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Kaeng Krachan National Park

Zu Besuch im größten Nationalpark Thailands



Der Kaeng Krachan Nationalpark ist mit einer Fläche von 2.915 Quadratkilometern der größte Nationalpark Thailands. Er liegt in der Provinz Phetchaburi an der Grenze zu Myanmar.

Zusammen mit 11 weiteren Nationalparks und 7 Wildschutzgebieten bildet der Park den Western Forest Complex, das mit einer Gesamtfläche von 18.730 Quadratkilometern größte zusammenhängende Waldschutzgebiet Südostasiens. Die vielfältige Landschaft umfasst Tiefland und Gebirge, die Vegetation reicht von Tropischen Regenwäldern bis zu Savannen.

Kaeng Krachan Nationalpark
Kaeng Krachan Nationalpark



Kaeng Krachan Nationalpark
Kaeng Krachan Nationalpark



Kaeng Krachan wurde im Juni 1981 zum Nationalpark erklärt. Im Süden grenzt der Kui Buri-Nationalpark an. Die Westgrenze des Parks ist gleichzeitig die Grenze zu Myanmar. Rund 95% der Fläche ist von immergrünem Regenwald bewachsen. Die höchste Erhebung ist der Khao Panoen Thung mit 1.207 Metern. Zwei große Flüsse entspringen im Kaeng Krachan Nationalpark. Beide versorgen je einen Stausee um die Tiefebenen vor Überschwemmungen zu schützen und eine zuverlässige Wasserversorgung der Felder sicherzustellen:

  • Der Mae Nam Pran Buri (oder Pranburi River) entspringt im südlichen Teil und mündet nach 130 Kilometern im Golf von Thailand. Der 42 Meter hohe und 1,5 km lange Pran-Buri-Staudamm speist einen See mit einer Fläche von 29 km² und einem Volumen von ca. 420 Millionen Kubikmeter Wasser.
  • Der Mae Nam Phetchaburi (oder Phetchaburi River) entspringt im Tenasserim-Gebirge und hat eine Gesamtlänge von 210 km. Auch er mündet im Golf von Thailand, allerdings wesentlich weiter nördlich, wo er sich in die drei Arme Bang Tabun Noi, Bang Tabun Yai und Bang Laem aufteilt. 1966 wurde der Phetchaburi River im heutigen Gebiet des Nationalparks aufgestaut. Die Gesamtfläche des Kaeng-Krachan-Stausees beträgt 46,5 km², das Fassungsvermögen 710 Millionen Kubikmeter Wasser. Der Damm ist 58 Meter hoch und 760 Meter lang.



Kaeng-Krachan-StauseeKaeng-Krachan-Stausee
Kaeng-Krachan-StauseeKaeng-Krachan-Stausee



Laut Angaben der Parkverwaltung ist der Nationalpark die erste Adresse für die Beobachtung von Vögeln und Schmetterlingen in Thailand. Die Anzahl der Schmetterlinge wird mit 300 und die der Vogelarten mit 420 angegeben. Das ist die größte Vogelvielfalt aller thailändischen Nationalparks. Dazu kommen 57 verschiedene Säugetiere, u.a. Leoparden, Nebelparder, Bären, Elefanten, Bantengs, Gaur, Goldschakale, Asiatische Wildhunde, Stummelschwanz-Makaken, Javaneraffen, Weißhandgibbon und Brillenlanguren.

Ausgangspunkt für den Besuch des Nationalparks sind die Kaeng Krachan National Park Headquarters. Von hier aus führen zwei Strassen in den Park. Eine Strasse führt zum Pala-U-Wasserfall, einem beliebten Ausflugsort. Diese Strasse ist ganzjährig geöffnet. Wir haben uns für die zweite Variante entschieden. Diese Strasse führt zunächst zum Khao Sam Yot Checkpoint und weiter zu den beiden Camps "Ban Krang" und "Khao Panoen Thung". Der Zugang zu den beiden Camps ist in den Monaten August bis Oktober nicht möglich.

In Ban Krang Camp gibt es eine Touristen-Information, ein Restaurant und Übernachtungsmöglichkeiten. Man kann für wenig Geld in Zelten übernachten, wahlweise im Gebäude oder auf einer Camping-Wiese. Da die Ranger auch gute Köche sind, ist ganztägig für das leibliche Wohl gesorgt. Wir haben einige Wanderungen mit den Rangern durchgeführt, einige Male durften wir sie bei ihrer täglichen Arbeit begleiten und könnten auf diese Weise viel über ihren Job, die Natur und die Tiere lernen. Die meisten der nachfolgenden Bilder sind in unmittelbarer Nähe des Camps entstanden.



Buceros bicornisDoppelhornvogel
(Buceros bicornis)
Buceros bicornisDoppelhornvogel
(Buceros bicornis)



Anorrhinus tickelliRostbauch-Hornvogel
(Anorrhinus tickelli)
Pycnonotus finlaysoniStreifenkehlbülbül
(Pycnonotus finlaysoni)



Pycnonotus melanicterusGoldbrustbülbül
(Pycnonotus melanicterus)
Pycnonotus flavescensGelbwangenbülbül
(Pycnonotus flavescens)



Irena puellaElfenblauvogel oder Türkisfeenvogel
(Irena puella)
Chloropsis cochinchinensisBlauflügel-Blattvogel
(Chloropsis cochinchinensis)



SchmetterlingeSchmetterlinge
SchmetterlingeSchmetterlinge



Schmetterling, eventuell Papilio helenuseventuell
Papilio helenus
Schmetterling, eventuell Papilio prexaspeseventuell
Papilio prexaspes



Lexias pardalismännlicher Schmetterling
(Lexias pardalis)
Tanaecia julii odilinaSchmetterling
(Tanaecia julii odilina)



Graphium agamemnonNeonsegelfalter
(Graphium agamemnon)
Vindula dejone erotellaSchmetterling
(Vindula dejone erotella)



Tirumala septentrionis septentrionis(Tirumala septentrionis septentrionis)
Tirumala septentrionis septentrionis(Tirumala septentrionis septentrionis)



Euploea coreGemeine Krähe oder Oleanderfalter
(Euploea core)
Potamarcha congenerMännliche Libelle
(Potamarcha congener)



Crocothemis servilia serviliaOrient-Feuerlibelle
(Crocothemis servilia servilia)
Orthetrum glaucumLibelle
(Orthetrum glaucum)



Ratufa bicolorSchwarzes Riesenhörnchen
(Ratufa bicolor)
Calotes emma emmaEmmas Schönechse
(Calotes emma emma)



Psammodynastes pulverulentus pulverulentusGewöhnliche Scheinviper
(Psammodynastes pulverulentus pulverulentus)
Psammodynastes pulverulentus pulverulentusGewöhnliche Scheinviper
(Psammodynastes pulverulentus pulverulentus)



Demanietta huahinThailändische Wasserfallkrabbe
(Demanietta huahin)
Demanietta khirikhanThailändische Wasserfallkrabbe
(Demanietta khirikhan)



ThyropygusDoppelfüßer, vermutlich ein Vertreter
der Gattung Thyropygus
ThyropygusDoppelfüßer, vermutlich ein Vertreter
der Gattung Thyropygus



Ceracris fasciataHeuschrecke
(Ceracris fasciata)
Sagra femorataein Blattkäfer, vermutlich
Sagra femorata



Muntiacus feaeTenasserim-Muntjak
(Muntiacus feae)
Hystrix brachyuraMalaiisches Stachelschwein
(Hystrix brachyura)



Macaca fascicularisLangschwanzmakak
(Macaca fascicularis)
Macaca fascicularisLangschwanzmakak
(Macaca fascicularis)



Das Verbreitungsgebiet der Südlichen Brillenlanguren (Trachypithecus obscurus) umfasst Myanmar, Thailand und Westmalaysia. Sie bevorzugen höher gelegene Primär- und Sekundärwälder. Ihre Körpergröße beträgt bis zu 60 cm zuzüglich einer Schwanzlänge von bis zu 85 cm. Die Männchen erreichen ein Gewicht von etwa 7 bis 8 Kilogramm, die Weibchen etwa ein Kilogramm weniger. Sie ernähren sich vorwiegend von Blättern, aber auch von Früchten und Blüten. Für die deutsche Bezeichnung "Brillen"-Langur sind die rundlichen weißen Zeichnungen um die Augen verantwortlich. Im Kaeng Krachan Nationalpark sind die Languren an vielen Stellen zu sehen, sowohl tagsüber als auch bei Eintritt der Dämmerung, wenn sie sich auf ihre Schlafplätze zurückziehen.



Trachypithecus obscurusSüdlicher Brillenlangur
(Trachypithecus obscurus)
Trachypithecus obscurusSüdlicher Brillenlangur
(Trachypithecus obscurus)



Trachypithecus obscurusSüdlicher Brillenlangur
(Trachypithecus obscurus)
Trachypithecus obscurusSüdlicher Brillenlangur
(Trachypithecus obscurus)



Trachypithecus obscurusSüdlicher Brillenlangur
(Trachypithecus obscurus)
Trachypithecus obscurusSüdlicher Brillenlangur
(Trachypithecus obscurus)



Trachypithecus obscurusSüdlicher Brillenlangur
(Trachypithecus obscurus)
Trachypithecus obscurusSüdlicher Brillenlangur
(Trachypithecus obscurus)



Trachypithecus obscurusSüdlicher Brillenlangur
(Trachypithecus obscurus)
Trachypithecus obscurusSüdlicher Brillenlangur
(Trachypithecus obscurus)



Trachypithecus obscurusSüdlicher Brillenlangur
(Trachypithecus obscurus)
Trachypithecus obscurusSüdlicher Brillenlangur
(Trachypithecus obscurus)



Etwa 15 Kilometer entfernt von Ban Krang Camp liegt das Khao Phanoen Thung Camp. Auch hier werden Übernachtungs- und Verpflegemöglichkeiten geboten. Phanoen Thung ist ein bekannter Aussichtspunkt. Berühmt ist der "Sea of fog", die Nebelbänke am frühen Morgen. Gegen 5 Uhr in der Früh sind wir mit einem Ranger in Ban Krang gestartet. Schon die Fahrt war beeindruckend. Die Strecke führt stetig bergauf, zunächst durch dichten Regenwald. Auf den Bäumen sitzen Brillenlanguren, die uns aufmerksam beobachten. Der zerstörte Bambus rechts und links des Weges und der frische Kot weist auf die nächtlichen Wanderungen der Elefanten hin. Jeder Kothaufen ist bevölkert von zahlreichen Schmetterlingen. Der Pranburi River wird mehrmals durchquert. Da er in der Nähe des Ban Kramp Camps entspringt, ist er hier nur wenige Meter breit. Weiter oben führt die Strasse vorbei an den Berghängen, die einen tollen Blick in die Täler ermöglichen.



Nebel in Phanoen Thung
Nebel in Phanoen Thung



Nebel in Phanoen Thung
Nebel in Phanoen Thung



Nebel in Phanoen Thung
Nebel in Phanoen Thung



Nebel in Phanoen Thung
Nebel in Phanoen Thung



Nebel in Phanoen Thung
Nebel in Phanoen Thung