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Kalscheurer Weiher

Die Tierwelt am Kalscheurer Weiher



Der Kalscheurer Weiher liegt im Kölner Grüngürtel in unmittelbarere Nähe zur Militärringstrasse. Wie der Name schon vermuten lässt, befand sich hier früher ein militärischer Befestigungsring. Gemäß dem Friedensvertrag von Versailles (1919) mussten in Deutschland Befestigungsanlagen auf beiden Seiten des Rheins beseitigt werden. Dem damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer gelang es, einige der alten Festungsanlagen zu erhalten und die damals vorgeschriebenen Freiflächen, die sogenannten Festungsrayons, ab 1922 in eine Parklandschaft umwandeln. Heute hat der Grüngürtel mit seinen Rad- und Wanderwegen, Sportanlagen und Seen einen enormen Freizeit- und Erholungswert. Neben dem Decksteiner Weiher und dem Adenauerweiher ist der Kalscheurer Weiher einer von drei künstlich angelegten Seen.

Uns interessiert in erster Linie die Tierwelt rund um den Kalscheurer Weiher. Beginnend mit einigen Vogelarten werden wir nach und nach versuchen, möglichst viele Tierarten fotografisch zu erwischen.



Herbst am Kalscheurer Weiher
Herbst am Kalscheurer Weiher



Kalscheurer Weiher
Kalscheurer Weiher



Hochbetrieb auf dem WasserHochbetrieb auf dem Wasser
Die Füße eines HöckerschwansDie Füße eines Höckerschwans



Höckerschwan (Cygnus olor)

Höckerschwäne erreichen eine Körperlänge von bis zu 160 Zentimeter bei einem Gewicht von etwa 10 Kilogramm (weibliche Tiere) und bis zu 14 Kilogramm (männliche Tiere). Sie sind die größten in Mitteleuropa heimischen Wasservögel und zählen darüber hinaus zu den schwersten flugfähigen Vögeln der Welt. Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus Wasserpflanzen, einschließlich der darin befindlichen Muscheln, Schnecken und Wasserasseln. Der schwarze Höcker am Schnabelansatz ist das namensgebende Kennzeichen für diese Art.

Höckerschwan (Cygnus olor)
Höckerschwan (Cygnus olor)



Höckerschwan (Cygnus olor)
Höckerschwan (Cygnus olor)



Höckerschwan (Cygnus olor)
Höckerschwan (Cygnus olor)



Höckerschwan (Cygnus olor)
Höckerschwan (Cygnus olor)



Kanadagans (Branta canadensis)

Kanadagänse stammen ursprünglich aus Nordamerika. Sie gelten als die weltweit am häufigsten vorkommende Gänseart. Das weiße Kinnband ist ein deutliches Erkennungsmerkmal. Gräser, Sumpf- und Wasserpflanzen zählen zu den Lieblingsspeisen.

Kanadagans (Branta canadensis)
Kanadagans (Branta canadensis)



Kanadagans (Branta canadensis)
Kanadagans (Branta canadensis)



Nilgans (Alopochen aegyptiacus)

Heimat der Nilgänse sind die subtropischen Binnenseen und Flüsse südlich der Sahara. Wie viele andere Vogelarten sind auch die Nilgänse in Mitteleuropa heimisch geworden. Typische äußere Merkmale sind die rotbraune Färbung des Rückengefieders und der dunkle Augenfleck.

Nilgans (Alopochen aegyptiacus)
Nilgans (Alopochen aegyptiacus)



Nilgans (Alopochen aegyptiacus)
Nilgans (Alopochen aegyptiacus)



Nilgans (Alopochen aegyptiacus)
Nilgans (Alopochen aegyptiacus)



Graugans (Anser anser)

Graugänse sind die wilden Vorfahren unserer domestizierten Hausgänse. Gute Erkennungsmerkmale sind der gestreifte Hals und der orange-rote Schnabel.

Graugans (Anser anser)
Graugans (Anser anser)



Graugans (Anser anser)
Graugans (Anser anser)



Kormoran (Phalacrocorax carbo sinensis)

Das altfranzösische Wort "cormareng" ist der Ursprung der deutschen Bezeichnung "Kormoran" und bedeutet "Wasserrabe". Ihr Gefieder ist überwiegend schwarz, wobei ihre Federn im Sonnenlicht metallisch grün oder blau schimmern. Sie ernähren sich fast ausschließlich von Fisch. 2010 war der Komoran Vogel des Jahres in Deutschland.

Kormoran (Phalacrocorax carbo sinensis)
Kormoran (Phalacrocorax carbo sinensis)



Kormoran (Phalacrocorax carbo sinensis)
Kormoran (Phalacrocorax carbo sinensis)



Stockente (Anas platyrhynchos)

Stockenten sind die größten und am häufigsten vorkommenden Schwimmenten in Europa. Zudem sind sie die Stammform unserer Hausenten. Die männlichen Tiere sind an ihrem grünmetallischen Kopf gut erkennbar. Die weiblichen Tiere haben einen eher bräunlichen Kopf. Beide Geschlechter haben einen weißen Halsring und ein schimmerndes blaues Band am hinteren Rand der Flügel.

männliche Stockente (Anas platyrhynchos)
weibliche Stockente (Anas platyrhynchos)



Stockente (Anas platyrhynchos)
Stockente (Anas platyrhynchos)



Blässhuhn oder Blässralle (Fulica atra)

Das weiße Hornschild über dem Schnabel ist das typische Merkmal der Blässhühner. Der Name ist allerdings verwirrend, denn sie gehören nicht zu den Hühnervögeln, sondern zu den Kranichvögeln (Gruiformes). Der Speiseplan der Blässhühner reicht von Gras, Grünalgen, Falllaub und Wasserpflanzen bis zu Muscheln und Insekten.

Blässralle (Fulica atra)
Blässralle (Fulica atra)



Blässralle (Fulica atra)
Blässralle (Fulica atra)



Mäusebussard (Buteo buteo buteo)

Mäusebussarde mögen offene Landschaften wie Wiesen, Äcker und Heide mit angrenzenden Waldgebieten. Beide Anforderungen sind im Umfeld des Kalscheurer Weihers gegeben. Diese Aufnahmen entstanden östlich des Weihers in Richtung Brühler Strasse.

Mäusebussard (Buteo buteo buteo)
Mäusebussard (Buteo buteo buteo)



Reiherente (Aythya fuligula)

Reiherenten gehören zu den Tauchenten. Sie suchen ihre Nahrung beim Tauchen oder beim Schwimmen unter Wasser. Ihr Körperbau hat sich dieser besonderen Verhaltensweise angepasst. Im Vergleich zu anderen Enten ist ihr Körper gedrungener, der Hals etwas kürzer und sie liegen relativ tief im Wasser. Auf dem Speiseplan stehen in erster Linie Muscheln, Schnecken und Insekten.

Reiherente (Aythya fuligula)
Reiherente (Aythya fuligula)



Graureiher (Ardea cinerea cinerea)

Graureiher stellen keine hohen Ansprüche an ihren Lebensraum. Wichtigste Bedingung ist die Nähe zu einem Gewässer. Man findet sie in Reichweite von Seen, Flüssen und Überschwemmungszonen. Auch Reisfelder oder Fischteiche sind beliebte Aufenthaltsorte. Meist jagen Graureiher als Einzelgänger nach Fischen, Fröschen, Molchen, Schlangen, Ratten und Mäusen. Die Beute wird stets als Ganzes verschlungen.

Graureiher (Ardea cinerea cinerea)
Graureiher (Ardea cinerea cinerea)



Graureiher (Ardea cinerea cinerea)
Graureiher (Ardea cinerea cinerea)



Graureiher (Ardea cinerea cinerea)
Graureiher (Ardea cinerea cinerea)



Haubentaucher (Podiceps cristatus)

Haubentaucher gehören zur Familie der Lappentaucher. Im Unterschied zu den Enten sind ihre Zehen nicht mit Schwimmhäuten verbunden. Jede einzelne Zehe trägt einen sogenannten Schwimmlappen. Bewegt sich ein Fuß im Wasser nach vorne, werden die Lappen zusammengefaltet, damit sie keinen Widerstand verursachen. Bewegt sich der Fuß nach hinten, werden sie geöffnet und bewegen dadurch den Körper nach vorne. Die Nahrung der Haubentaucher besteht hauptsächlich aus kleinen Fischen, die sie tauchend jagen. Dabei legen sie eine Tauchstrecke von bis zu 40 Metern zurück.

Haubentaucher (Podiceps cristatus)
Haubentaucher (Podiceps cristatus)



Haubentaucher (Podiceps cristatus)
Haubentaucher (Podiceps cristatus)



Misteldrossel (Turdus viscivorus)

Die Misteldrossel die größte einheimische Drossel und damit auch größer als eine Amsel. Sie erreicht eine Körperlänge von etwa 26 bis 29 Zentimetern. Die ähnlich ausschauende Singdrossel ist mit ca. 22 cm etwas kleiner. Im Winterhalbjahr ernähren sich Misteldrosseln von den Früchten der Misteln, dar stammt auch ihr Name. Ansonsten zählen Regenwürmer, Insekten, Weichtiere, Obst und Beeren zum Nahrungsspektrum.

Misteldrossel (Turdus viscivorus)
Misteldrossel (Turdus viscivorus)



Bachstelze (Motacilla alba alba)

Die Bachstelzen ernähren sich fast ausschließlich von Insekten und anderen Gliederfüßern. Bevorzugt werden Standorte in Gewässernähe. Zum Nisten suchen sie eine erhöhte Position, die einen guten Ausblick auf die Umgebung sicherstellt. Dazu nutzen sie neben Bäumen auch Mauernischen, Dächer sowie Holz- und Reisighaufen. Im Winter ziehen die Bachstelzen nach Südwesteuropa und Nordafrika.

Bachstelze (Motacilla alba alba)
Bachstelze - Jungvogel (Motacilla alba alba)



Buchfink (Fringilla coelebs coelebs)

Buchfinken gehören in Mitteleuropa zu den am weitesten verbreiteten Brutvögeln. Ihr bevorzugter Lebensraum sind Wälder, Dickichte, Hecken, Gärten und große Obstanbauflächen. Sie ernähren sich von Beeren, Samen, Insekten und Spinnen.

Buchfink (Fringilla coelebs coelebs)



Weitere Anwohner

Mit ein wenig Glück kann man einen Blick auf die prächtigen Karpfen werfen. Leider ist die Bildqualität sehr bescheiden, aber solange die Fische nicht freiwillig für ein Portrait an Land kommen, müssen wir damit zufrieden sein. Die Schildkröten kann man hingegen gut beobachten. Sie genießen die warme Sonne. Es ist offensichtlich, dass sie keine einheimischen Bewohner sind. Anders als die eingewanderten Wasservögel haben sie sich diesen Lebensraum nicht freiwillig ausgesucht. Sie wurden vermutlich ausgesetzt und teilen somit das Schicksal vieler exotischer Wasserschildkröten, deren Halter sie, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr länger zuhause betreuen wollen.

KarpfenKarpfen
Weinbergschnecke (Helix pomatia)Weinbergschnecke (Helix pomatia)



SchildkrötenSchildkröten
Gelbbauch-Schmuckschildkröte (Trachemys scripta scripta)Gelbbauch-Schmuckschildkröte
(Trachemys scripta scripta)



Bitte nicht füttern

Bitte nicht fütternWichtige Hinweise
Das muss doch nun wirklich nicht sein!Das muss doch nun wirklich nicht sein!



Für viele Menschen ist das Füttern der Wasservögel ein großes Vergnügen. In den Wintermonaten kommt gerne der Wunsch hinzu, die Tiere in der kalten Jahreszeit zu unterstützen. Wenn Sie den Tieren wirklich helfen möchten, dann tun Sie das bitte nicht.

Schwäne, Enten und Gänse sind Wildtiere, die hervorragend zurechtkommen und genügend Futter in der Natur finden. Das "Betteln" insbesondere von Enten ist häufig nur eine Folge von zu intensiver Fütterung. Die Tiere vermuten bereits aus Gewohnheit, dass es etwas zu fressen gibt, sobald Passanten stehen bleiben und in ihren Taschen kramen. Diese bequeme Art der Nahrungsaufnahme nehmen sie dankend an. Wirklichen Hunger haben sie zumeist nicht. Wasservögel tendieren dazu, so viel zu fressen, wie sie können. Bei einer nicht artgerechten Ernährung führt das gerne zu Verfettungen, Stoffwechselstörungen und Nährstoffmangel, der u.a. zu dünnschaligen Eiern oder gar zu einer tödlichen Legenot bei den Weibchen führen kann.

Zahlreiche Organisationen wie der Tierschutzbund sowie Städte und Gemeinden weisen nachdrücklich darauf hin, dass gerade Brot wegen der enthaltenen Salze, Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker ebenso wie andere gewürzte Speisereste für die Wasservögel nicht geeignet sind. Wird Brot im Wasser oder in umnittelbarer Nähe eines Gewässers verfüttert, weicht es auf, sinkt an den Gewässerboden und verfault. Der Fäulnisprozess beansprucht große Mengen an Sauerstoff. Dieser fehlt den Fischen und anderen Wassertieren. Gleichzeitig wird der Wuchs von Algen gefördert. Letztlich kann es dazu kommen, dass das Gewässer "umkippt".

Bitte helfen Sie den Tieren und der Natur und füttern Sie NICHT!