Heteropteryx dilatata

Haltung und Zucht der Malaiischen Riesengespenstschrecke

Drohgebährde einer weiblichen Malaiischen Riesengespenstschrecke

Die Malaiische Riesengespenstschrecke der einzige Vertreter der Gattung Heteropteryx. Ihr natürliches Vorkommen ist begrenzt auf Westmalaysia und Thailand.

Die weiblichen Tiere zählen mit einem Gewicht von bis zu 70 g zu den schwersten Phasmiden. Sie werden 14 bis 17 cm lang. Die Flügelpaare sind beide verkürzt, daher sind sie nicht flugfähig. Kopf, Körper und Beine sind mit Dornen ausgestattet.

Die männlichen Tiere sind wesentlich schlanker und bleiben mit 9 bis 13 cm deutlich kleiner. Sie haben zwei Flügelpaare, mit denen sie in der Lage sind, Gleitflüge durchzuführen.

Spektakulär sind die Drohgebärden. Der Hinterleib wird aufgerichtet und die beiden Hinterbeine werden dem Angreifer entgegen gestreckt.


Das Terrarium sollte eine angemessene Höhe haben, damit bei mindestens 15 cm Bodengrund genügend Lebensraum nach oben verbleibt. Der Bodengrund ist wichtig, damit die Weibchen ausreichende Möglichkeiten haben, die Eier im Boden abzulegen. Wir lassen die Eier in der Erde und überführen sie nicht in den Inkubator, denn die Inkubationstemperatur ist nahezu identisch mit der Tagestemperatur von 22 bis max. 30 Grad. Als Bodengrund verwenden wir ein Gemisch aus lehmigem Sand (ca. 1/3) und Erde (ca. 2/3). Zimmertemperatur und Zimmerhelligkeit reichen i.d.R. aus. Steht das Terrarium an einem warmen und hellen Platz, kann sogar auf eine künstliche Wärmequelle verzichtet werden.

Heteropteryx dilatata (weiblich)
Weibchen

Heteropteryx dilatata (weiblich)
Weibchen

Heteropteryx dilatata (weiblich)
Weibchen

Heteropteryx dilatata (männlich)
Männchen

Heteropteryx dilatata (männlich)
Männchen

Heteropteryx dilatata (männlich)
Männchen

Heteropteryx dilatata (männlich)
Männchen

Heteropteryx dilatata (männlich)
Männchen

Wir versorgen die Tiere nahezu ausschließlich mit den Blättern der Brombeere. Diese sind ganzjährig verfügbar. Selbst in den Wintermonaten gibt ausreichend viele grüne Blätter. Alternativ können auch Eichenlaub oder Himbeerblätter verfüttert werden. Die Futterzweige werden in ein enges Gefäß gestellt. Breitere Gefäße werden an der Öffnung abgedichtet um zu verhindern, dass insbesondere junge Tiere hineinfallen und ertrinken. Wir ersetzen die Zweige wöchentlich durch frische. Zudem wird faulendes Laub und abgestandenes Wasser umgehend entfernt. Die Pflanzen werden regelmäßig gesprüht, um den Tieren ausreichend Trinkwasser sicherzustellen.

Heteropteryx dilatata (weiblich)
Weibchen

Heteropteryx dilatata (weiblich)
Weibchen

Heteropteryx dilatata (weiblich)
Weibchen

Eier
Eier