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Varanus acanthurus

Stachelschwanzwaran

Name

  • Wissenschaftliche Bezeichnung:
    • Varanus acanthurus
  • Common Name:
    • Ridgetail Monitor
  • Deutsche Bezeichnung:
    • Stachelschwanzwaran
  • Spanische Bezeichnung:
    • varano de cola espinosa
  • Französische Bezeichnung:
    • varan à queue épineuse
  • Erstmals beschrieben
    • 1885 von George Albert Boulenger (1858-1937)

      Varanus acanthurusVaranus acanthurus

Schutzstatus

  • Gefährdungsstufe gemäß der Roten Liste (IUCN): keine
  • Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES): Anhang II - Hinweis: Die Tiere sind hier unter Varanus spp registriert.
  • EU-Artenschutzverordnung: (EG) Nr. 318/2008: Anhang B - Hinweis: Die Tiere sind hier unter Varanus spp registriert.
  • streng bzw. besonders geschützt nach BNatSchG : Anhang b

Merkmale

  • tagaktiv
  • bodenbewohnend
  • Größe 60 bis 70 cm
  • Lebenserwartung: ca. 10 Jahre

    Varanus acanthurusVaranus acanthurus 

Systematik

  • Klasse: Reptilia (Reptilien)
  • Ordnung: Squamata (Schuppenkriechtiere)
  • Unterordnung: Lacertilia (Echsen)
  • Zwischenordnung: Platynota (Waranartige)
  • Familie: Varanidae (Warane)
  • Gattung: Varanus
  • Art: Varanus acanthurus (Stachelschwanzwaran) [BOULENGER, 1885]

    Varanus acanthurusVaranus acanthurus

Natürlicher Lebensraum

  • Australien
    • tropische bis subtropische Gebiete Westaustraliens
    • Nordterritorium und nordwestliches Queensland
  • bevorzugt werden steinige und felsige Regionen
  • Termitenbauten werden als Versteckplätze genutzt

    Varanus acanthurusVaranus acanthurus 

Geschlechtsunterschiede

  • Ein einzelnes Tier ist für Laien schwierig zu bestimmen, da die sichtbaren Unterschiede nur minimal sind oder im Einzelfall nur schwach ausgeprägt. Selbst im direkten Vergleich zwischen Männchen und Weibchen ist es nicht immer einfach, die Unterschiede wahrzunehmen. Folge Indizien können ggf. weiterhelfen
    • Männchen sind tendenziell größer und schwerer und haben einen breiteren und etwas längeren Kopf
    • Die Farben erscheinen bei Männchen kontrastreicher und intensiver als bei den Weibchen
    • Je ausgeprägter die Postanalschuppen sind, desto eher handelt es sich um ein Männchen

Terrarien-Einrichtung

  • Großräumiges Terrarium anbieten, da die Tiere einen enormen Bewegungsdrang haben
  • Steinaufbauten und stabile Äste zum Klettern

    Varanus acanthurusVaranus acanthurusVaranus acanthurus

  • Versteckmöglichkeiten schaffen, insbesondere Höhlen und Spalten. Die Warane nutzen diese Verstecke u. a. zur Temperaturregulierung
  • Sandiger Bodengrund, mindestens 15 bis 20 cm, damit sich die Tiere in feuchtere Schichten eingraben können
  • Als Alternative kann ein Unterschlupf (Schlupfkiste) mit angefeuchtetem Sand eingestellt werden
  • Temperatur tagsüber 30-35°C, punktuell bis zu 60°C, nachts 20-25°C
  • Luftfeuchtigkeit ca. 50%

Ernährung

  • Insekten, Spinnen, Grillen, Heimchen, Schaben, Mehlwürmer
  • Nach dem Fangen wird die Beute auf Gegenstände (wie Steine oder Äste) geschlagen oder an diesen gerieben. Damit wird die Beute getötet oder zumindest derart geschwächt, dass sie nicht mehr entkommen kann. Anschließend wird die Beute in einem Stück verschluckt.

    Varanus acanthurusVaranus acanthurusVaranus acanthurus

Eiablage und Inkubation

  • Die Weibchen legen ca. 10-13 Eier ab
  • bis zu 6 Gelege pro Jahr
  • Die Inkubation dauert 100-140 Tage, bei einer Temperatur von 28-30°C
  • Die Jungtiere können zunächst in einem gemeinsamen Terrarium aufgezogen werden

    JungtierJungtier

Winterruhe

  • keine Winterruhe erforderlich
  • eine Ruhephase mit Temperaturen von 18-24°C Grad bei reduzierter Fütterung ist für Zuchterfolge empfehlenswert

Literaturhinweis

  • "Haltung und Nachzucht des Stachelschwanzwarans (Varanus acanthurus)" von Steven Arth in Reptilia Nr. 63, Februar/März 2007
Zur Haltung von Reptilien

Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien

Quelle: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
(Stand 10.01.1997)