Chamaeleonidae
Die Familie Chameleonidae (Chamäleons) [WERNER, 1902]
Chamäleons sind überwiegend baum- und strauchbewohnende Echsen. Mit ihrer langen Schleuderzunge, die in etwa ihrer Körperlänge entspricht, sind Chamäleons in der Lage ihre Beute über einige Entfernung zu erreichen. Ein Heranschleichen in die unmittelbare Nähe der Beute ist damit nicht erforderlich. Ihre Körperform und die oft bedächtige und ruckartige Fortbewegungsart dienen der perfekten Tarnung. Im Zusammenspiel mit bewegten Blättern sind ihre Umrisse nur schwer zu erkennen. Bei einigen Arten dient der einrollbare Schwanz als zusätzliche Kletterhilfe. So kann sich ein Chamäleon mit dem Schwanz an einen Ast klammern und den Körper nach unter "abseilen".
Chamäleons sind bekannt für ihre Fähigkeit zum Farbwechsel. Kleinste Muskeln können Farbpigmente freilegen oder überdecken. Hierbei handelt es sich nicht um eine Anpassung an die jeweilige Umgebung, sondern um die Darstellung des Erregungszustandes: Wohlbefinden, Angst, Wärme, Paarungsbereitschaft sind Beispiele für die innerartliche Kommunikation. Strukturiert werden die Chamäleons in die beiden Unterfamilien
- Brookesiinae (Erd- oder Stummelschwanzchamäleons) [GRAY, 1865] und
- Chamaeleoninae. (Eigentliche Chamäleons)

