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Sint Maarten

The friendly Island



Sint Maarten bildet den südlichen Teil der Insel Saint-Martin. Es ist ein eigenständiges Land innerhalb des Königreiches der Niederlande. Der nördliche Teil ist französisches Überseegebiet und nennt sich "Saint-Martin". Christoph Kolumbus erreichte die Insel am 11. November 1493 am Namenstag des Heiligen Martin und gab ihr den Namen "Isla de San Martín".

Sonnenuntergang vor Sint MaartenSonnenuntergang vor Sint Maarten
Sonnenuntergang vor Sint MaartenSonnenuntergang vor Sint Maarten



Der Legende nach beanspruchten sowohl die französischen als auch die holländischen Siedler die ca. 92 km² kleine Insel jeweils für ihre Nation, konnten sich auf diplomatischem Wege aber nicht einigen. Daher wurde ein Wettkampf ausgetragen. Ein Franzose und ein Niederländer sollten die Insel in gegensätzlicher Richtung umrunden. Am Treffpunkt sollte dann die neue Grenze entstehen. Für die Tatsache, dass der französische Teil etwa 10km² größer ist als der niederländische, gibt es einige bizarre Erklärungen. In einigen Geschichten machte der Niederländer häufiger Rast als der Franzose, andere Erzählungen behaupten, der Niederländer habe unterwegs zu viel hochprozentigen Genever zu sich genommen.

nummernschild

Die Grenze ist heute offen, es gibt keinerlei Kontrollen. Dennoch ist der Alltag auf der Insel durch die Trennung geprägt. Jeder Teil hat seine eigenen Behörden, Verwaltungsvorschriften, Schulen, Polizei und ein eigenes Telefonnetz. Laut Aussage einer Einwohnerin ist ein Anruf aus dem niederländischen Teil in den französischen derart teuer, dass sie es bevorzugt, mit dem Wagen auf die andere Seite zu fahren um dort einen "inländischen" Anruf zu tätigen. Während im französische Teil der Euro als offizielles Zahlungsmittel gilt und ein "F" das Kfz-Kennzeichen ziert, ist im niederländischen Teil der der Karibische Gulden zu finden und das Nummernschild trägt die Aufschrift "The Friendly Island". Eines haben beide Teile dann doch gemeinsam, man kann mit US-Dollar zahlen.

Ctenonotus pogusSt. Martin-Anolis
(Ctenonotus pogus)
Ctenonotus pogusSt. Martin-Anolis
(Ctenonotus pogus)



Ctenonotus gingivinusAnguilla Anolis
(Ctenonotus gingivinus)
Ctenonotus gingivinusAnguilla Anolis
(Ctenonotus gingivinus)


Ctenonotus gingivinus ist eine Anolis-Art, die auf Saint-Barthélemy, Saint-Martin und Anguilla zu finden ist. Ctenonotus pogus ist eine auf Saint Martin endemische Art, d.h. sie kommt nur hier vor.

Ameiva plei analiferaGround lizard
(Ameiva plei analifera)
Ameiva plei analiferaGround lizard
(Ameiva plei analifera)


Ameiva plei analifera (im engl. Anguilla Bank Ameiva) ist die auf Saint Martin heimische Unterart der Karibischen Ameive. Die Einheimischen nennen sie schlicht "Ground lizard".

Bubulcus ibisKuhreiher
(Bubulcus ibis)
Zenaida aurita auritaKüstentaube
(Zenaida aurita aurita)



St. Maarten Zoological Park

Der St. Maarten Zoological Park in Philipsburg gilt als der größte Zoo in der Karibik. Mit unseren Vorstellungen über Struktur und Gestaltung eines modernen Zoos hat diese Anlage nicht viel gemein. Einige Gehege vermitteln zumindest optisch einen guten Zustand, viele Tiere sind allerdings in recht kleinen und düster wirkenden Verschlägen mit engem Maschendraht untergebracht, zum Beispiel die südlichen Grünmeerkatzen (Chlorocebus pygerythrus) oder verschiedene Vogelarten. Andere Bewohner wie Waschbären, Pekaris und das Capybara haben in sehr beengten Gehegen kaum angemessene Bewegungsfreiheit. Unser erster Besuch in 2013 war ernüchternd, den zweiten Besuch in 2015 haben wir nach wenigen Minuten abgebrochen. Zahlreiche Gehege waren leer, der Zustand der meisten Tiere erschreckend. Der Brillenkaiman versuchte in einem staubtrockenen Gehege ein wenig Schatten zu finden. Dem Capybara erging es kaum besser. Seit Jahren lebt dieses Herdentier alleine auf einem trockenen Betonboden. Das Wasserbecken reichte gerade mal aus um nasse Füße zu bekommen. Außer einer Person an der Kasse war kein Personal anwesend. Tierpfleger oder andere Ansprechpartner waren nicht zu sehen. Die nachfolgenden Bilder stellen den Zoo sicherlich in einem Besseren Licht dar, als er es verdient. Unser privates Fazit: Die vielen Anolis und Ameiven im Umfeld des Zoos sind wesentlich interessanter als der Zoo selbst.



Ara araraunaGelbbrustara
(Ara ararauna)
Ara araraunaGelbbrustara
(Ara ararauna)



Ara chloropterusGrünflügelara
(Ara chloropterus)
Ara chloropterusGrünflügelara
(Ara chloropterus)



Eine wesentliche Einnahmequelle für den Zoo ist der Tourismus. Auf den Kreuzfahrtschiffen werden Inselrundfahrten angeboten, die auch den Zoo ansteuern. Deren Besuche konzentrieren sich aber im Wesentlichen auf ein "take a nice foto with the birds", wo sich die Touristen mit den Aras ablichten lassen und ein Erinnerungsfoto mit nach Hause nehmen. Diese in 2013 getroffene Feststellung scheint in 2015 nicht mehr aktuell zu sein. Einige Kreuzfahrtschiffe bieten den Zoobesuch nicht mehr an. Der schlechte Zustand der Anlagen und der Tiere mag die Ursache dafür sein. Damit fehlen jetzt die Einnahmen um die dringend erforderlichen Verbesserungen vorzunehmen.



Chelonoidis carbonariaKöhlerschildkröte
(Chelonoidis carbonaria)
Chelonoidis carbonariaKöhlerschildkröte
(Chelonoidis carbonaria)



Iguana iguanaGrüner Leguan
(Iguana iguana)
Iguana iguanaGrüner Leguan
(Iguana iguana)



Pavo cristatusBlauer Pfau - männlich
(Pavo cristatus)
Pavo cristatusBlauer Pfau - weiblich
(Pavo cristatus)



HühnerJunge Hühner
HühnerHenne mit Jungtieren



Speothos venaticusWaldhund
(Speothos venaticus)
PekariPekari
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Crax alectorGlattschnabelhokko
(Crax alector)
Eudocimus ruberScharlachsichler
(Eudocimus ruber)