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Tierpark Berlin-Friedrichsfelde

"Größter und schönster Landschaftstiergarten Europas ..."

plan

Mit dieser Einleitung beginnt die Selbstdarstellung des Tiergartens auf der offiziellen Homepage und man muss neidlos anerkennen: Der 1954 im Berliner Osten gegründete Landschaftspark ist wunderschön angelegt und hat mit einer Fläche von 160 ha tatsächlich eine beachtliche Größe. Die Gehege für die Tiere sind entsprechend weitläufig ausgelegt und selbst die Flächen zwischen den einzelnen Gehegen sind überaus großzügig gestaltet.

Zum Tierbestand (Stand 31.12.2010) zählen 1.403 Säugetiere aus 192 Arten, 2.362 Vögel (384 Arten), 570 Kriechtiere (106 Arten), 44 Lurche (4 Arten), 1.131 Fische (128 Arten) und 1.951 Wirbellose (81 Arten) - in Summe also 7.461 Tiere aus 884 Arten.

Der historische Mittelpunkt des Tierparks ist das Schloss Friedrichsfelde, das im Jahr 1695 als "Schloss Rosenfelde" erbaut wurde. Als die Entscheidung zum Bau des Tierparks fiel, wurde es zunächst als Sitz der Organisatoren genutzt, wobei einige Teile als Stallungen dienten. Heute beinhaltet das zwischen 1970 und 1981 renovierte Gebäude ein Museum für bildende und angewandte Kunst des 18. und 19. Jahrhunderts. Eine Ausstellung über die zoologische Geschichte Berlins ist geplant.

landschaft  weisshandgibbons  skulptur

Die Bilder vermitteln einen Eindruck über die großflächigen Gehege. Links ein Teil des Geländes auf dem die Alpakas untergebracht sind. das mittlere Bild zeigt die Anlage für Weishandgibbons. Rechts ein Beispiel für die zahlreichen Skulpturen im Park. Was die Bilder nicht verdeutlichen: Im Tierpark wachsen mehr als 8.500 Bäume aus über 60 Arten sowie zahlreiche botanische Raritäten.

elephas maximus  loxodonta africana

Ein ungewöhnlicher Anblick: Asiatische und afrikanische Elefanten in einem Zoo. Links Elephas maximus, der als Asiatischer oder Indischer Elefant bezeichnet wird und rechts sein afrikanischer Verwandter Loxodonta africana, der auch Steppenelefant genannt wird. Es gibt zahlreiche deutliche Unterscheidungsmerkmale:

  • Afrikanische Elefanten sind größer und schwerer. Die Bullen können ein Gewicht von bis zu 7 Tonnen erreichen, die Asiaten etwa 5 Tonnen.
  • Bei den afrikanischen Elefanten besitzen beide Geschlechter Stoßzähne, bei den Asiaten nur die Bullen, wobei auch bei diesen häufig keine sichtbaren Stoßzähne vorhanden sind.
  • Die deutlich größeren Ohren besitzen die Afrikaner. Sie können bis zu 2 Meter groß werden. Da Elefanten nicht schwitzen, wird überschüssige Wärme über die gut durchbluteten Ohren abgegeben.
  • Afrikanische Elefanten besitzen zwei Rüsselfinger, asiatische Elefanten nur einen.

cercopithecus neglectus  erythrocebus patas  theropithecus gelada

cercocebus torquatus  macaca nemestrina

Mit mehr als 130 Arten bilden die Hundsaffen oder Meerkatzenverwandten (Cercopithecidae) die artenreichste Primatenfamilie. Oben links die Brazzameerkatze (Cercopithecus neglectus), in der Mitte Husarenaffen (Erythrocebus patas) und rechts der Dschelada oder Blutbrustpavian (Theropithecus gelada). In der unteren Reihe links ein Halsbandmangabe (Cercocebus torquatus) und rechts ein Südlicher Schweinsaffee (Macaca nemestrina).

 

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