger Körperbau
Sphodromantis lineolaMännchen: 8 Segmente ermöglichen die enorme Biegsamkeit des Hinterleibes



Terrarien-Einrichtung

  • hohes Terrarium mit vielen Sitz- und Hängemöglichkeiten
  • Äste und Pflanzen nicht zu eng positionieren
  • Temperatur tagsüber 22-30°C; nachts ca. 20°C
  • Luftfeuchtigkeit 50-70%



Ernährung

  • Grillen, Heimchen, Heuschrecken
  • Die Beute wird nur selten aktiv gejagt. In einer "betenden" Haltung warten die Tiere bis Beute in den Bereich der Fangarme kommt. Dann wird diese in einer Zehntelsekunde gepackt und bei lebendigem Leib aufgegessen.
  • Die Tiere verfügen über eine erstaunliche Kraft. Selbst eine sich heftig wehrende ausgewachsene Wanderheuschrecke hat keine Chance aus den Armen einer adulten Gottesanbeterin zu entkommen.



Sphodromantis lineolaSphodromantis lineola



Fortpflanzung

  • Männchen und Weibchen nur zur Paarung zusammensetzen
  • Ein hungriges Weibchen kann schon während der Kopulation mit dem Verspeisen des Männchens beginnen. Sie beginnt mit dem Kopf des Männchens, der dennoch in der Lage ist, die Begattung fortzusetzen. Um dem Auffressen des Männchens entgegenzuwirken, sollte das zuvor das Weibchen vor dem Zusammensetzen gut gefüttert werden.
  • die Tiere nach der Paarung wieder trennen
  • das Weibchen bildet 3 bis 6 Kokons (Ootheken) mit jeweils 70 bis 300 Eiern
  • die Jungtiere schlüpfen nach 5-6 Wochen
  • das Weibchen vor dem Schupf der Jungtiere von den Kokons trennen



Sphodromantis lineolaPaarung
KokonBau eines Kokons



KokonKokon
KokonKokon



Aufzucht der Jungtiere

  • Die Jungtiere fressen ab dem ersten Tag: Fruchtfliegen, Springschwänze, Blattläuse und die eigenen Artgenossen.
  • Jungtiere, die groß gezogen werden sollen, müssen daher einzeln gehalten werden.



Sphodromantis lineolaDie Kokons sind offen
Sphodromantis lineolaein Jungtier



Bookmark & Share