Phyllium siccifolium
Wandelndes Blatt (Phyllium siccifolium)
Name
- Wissenschaftliche Bezeichnung:
- Phyllium siccifolium
- Common Name:
- Linnaeus' Leaf Bug oder Linnaeus' Leaf Insect
- Deutsche Bezeichnung:
- Wandelndes Blatt
- erstmals beschrieben:
- 1758 von Carl Linnæus (Carl von Linné) (1707-1778)
- Phyllium siccifolium wird in der Phasmid Study Group unter der Nummer 76 geführt
Merkmale
- optimale Tarnung durch die Nachahmung eines Laublattes (Mimese) mittels eines blattartigen Körperbaus und Körperanhängen (Loben) an den Beinen
- nachtaktiv. tagsüber können die Tiere mehrere Stunden regungslos verharren, verhalten sich dabei wie ein Blatt, das sich im Wind bewegt
- Flügel sind vorhanden, die Männchen können fliegen.
- Die Weibchen werden bis zu 10 cm groß und sind mit knapp 3 cm deutlich breiter als die Männer
- Die Männchen erreichen nur ca. 5 bis 6 cm an Körpergröße und sind erheblich schmaler als die Weibchen
Weibchen (links), Männchen (rechts)
Systematik
- Klasse: Insekta (Insekten)
- Unterklasse: Pterygota (Fluginsekten)
- Ordnung: Phasmatodea (Gespenstschrecken)
- Familie: Phylliidae
- Unterfamilie: Phylliinae (Wandelnde Blätter)
- Gattung: Phyllium
- Art: Phyllium siccifolium [LINNAEUS, 1758]
Natürlicher Lebensraum
- Philippinen, Malaysia, Indien
- bevorzugt auf Sträuchern
Terrarien-Einrichtung
- Das Terrarium sollte eine Höhe von mindestens 60 cm aufweisen um den Tieren genügend Bewegungsfreiraum zu bieten
- Zimmertemperatur und Zimmerhelligkeit reichen aus
- Eine gute Belüftung sicherstellen, z.B. durch Terrarien, die nicht vollständig aus Glas gefertigt sind
- Beim regelmäßigen Sprühen vorsichtig sein. Nicht die Tiere direkt ansprühen und darauf achten, dass keine Staunässe entsteht.
- Luftfeuchtigkeit 60-80%
- Temperatur ca. 25 Grad
Ernährung
- Himbeer-, Brombeer- und Rosenblätter
- Eichenlaub
- Vertrocknete oder gar schimmelige Äste und Laub sofort entfernen
- Das Wasser in denen die Zweige eingestellt sind, sollte häufig gewechselt werden. Altes oder faulendes Wasser, dass durch die Zweige aufgesogen und dann über die Blätter aufgenommen wird, kann für die Tiere schädlich sein.
- Die Futterzweige in ein enges Gefäß stellen bzw. in ein Gefäß, das nach oben hin abgedichtet wird. Gelangen die Tiere ins Wasser, besteht die Gefahr des Ertrinkens.
Eiablage und Entwicklung der Nymphen
- Etwa 3-4 Wochen nach der letzten Häutung beginnen die adulten Weibchen mit der Eiablage
- Im Laufe ihres Lebens legt ein Weibchen ca. 150 Eier ab
- Die Eier können im Terrarium verbleiben oder in einen Inkubator überführt werden.
- Die Nymphen schlüpfen nach 4 bis 8 Monaten
- Die bräunliche Färbung der Nymphen wandelt sich zügig in das typische Grün
