Stilpnochlora couloniana

Haltung und Zucht der Riesen-Blattschrecke (Stilpnochlora couloniana)

Stilpnochlora couloniana

Das Verbreitungsgebiet von Stilpnochlora couloniana erstreckt sich von Florida in südlicher Richtung über die karibischen Inseln bis Costa Rica, Panama und Kolumbien und in südwestlicher Richtung bis Mexiko. Sie bewohnen das Blätterwerk von Büschen und Bäumen. 

Die Weibchen erreichen eine Körpergröße von 4 cm, zusammen mit den Flügel ergibt sich eine Gesamtlänge von 7-8 cm. Die Männchen sind etwa 1 cm kleiner. Die Hinterbeine sind zum Springen gut ausgerüstet. Die adulten Tiere verhalten sich bei Störungen zunächst abwartend, dann springen sie und fliegen davon. Die Jungtiere sind nicht so gelassen, sie springen schon bei der geringsten Störung.


Das Terrarium sollte eine angemessene Größe haben, damit die Tiere ihren Bewegungsdrang ausleben können. Als Bodengrund verwenden wir ein Gemisch aus lehmigem Sand (ca. 1/3) und Erde (ca. 2/3). Der Bodengrund spielt keine so wichtige Rolle, da die Weibchen die Eier nicht in die Erde legen oder auf die Erde fallen lassen. Sie kleben Ootheken an Äste oder Blätter, in denen sich die Eier befinden. Daher sollte man bei der Einrichtung des Terrariums geeignete Stellen zum Ankleben der Ootheken anbieten.

Vorsicht ist geboten beim Auswechseln von Futterzweigen oder anderen Einrichtungsgegenständen, damit Ootheken nicht versehentlich entfernt werden. Die Jungtiere schlüpfen nach ungefähr 2 Monaten. Sie haben einen breiten schwarzen Streifen auf dem Rücken und gestreifte Sprungbeine. Diese optischen Besonderheiten werden sie später verlieren. Die Lebenserwartung der Blattschrecken liegt bei ca. 1 Jahr.

Stilpnochlora couloniana
Stilpnochlora couloniana

Stilpnochlora couloniana
Stilpnochlora couloniana

Stilpnochlora couloniana (Jungtier)
Jungtier

Stilpnochlora couloniana (Jungtier)
Jungtier

Wir versorgen die Tiere nahezu ausschließlich mit den Blättern der Brombeere. Diese sind ganzjährig verfügbar. Selbst in den Wintermonaten gibt es ausreichend viele grüne Blätter. Alternativ können auch Eichenlaub oder Himbeerblätter verfüttert werden.

Die Futterzweige werden in ein enges Gefäß gestellt. Breitere Gefäße werden an der Öffnung abgedichtet um zu verhindern, dass insbesondere junge Tiere hineinfallen und ertrinken. Wir ersetzen die Zweige wöchentlich durch frische.

Zudem wird faulendes Laub und abgestandenes Wasser umgehend entfernt. Die Pflanzen werden regelmäßig gesprüht. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei 70-90% liegen, die Tages-Temperatur bei etwa 24 bis 27°C.