Sie sind hier:Startseite / Reptilien / Geckoartige / Lepidodactylus lugubris

Lepidodactylus lugubris

Gewöhnlicher Schuppenfingergecko oder Jungferngecko



Name

  • Wissenschaftliche Bezeichnung: Lepidodactylus lugubris
  • D Jungferngecko
  • UK Mourning Gecko oder Common Smooth-Scaled Gecko
  • E Gecko enlutado



Systematik

  • Klasse: Reptilia (Reptilien) [LAURENTI, 1768]
  • Ordnung: Squamata (Schuppenkriechtiere) [OPPEL, 1811]
  • Zwischenordnung: Gekkota (Geckoartige) [CUVIER, 1817]
  • Familie: Gekkonidae (Eigentliche Geckos) [GRAY, 1825]
  • Gattung: Lepidodactylus (Schuppenfinger) [FITZINGER, 1843]
  • Art: Lepidodactylus lugubris (Jungferngecko oder Gewöhnlicher Schuppenfingergecko) [DUMÉRIL & BIBRON, 1836]
  • erstmals beschrieben: 1836 von André Marie Constant Duméril (1774-1860) und Gabriel Bibron (1805-1848)



Merkmale

  • nacht- und dämmerungsaktiv
  • Größe: 8-10 cm
  • Lebenserwartung: bis 5 Jahre
  • An den Zehen befinden sich 2 Reihen Haftlamellen; an der 5. Zehe besitzen die Tiere eine kleine Kralle
  • Adulte Weibchen bilden Reviere und verteidigen diese hartnäckig. Das bedeutet, dass es in einer Gruppe von mehreren Weibchen im Terrarium zu Auseinandersetzungen zur Bestimmung der Rangfolge kommen kann.



ein adultes Weibchenein adultes Weibchen
ein Jungtier, identischer Klon seiner Mutterein Jungtier, identischer Klon seiner Mutter



Natürlicher Lebensraum

  • Ursprünglich in Sri Lanka, Malaysia und auf Ozeanischen Inseln beheimatet, inzwischen aber auch in Neuseeland sowie Mittel- und Südamerika zu finden
  • Die Tiere halten sich bevorzugt auf den Blättern von Palmen oder immergrünen Gewächsen (z. B. Pandanen) auf, besiedeln aber auch steinige Habitate wie Mauern oder Gebäudewände



Lepidodactylus lugubrisLepidodactylus lugubris
Lepidodactylus lugubrisLepidodactylus lugubris



Terrarien-Einrichtung

  • Halbfeuchtterrarium
  • ein Gemisch aus Sand und Erde als Bodengrund
  • viele Grünpflanzen
  • viele Kletter- und Versteckmöglichkeiten
  • Temperatur tagsüber 25-28°C, nachts etwas kühler
  • Luftfeuchtigkeit ca. 30-40%



JungtierJungtier
JungtierJungtier



Ernährung

  • kleine Insekten (Heimchen, Fliegen, Fruchtfliegen), Asseln und Spinnen
  • gelegentlich Früchtebrei oder Obststückchen, z.. B. Banane
  • auf ausreichende Versorgung mit Calcium achten, u.a. um einen soliden Grundstock für die Ausbildung der Eier sicherzustellen.



Jungtier im FutternapfJungtier im Futternapf



Eiablage, Inkubation und Aufzucht der Jungtiere

  • Die Fortpflanzung erfolgt parthenogenetisch
  • Die Weibchen kleben 1 bis 2 unbefruchtete Eier
  • In den Sommermonaten erfolgt die Eiablage in Abständen von ca. 2 bis 4 Wochen, in den Wintermonaten sind die Abstände zwischen zwei Eiablagen etwas länger.
  • Häufig werden die Eier an die Terrarienscheibe geklebt. Der Versuch, diese Eier zu lösen und in den Inkubator zu überführen, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit misslingen. Daher belassen wir die Eier im Terrarium.
  • Die etwa 3.5 cm großen Jungtiere schlüpfen nach 70 bis 90 Tagen und sind identische Klone ihrer Mutter.
  • Wir fangen die Jungtiere ein und ziehen sie in eigenen Terrarien groß, da wir nicht sicher sind, inwieweit sich adulte Tiere und Jungtiere vertragen.
  • Grundsätzlich gelten für die Jungtiere die gleichen Haltungsbedingungen wie für die adulten Tiere.



EierEier
Gearde geschlüpftes JungtierGearde geschlüpftes Jungtier



Jungtier im GrößenvergleichJungtier im Größenvergleich
JungtierJungtier



Link-Tipp