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Tulum

Besuch der Maya-Fundstätten



Tulum (übersetzt: die Mauer) liegt rund 130 Kilometer südlich von Cancún und ist die einzig bekannte Festungsstadt der Mayas, die direkt am Meer liegt. Sie wurde auf einer 12 Meter hohen Klippe errichtet. Markantes Merkmal der um 1200 gegründeten Siedlung ist die ursprünglich 7 Meter breite und bis zu 5 Meter hohe Mauer, die die drei zum Land weisenden Seiten sichert. An der Längsseite ist sie 380 Meter lang, an den beiden Kopfseiten jeweils ca. 165 Meter.

Der archäologisch bedeutsamste Bau ist der Templo de los Frescos (Freskentempel). Er wurde vermutlich um 1450 errichtet und im Laufe der Zeit mehrfach überbaut. Das Gebäude ist ausgestattet mit zahlreichen Stuckskulpturen, Reliefmasken, Fresken und Wandmalereien.



CastilloDas Castillo aus nördlicher Richtung
mit dem Templo del Dios Descendante
Templo de los FrescosDer Freskentempel
(Templo de los Frescos)



CastilloDie dem Meer zugewandte
Seite des Catillos
CastilloBlick auf das Castillo und auf das Meer. Im Vordergrund
einer der heutigen Bewohner.



Das größte und auffälligste Gebäude ist das Castillo. In nördlicher Richtung schließt sich der Tempel des herabstürzenden Gottes (Templo del Dios Descendante) an, im Süden der Tempel der frühesten Jahreszahl (Templo de la Serie Inicial). Über die Geschichte von Tulum ist nicht allzu viel bekannt. Ursprünglicher gaben die Maya ihrem Ort den Namen "Zama" (Morgenröte oder Morgendämmerung). Als eine spanische Expedition unter Juan de Grijalva um 1518 die Festung entdeckten, war diese noch bewohnt. Vermutlich endete die Besiedelung mit der Eroberung durch die Spanier im Jahre 1544.



SchlossherrDer stolze Schlossherr
InnenhofRecinto Interior (Innenhof) mit Treppe zum Tempel



Tulum erreichte wohl nie eine besondere Bedeutung. Die Art der Bebauung lässt vermuten, dass es keine reine Kultstätte war, sondern auch Wohnbezirke beinhaltete. Das Castillo könnte auch eine Art Leuchtturm gewesen sein. In den zum Meer gerichteten Fenstern ließen die Maya des Nachts Feuer brennen, um Schiffen die Durchfahrt durch das Riff zu erleichtern.