Reptilia - Die Systematik der Reptilien

Die Systematik der Reptilien (Reptilia) mit Krokodilen, Schnabelköpfen, Schuppenkriechtieren und Schildkröten

Drusenkopf (Conolophus subcristatus)

Die Reptilien oder Kriechtiere (lat. reptilis „kriechend“) sind eine Gruppe von Landwirbeltieren. Das kennzeichnendste Merkmal der rezenten Reptilien ist ihre trockene, schleimlose, aus Hornschuppen bestehende Körperbedeckung.

Von Vögeln und Säugetieren unterscheiden sie sich durch das Fehlen von Federn bzw. Haaren. Typisch sind der lange Schwanz und das Laufen auf vier Beinen. Diese Merkmale waren schon bei den Vorfahren der Reptilien vorhanden. Fossile Überlieferungen gehen auf einen Zeitraum von ca. 315 Mio. Jahre zurück. Einige Echsen und die Schlagen weichen von diesem urtümlichen Bauplan ab. Ihre Beine und Extremitätengürtel sind zurückgebildet. Hals, Rumpf und Schwanz gehen ansatzlos ineinander über.

Im Unterschied zu den Amphibien sind die Reptilien reine Lungenatmer, es gibt also kein Larvenstadium mit Kiemenatmung. Alle noch lebenden Arten sind wechselwarm, d.h. sie müssen ihre Körpertemperatur durch äußere Einflüsse regulieren, zum Beispiel durch gezieltes Sonnenbaden. Die meisten Reptilien legen Eier, einige wenige sind lebendgebärend bzw. eierlebendgebärend.

Strukturiert werden die Reptilien in 4 Ordnungen.

Klasse Reptilia (Reptilien) [LAURENTI, 1768]

  • Ordnung Crocodylia (Krokodile) [OWEN, 1842] bilder
    • mit Alligatoren, Krokodilen und Gavialen
  • Ordnung Rhynchocephalia (Schnabelköpfe) [WILLISTON, 1925] bilder
    • mit der Brückenechse als einzige rezente Art
  • Ordnung Squamata (Schuppenkriechtiere) [OPPEL, 1811]
    • mit Eidechsen, Geckos, Skinken, Tejus, Waranen, Agamen, Chamäleons, Leguanen und Schlangen
  • Ordnung Testudinata (Schildkröten) bilder