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Zoo Dortmund

Auf einer Gesamtfläche von 28 ha leben etwa 1.500 Tiere aus über 230 Arten in zahlreichen sehenswerten Einrichtungen. Dazu zählen das Regenwaldhaus „Rumah hutan“, das Amazonashaus, das Tamanduahaus, das Giraffenhaus, das Otterhaus, das Nashornhaus sowie die Anlagen für Siamangs und Orang-Utans. Weltweit einzigartig ist sicherlich das Freigehege für Steinläuse (Petrophaga lorioti). Dieses fiktive Nagetier basiert auf einem Sketch von Loriot, der die Steinläuse als possierliche kleine Kerle beschreibt, deren Männchen täglich 28 Kilogramm Beton und Ziegelsteine verzehren, trächtige Weibchen sogar sie doppelte Menge...

anlage siamangs känguru orangutananlage
Anlagen für Siamangs ... ... Kängurus ... ... und Borneo-Orang-Utans

Erheblich seriöser aber ebenso spektakulär ist die Arbeit mit den Nebengelenktieren (Xenarthra) zu bewerten. Diese bilden eine Überordnung der Höheren Säugetiere (Eutheria). Sie umfasst die Ordnung der Zahnarmen (Pilosa) zu denen die Ameisenbären und die Faultiere gehören und die Ordnung der "Gepanzerten Nebengelenktiere" (Cingulata). Einzige noch lebende Vertreter dieser Ordnung sind die Gürteltiere. In Dortmund zu sehen sind Borsten-, Sechsbinden- und Neunbindengürteltiere.

pflaster skulptur ameisenbär myrmecophaga tridactyla (großer ameisenbär)
 Der große Ameisenbär gepflastert, als Skulptur und "in echt"

Bereits in den siebziger Jahren hat man sich intensiv um den großen Ameisenbär (Myrmecophaga tridactyla) gekümmert. Heute gilt Dortmund als "Welthauptstadt der Ameisenbären". Als weltweit erfolgreichste und bedeutendste Einrichtung dieser Art konnte im Juli 2009 bereits zum 57. Mal die Geburt eines Jungtieres vermeldet werden. Die Bezeichnung Ameisenbär ist sicherlich verwirrend, da sie definitiv keine Bären sind. In Gefahrensituationen stellen sich die Tiere auf die Hinterbeine und drohen mit den Vorderpranken. Dieses Verhalten ist durchaus vergleichbar mit den "echten Bären" und vermutlich mitverantwortlich für die Namensgebung. Auch der Namensteil "Ameisen" ist sachlich nicht ganz korrekt. Die Tiere haben sich auf staatenbildende Insekten spezialisiert, dazu zählen natürlich Ameisen aber auch Termiten. Mit den sichelförmigen Klauen schlitzen sie ein Loch in den Termiten- oder Ameisenhügel. Wie ein Katapult schnellt die Zunge bis zu 160-mal pro Minute in dieses Loch und befördert so alles in den Mund, was an der feuchten Zunge kleben bleibt. Neben Insekten sind dies auch Sandpartikel, die durch ihre mahlende Wirkung die Verdauung der Insekten unterstützen. Die ca. 2 Meter großen Tiere können bis zu 35.000 Ameisen am Tag verspeisen.

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Riesenfaultier Zweifingerfaultier (Choloepus didactylus)  

Als Riesenfaultiere werden eine Reihe ausgestorbener Faultierarten bezeichnet. Diese lebten auf dem amerikanischen Kontinent, erreichten eine Länge von bis zu 3 Metern und ein Gewicht von mehreren Tonnen. Sie lebten ausschließlich auf dem Boden, während die heute noch lebenden Faultiere die Baumkronen des Regenwalds bevorzugen. Das Zweifingerfaultier (Choloepus didactylus) ist mit 85 cm und einem Gewicht von 8-9 kg entsprechend dimensioniert. Mit dem Rücken nach unten hängen sie stundenlang an einem Ast, an den sie sich mit den stark gebogenen Krallen festklammern. Damit in dieser Position das Regenwasser besser abfließen kann, haben Faultiere den Scheitel ihres Fells auf dem Bauch und nicht auf dem Rücken wie bei anderen Säugetieren. Auf den Boden begeben sich die Faultiere nur zum Übergang auf einen anderen Baum und etwa alle 8 Tage zum Absetzen von Kot und Urin. Diese Lebensweise der Faultiere benötigt wenig Energie, dafür aber eine perfekte Tarnung. In ihrem braunen Fell siedeln Algen, die leicht grün schimmern. Durch dieses braun-grüne Farbenspiel sind sie für Fressfeinde kaum zu erkennen.

Weitere Informationen zeigt die Homepage des Dortmunder Zoos.

 

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