Phelsuma laticauda
Goldstaub-Taggecko
Name
- Wissenschaftliche Bezeichnung:
- Phelsuma laticauda laticauda
- Die wissenschaftliche Bezeichnung kommt von den lateinischen Begriffen latus (breit) und cauda (Schwanz)
- Common Name:
- gold dust day gecko
- Deutsche Bezeichnung:
- Goldstaub-Taggecko
- Französische Bezeichnung:
- gecko diurne à poussière d'or
- Niederländische Bezeichnung:
- goudstofdaggekko
- Erstmals beschrieben:
- 1880 von Oskar Boettger (1844-1910)
Schutzstatus
- Gefährdungsstufe gemäß der Roten Liste (IUCN): Least Concern (nicht gefährdet)
- Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES): Anhang II - Hinweis: Die Tiere sind hier unter Phelsuma spp registriert.
- EU-Artenschutzverordnung: (EG) Nr. 318/2008: Anhang B - Hinweis: Die Tiere sind hier unter Phelsuma spp registriert.
- streng bzw. besonders geschützt nach BNatSchG : Anhang b
Merkmale
- leuchtend grüne Körperoberseite, drei längliche rote Rückenflecken
- kleine gelbe Schuppen im Nackenbereich (daher der dt. Name "Goldstaub")
- tagaktiv
- bewohnen Palmen, Bananenstauden und Mauern
- Größe: 13-15 cm, die Weibchen etwas kleiner
- Lebenserwartung 8 bis 10 Jahre
Systematik
- Klasse: Reptilia (Reptilien)
- Ordnung: Squamata (Schuppenkriechtiere)
- Unterordnung: Lacertilia (Echsen)
- Zwischenordnung: Gekkota (Geckoartige)
- Familie: Gekkonidae (Geckos)
- Unterfamilie: Gekkoninae
- Gattung: Phelsuma (Taggeckos)
- Art: Phelsuma laticauda
- Unterart: Phelsuma laticauda laticauda (Goldstaub-Taggecko) [BOETTGER, 1880]
Natürlicher Lebensraum
- in Nordost-Madagaskar und der vorgelagerten Insel Nossi Be
- auf einigen Komoren- und Seychelleninseln
- heißes, feuchtes Klima
Terrarien-Einrichtung
- viele Kletteräste (z.B. Bambus)
- Bepflanzung mit vielen Versteckmöglichkeiten
- Temperatur 25-30°C, lokal bis 38°C
- Luftfeuchtigkeit stets über 70%
- auf ausreichende UV-Bestrahlung achten
Anzahl der Tiere im Terrarium
- Es kann es zu sehr aggressivem Verhalten unter den Weibchen kommen. Diese führen schnell zu ernsten Verletzungen.
- Daher die Tiere bevorzugt paarweise halten oder ausreichende Terrariengröße mit entsprechend vielen Versteck- und Ausweichmöglichkeiten schaffen.
Ernährung
- Heimchen, Fruchtfliegen, Früchtebrei
- Darauf achten, dass die Ernährung nicht zu fett gerät
- Vitamine, z.B. in Form von Korvimin ZVT empfehlenswert
Eiablage und Inkubation
- Die Weibchen legen bis zu 10 mal im Jahr je 2 runde Eier ab in einem beinahe exakten Vierwochenrhythmus
- Die Eier sind relativ unempfindlich und können daher gefahrlos entfernt werden (falls man sie findet)
- Einige Eier fanden wir unmittelbar nach der Ablage, andere erst nach über 3 Wochen
- Wir haben alle Eier bei ca. 28°C inkubiert, mit einer Erfolgsquote von 100%!
- Die Jungtiere schlüpfen nach ca. 6 Wochen und sind etwa 4 cm groß
- Das Bild links zeigt das Schlüpfen eines Jungtieres und der Vergleich zwischen einer 1 Cent-Münze und den Eiern
Aufzucht der Jungtiere
- Auch die Aufzucht der Jungtiere war bisher zu 100% erfolgreich.
- Jedes Geschwisterpaar wurde gemeinsam in einem kleinen Terrarium 20 x 20 x 30 aufgezogen.
- Einrichtung und Ernährung erfolgte im Prinzip identisch zu den adulten Tieren.
- Alternativ können die Jungtiere auch einzeln gehalten werden.

