Ecuador

Ecuador gilt als das artenreichste Land der Erde. Im Verhältnis zur Landesgröße existieren überdurchschnittlich viele Tier- und Pflanzenarten. Wir besuchten das Naturschutzgebiet in Mindo–Nambillo, das Bellavista Cloud Forest Reserve, die Isla de la Plata, das ecuadorianische Amazonasgebiet und den Nationalpark Galápagos.


Das Naturschutzgebiet Mindo–Nambillo

Grünkronennymphe (Thalurania fannyi verticeps)Mindo–Nambillo ist ein Naturschutzgebiet auf Höhe der Äquatorlinie, ca. 2,5 Autostunden nordwestlich von Quito. Es ist 19.200 Hektar groß und umfasst drei verschiedene Öko-Systeme: Andenwälder, subtropische Wälder und Bergnebelwälder. Beginnend auf einer Höhe von 1.200 Metern erstreckt sich das Gebiet bis auf eine Höhe von 4.780 Meter. Es gilt als eine der artenreichsten Regionen der Welt. weiterlesen


Bellavista Cloud Forest Reserve

Ein Kolibri im Regen (-wald)Am Rande des Mindo-Nambillo Naturschutzgebiets hat ein britisch-kolumbianisches Paar 1991 eine 55 Hektar große Farm übernommen und diese zu einem 700 Hektar großen Schutzgebiet umgestaltet und kontinuierlich ausgebaut.

In einer Höhe von 1.650 bis 2.300 Metern befinden sich Trails in einer Gesamtlänge von etwa 10 km. weiterlesen


Isla de la Plata (Silberinsel)

BlaufußtölpelAngeblich war es Sir Francis Drake, der Ende des 16. Jahrhunderts eine spanische Galeone angriff, die erbeuteten Silberbarren auf die Insel brachte und so der Insel zu ihrem Namen "Silberinsel" verhalf. Eine andere Theorie besagt, es sei das Guano, das in der Nacht silbern leuchtet.
Wie auch immer, Mähnenrobben, Fregattvögel, Albatrosse und alle drei Boobie-Arten (Blaufußtölpel, Rotfußtölpel und Nazcatölpel) machen die Insel interessant. Dazu kommen die Schlankdelfine (Stenella attenuata), die sich gerne in unmittelbarer Nähe zur Insel aufhalten und bis zu 11 verschiedene Walarten, die von Juni bis Oktober durch die Gewässer ziehen. weiterlesen


Sacha Lodge

Pristimantis limoncochensisZu Besuch im 2000 Hektar großen Schutzgebiet im ecuadorianischen Amazonasgebiet, an einem kleinen Schwarzwassersee mitten im Regenwald.

Im Umfeld der Sacha Lodge ist die Artenvielfalt außergewöhnlich hoch. 600 Vogelarten wurden bereits gesichtet, das sind 7% aller Vogelarten weltweit. Neben den verschiedenen Affenarten wie Zwergseidenäffchen, Schwarzrückentamarinen und Brüllaffen gibt es 50 Fledermausarten und 60 weitere Säugetiere, wie zum Beispiel Ameisenbären, Dreizehenfaultiere und Pekaris. Dazu kommen Amphibien, Reptilien und Gliedertiere. weiterlesen


Die Galápagos-Inseln

Schildkröte mit sattelförmigem PanzerDie offizielle Bezeichnung der Inseln lautet "Archipiélago de Colón" (Kolumbusarchipel).

Der Name "Galápagos" geht zurück auf die ersten Karten, die 1570 gezeichnet wurden. Die Inseln wurden damals als "Insulae de los Galopegos" (Inseln der Schildkröten) bezeichnet.

Das spanische Wort Galápago bedeutet "Wulst-Sattel" und beschreibt den Schildkrötenpanzer, der bei einigen Galápagos-Riesenschildkröte im Nackenbereich wie ein Sattel aufgewölbt ist. weiterlesen


Die Tierwelt im Nationalpark Galápagos

Drusenkopf (Conolophus subcristatus) auf Seymour NorteDie Galapagos-Inseln sind bekannt für ihre einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Im Laufe der Jahrtausende entwickelten die Tiere besondere Eigenheiten. Die Kormorane (Phalacrocorax harrisi) haben ihre Flugfähigkeit verloren und die Meerechse sind die weltweit einzige Echsenart, die ihre Nahrung im Meer sucht und Algen unter Wasser frisst.

Viele Tiere unterscheiden sich signifikant von ihren Verwandten auf dem Festland und werden heute als eigene Art oder Unterart geführt. Wesentliche Impulse für die Evolutionstheorie stammen von den Tieren der Galápagos-Inseln. weiterlesen


Die Charles-Darwin-Forschungsstation

Charles DarwinDie Charles-Darwin-Forschungsstation (Charles Darwin Research Station) befindet sich in Puerto Ayora auf der Galápagos-Insel Santa Cruz.

Neben der wissenschaftlichen Forschung wird umfangreiches Informationsmaterial über die Entstehung und Besiedlung der Inseln, deren Artenvielfalt sowie über aktuelle Probleme und deren Lösungsansätze angeboten.

Auf dem Gelände sind verschiedene Informationsschwerpunkte eingerichtet, u.a. zu den Leguanen, den Schildkröten, den Darwin-Finken und natürlich zu Charles Darwin selbst. weiterlesen


El Muro de las Lágrimas - Die Mauer der Tränen

Charles DarwinEine wunderbare Wanderung auf der Galápagos-Insel Isabela. Der Weg führt zunächst parallel zum Strand. Dort und an der Lagune von Los Diablos und den angrenzenden Wasserflächen sind viele Vogelarten zu sehen. Man begegnet den Meerechsen, den kleinen Lava-Echsen und den großen Riesenschildkröten.

Unterwegs gibt es weitere Lagunen, Lavatunnel und interessante Aussichtspunkte mit einer tollen Fernsicht.

Am Ende des Weges wartet eines der grausamsten Zeugnisse aus vergangenen Tagen. El Muro de las Lágrimas - Die Mauer der Tränen: weiterlesen