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Tortuguero

Nationalpark Tortuguero



Der Nationalpark Tortuguero liegt am karibischen Meer, ca. 40 km vor der Grenze zu Nicaragua. Das Gebiet besteht aus Mangroven- und Tieflandregenwäldern, die durchsetzt sind mit Seen, Lagunen und Kanälen. Autos und Straßen gibt es hier nicht. Abgesehen von einigen Rangerstationen und Lodges ist das Dorf Tortuguero der einzige bewohnte Ort innerhalb des 20.000 Hektar umfassenden Nationalparks. Die etwa 500 Bewohner leben heute vom Fischfang und vom Tourismus.

TortugueroHauptverkehrswege ...
Tortuguero... sind die Wasserstrassen



TortugueroDas Wasser bietet nicht nur ...
Tortuguero... eine faszinierende Kulisse, sondern ...



Tortuguero... ist zudem die Lebensgrundlage
Tortuguero... für Menschen, Pflanzen und Tiere.



Die Vielfalt der einheimischen Pflanzen und Tiere ist faszinierend. Vom Boot aus sind Spitzkrokodile (Crocodylus acutus), Krokodilkaimane (Caiman crocodylus), Fischotter (Lutra langicauda), Wasserschildkröten, u.a. Rhinoclemmys annulata, Rhinoclemmys funerea und Kinosternon angustipons zu sehen, in der ufernahen Vegetation tummeln sich Grüne Leguane (Iguana iguana), Basilisken (Basiliscus plumifron) und Basiliscus vittatus), in den Baumwipfeln leben Braunkehl-Faultiere (Bradypus variegatus), Klammeraffen (Ateles geoffroyi), Mantelbrüllaffen (Alouatta palliata)) und Kapuzineraffen (Cebus capucinus). An Land sind neben Kröten und Fröschen, Ameiven und Anolis zahlreiche Spinnen, Insekten und Vögel zu sehen. Schlangen wie z.B. Erzspitznattern (Oxybelis aeneus), Lanzenottern (Bothriechis schlegelii) oder Abgottschlange (Boa constrictor) sind ebenfalls vertreten, aber schwieriger zu finden.

Cupiennius coccineus (Kammspinne)Kammspinne
(Cupiennius coccineus)
Spinne aus der Odnung der WeberknechteSpinne aus der Odnung der Weberknechte
(Opiliones)



Radnetzspinne, vermutlich Argiope savignRadnetzspinne
vermutlich (Argiope savign)
Micrathena sagittataRadnetzspinne
(Micrathena sagittata)



NephilaSeidenspinne (Nephila spec.)
Baumstamm
Baumstamm



HeuschreckeHeuschrecke
(Tropidacris cristata)
Heliconius eratoPassionsblumenfalter
(Heliconius erato)



Egretta thulaSchmuckreiher
(Egretta thula)
Ardea albaSilberreiher
(Ardea alba)



Nyctanassa violaceaKrabbenreiher
(Nyctanassa violacea)
Anhinga anhingavermutlich ein Amerikanischer Schlangenhalsvogel
(Anhinga anhinga)



unbekannter Vogel
unbekannter Vogel



Egretta caeruleaBlaureiher
(Egretta caerulea)
(Butorides virescensvermutlich ein Grünreiher
(Butorides virescens)



Ramphastos sulfuratusFischertukan
(Ramphastos sulfuratus)
Rhinoclemmys funereaBauchstreifen-Erdschildkröte
(Rhinoclemmys funerea)



Basiliscus plumifronsStirnlappenbasilisk
(Basiliscus plumifrons)
Iguana iguanaGrüner Leguan
(Iguana iguana)



Iguana iguanaGrüner Leguan
(Iguana iguana)
Iguana iguanaGrüner Leguan
(Iguana iguana)



Caiman crocodylusKrokodilkaiman
(Caiman crocodylus)
Caiman crocodylusKrokodilkaiman
(Caiman crocodylus)



Caiman crocodylusKrokodilkaiman (Jungtier)
(Caiman crocodylus)
Crocodylus acutusSpitzkrokodil
(Crocodylus acutus)



Von den vier in Costa Rica vorkommenden Arten (Brüllaffen, Klammeraffen, Totenkopfaffen und Weißschulterkapuziner) sind drei im Nationalpark Tortuguero zu sehen bzw. zu hören. Letzteres bezieht sich in erster Linie auf die Brüllaffen, die auf eine Entfernung von bis zu 5 Kilometern zu hören sind. Abgesehen von ihrer Lautstärke sind sie für ihre eher ruhige und behäbige Lebensweise bekannt. Die Klammeraffen sind gute und schnelle Kletterer, die sich meist in den Baumkronen aufhalten. Die Weißschulterkapuziner gelten als sehr intelligente und geschickte Tiere. Ihnen wird zum Beispiel der Gebrauch von Werkzeugen nachgesagt.

Cebus capucinusWeißschulterkapuziner
(Cebus capucinus)
Cebus capucinusWeißschulterkapuziner
(Cebus capucinus)



Ateles geoffroyiGeoffroy-Klammeraffe
(Ateles geoffroyi)
Alouatta palliataMantelbrüllaffe
(Alouatta palliata)



Am Strand von Tortuguero legen diee Meeresschildkröten ihre Eier ab, so auch die Grünen Meereschildkröte (Chelonia mydas). Biologen überwachen dieses beeindruckende Schauspiel, messen und registrieren die Tiere. Fotografieren ist strengstens untersagt, ebenso das Einschalten einer Taschenlampe oder einer anderen Lichtquelle. Auch durch Lärm kann sich das Tier gestört fühlen und die Eiablage abbrechen. Im Extremfall kann das zum Tod des Tieres durch Legenot führen. Ein Weibchen legt ca. 100 Eier ab und das mehrmals innerhalb weniger Wochen. In den folgenden 2-4 Jahren wird sie nicht zurückkehren.

Etwa 2 Monate nach der Eiablage schlüpfen die Jungtiere. Beinahe zeitgleich graben sie sich aus dem Sand heraus und rennen im Schutz der Dämmerung ins Meer. Mit Hinweisschildern werden die Menschen gebeten, nicht in diesen Vorgang einzugreifen. Die vermeindlich gut gemeinte Hilfe kann an dieser Stelle nur stören. "LET NATURE BE" - Die Natur regelt das schon!

Die Überlebenschancen der Jungtiere sind extrem niedrig. Die Schätzungen bewegen sich in einer Spanne von 1:1.000 bis 1:10.000. Nur einem von 10.000 Jungtieren wird es gelingen, als erwachsenes Tier zurückzukehren und selbst Eier abzulegen. Frühestens in 20 Jahren nach Erreichen der Geschlechtsreife.

Chelonia mydasAblageort der Eier
Chelonia mydasKeine Jungtiere anfassen - Let Nature be



Chelonia mydasEin soeben geschlüpftes Jungtier ...
(Chelonia mydas)
Chelonia mydas... auf dem Weg zum Meer.
(Chelonia mydas)