Viperidae
Die Familie Viperidae (Vipern) [OPPEL, 1811]
Vipern (oder Ottern) verfügen zumeist über hämotoxische Gifte, also Gifte, die die Blutgerinnung bzw. die Blutbildung beeinflussen und damit die Transport- und Stoffwechselfunktion einschränken oder gar verhindern. Das wiederum führt zu Gewebezerstörungen, inneren Blutungen und Schwellungen. Klapperschlangen verfügen zudem über neurotoxische Bestandteile, die sich auf das Nervensystem auswirken und zu Lähmungen führen.
Die Giftzähne der Vipern sind bei geschlossenem Maul in einer Bindegewebsfalte eingeklappt. Erst durch das Aufreißen des Mauls werden die Giftzähne senkrecht zum Oberkiefer aufgerichtet und können dann tief in die Beute eindringen und das Gift injizieren. Die Familie der Vipern kennt ca. 260 Arten, die in folgende Unterfamilien strukturiert werden:
- Unterfamilie Azemiopinae (Fea-Vipern) [LIEM, MARX & RABB, 1971]
- Unterfamilie Crotalinae (Grubenottern) [OPPEL, 1811]
- Unterfamilie Viperinae (Echte Vipern) [OPPEL, 1811]

