Weißhandgibbons
Weißhandgibbon oder Lar (Hylobates lar)
Die Weißhandgibbons bewohnen eine 1.200 Quadratmeter große Insel mit bis zu 8 Meter hohen Kletterbäumen. Die tagaktiven Baumbewohner bewegen sich mit ihren langen Arme und den hakenförmigen Händen in großen Schwüngen durch das Geäst. Ebenfalls perfekt beherrschen sie den aufrechten auf den Ästen. Am Boden halten sie sich dagegen nur selten auf. Als Besucher genießt man einen freien Blick auf die Insel, ohne störende Gitter oder vergleichbare Abtrennungen. Die Tiere können aus verschiedenen Perspektiven beobachtet werden, u.a. auch von einem Hochstand, von dem aus ein schöner Blick in die Baumwipfel ermöglicht wird.
Der natürliche Lebensraum der Weißhandgibbons sind die tropischen Regenwälder in Indien, der malaiischen Halbinsel und der zu Indonesien gehörenden Insel Sumatra. In China sind die Weißhandgibbons vermutlich ausgestorben (Quelle: Universität Zürich).
Weißhandgibbons leben in Familien, die aus genau einem Paar und den noch nicht geschlechtsreifen Jungtieren bestehen. Nach einer Tragzeit von 7 Monaten kommt ein einzelnes Jungtier zur Welt. 2 Jahre lang wird es gesäugt, nach etwa 8 Jahren ist es geschlechtsreif. Die Lebenerwartung der Tiere liegt bei ca. 25 Jahren.
Jede Familie beansprucht ein festes Territorium, das durch laute Gesänge gegenüber ihren Artgenossen gekennzeichnet wird. Die Tiere erreichen eine Kopfrumpflänge von 45 bis 60 Zentimetern (der Schwanz fehlt) und ein Gewicht von ca. 5,5 Kilogramm. Die Färbung des Fells variiert von hellbraunen Tönen bis zu dunkelbraun und schwarz. Hände, Füße und ein Haarkranz um das Gesicht sind weiß.

