Der Helmkopfgecko

Aufzucht und Haltung von Helmkopfgeckos (Tarentola chazaliae)

Helmkopfgeckos sind nacht- und dämmerungsaktive Geckos von der Westküste Afrikas. Sie kommen vor in den Küstenländern Marokko, Westsahara, Mauretanien und Senegal. Sie werden etwa 10 cm groß, davon entfallen 4 cm auf die Schwanzlänge. Die verbleibenden 6 cm teilen sich der recht breite Körper und der deutlich abgesetzte Kopf. An den Bauchseiten werden Fettreserven gespeichert.

Am hinteren Teil des Kopfes befinden sich helmähnlichen Höckerschuppen, daher der deutsche Name "Helmkopfgecko".

Bevorzugter Lebensraum der Helmkopfgeckos sind Dünen sowie Fels- und Steinwüsten. Sie ernähren sich hauptsächlich von Gliederfüßern.


Untersuchungen (vgl. The pupils and optical systems of gecko eyes) haben gezeigt, dass Helmkopfgeckos lichtempfindlichen Augen haben und nachts Farben erkennen können.

Eine weitere Besonderheit ist ihr Verhalten bei Bedrohung. Zunächst versuchen sie ,sich durch lautstarkes "Quäken" zu schützen. Reicht das nicht aus, wird der Gegner angesprungen und kurz gebissen. Dieser Überraschungsangriff soll den Angreifer verblüffen und einen ausreichenden Vorsprung zur Flucht verschaffen.


Terrarienhaltung


Tarentola chazaliae (Helmkopfgecko) Tarentola chazaliae (Helmkopfgecko) Tarentola chazaliae (Helmkopfgecko) Tarentola chazaliae (Helmkopfgecko)

Der natürliche Lebensraum der Tiere gibt konkrete Anhaltspunkte für eine geeignete Terrarieneinrichtung. Dünen, Fels- und Steinwüsten lassen sich mit einem sandigen Boden und Steinaufbauten nachbilden. Helmkopfgeckos schlafen tagsüber häufig im Freien und verlassen sich dabei auf ihre Tarnung. Die Einrichtung sollte diese Tarnung unterstützen, z.B. durch farblich passendes Holz oder Kork. Trotzdem sind Versteckmöglichkeiten notwendig. Hohe oder steile Aufbauten sind wenig sinnvoll, da die Geckos keine guten Kletterer sind.

Die Temperatur liegt tagsüber bei 25-28°C, nachts bei ca. 18-20°C. Morgens ist Sprühen noch vor Einschalten des Lichts ratsam. Das simuliert die Frühnebel in Küstennähe und ermöglicht die Aufnahme von Feuchtigkeit von Pflanzen oder Einrichtungsgegenständen. Trinkgefäße werden selten genutzt.