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Bärenanlage

Eine Anlage für Lippenbären und Goldschakale



Der 1974 erstellte Bärenkäfig ist längst nicht mehr zeitgemäß und entspricht nicht den Vorstellungen einer artgerechten Haltung. Folgerichtig wurde er ausgemustert und dient heute als Picknickplatz für die Besucher. Die Lippenbären (Melursus ursinus) bewohnen seit 2009 zusammen mit den Goldschakalen (Canis aureus) eine 3.000 m² große Anlage. Im angeschlossenen Haus sind sieben Innenräume und eine Wurfbox vorhanden.

BärenkäfigDer alte Bärenkäfig
Neue BärenanlageDie neue Bärenanlage



Lippenbären weisen einige deutliche Unterschiede zu anderen Bären auf, die in ihrer Spezialisierung auf Insektennahrung begründet sind. Dazu zählen die verlängerten Lippen, die verlängerte schmale Zunge, die verschließbaren Nasenlöcher und das Fehlen des inneren Paares der oberen Schneidezähne. Die Backenzähne sind auffallend breit und flach. Um an ihre Lieblingsspeise die Termiten zu gelangen, reißen sie den Termitenhügel mit den Krallen auf, blasen den Staub weg und stecken die Schnauze hinein. Durch kräftiges Einziehen der Luft saugen sie ihre Beutetiere heraus. Die lange Zunge hilft beim Auflecken ihrer Nahrung. Ameisen, Bienen, Blüten, Früchte und Honig runden das Nahrungsspektrum ab.

Lippenbären sind in Indien und Sri Lanka zuhause. Darüber hinaus sind geringe Populationen in Bangladesch, Bhutan und Nepal ansässig. Die Männchen können eine Kopfrumpflänge von bis zu 180 cm, eine Schulterhöhe von ca. 90 cm und ein Gewicht von 140kg erreichen. Die kleineren Weibchen erreichen ca. 95 kg.

Melursus ursinusLippenbär
(Melursus ursinus)
Melursus ursinusLippenbär
(Melursus ursinus)
Melursus ursinusLippenbär
(Melursus ursinus)
Melursus ursinusLippenbär
(Melursus ursinus)



Das Verbreitungsgebiet der Goldschakale umfasst das südliche Asien, den Nahen und Mittleren Osten und weite Gebiete im nördlichen und westlichen Afrika. In Europa sind die Schakale im Balkan, Norditalien und Österreich anzutreffen. Sie bevorzugen unterholzreiche Wälder, großräumige Feuchtgebiete oder Flächen mit dichtem Gestrüpp. Ihr Nahrungsspektrum besteht vorwiegend aus Nagern und Kleinsäugern. Als wichtigster Feind der Goldschakale gelten die Wölfe. Die Anwesenheit eines Wolfsrudels führt in der Regel zur Abwanderung einer Schakalfamilie. Umgekehrt breiten sich Schakale zunehmend in Gebieten aus, aus denen sich Wölfe zurückziehen.

Canis aureusGoldschakal
(Canis aureus)
Canis aureusGoldschakal
(Canis aureus)



Auf dem Rundweg um die Bärenanlage sind verschiedene Pflanzen zu sehen, die beerenartige Früchte tragen. Im Innenhaus wird "das bärfekte Dinner" gezeigt. Die Bienen produzieren mit ihrem Honig die Leibspeise der Bären. Außerdem können Weberameisen (Polyrhachis dives), Riesenschaben, Grillen und Kongo-Rosenkäfer (Pachnoda marginata peregrina) beobachtet werden.

Polyrhachis divesSchwarze Weberameisen
(Polyrhachis dives)
Pachnoda marginata peregrinaKongo-Rosenkäfer
(Pachnoda marginata peregrina)



Der Naturzoo im Überblick
Fläche (ha):13
Tierarten:100
Tiere:1.000
 
Webseite:Link
Datenblatt VdZ:Link
 
Unser letzter Besuch:06-2012