Aquarium GEOMAR in Kiel

Das Schauaquarium des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel

Das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel ist eine der weltweit führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der Meeresforschung. Das GEOMAR erforscht den globalen Ozean vom Meeresboden bis in die Atmosphäre und deckt dabei ein einzigartiges Spektrum von physikalischen, chemischen, biologischen und geologischen Prozessen ab. Zu den Forschungsbereichen gehören Ozeanzirkulation und Klimadynamik, Marine Biogeochemie, Marine Ökologie und die Dynamik des Ozeanbodens. Dazu wird eine leistungsfähige Infrastruktur benötigt. GEOMAR verfügt über zwei eigene Forschungsschiffe, Unterwasserroboter, autonome Unterwasserfahrzeuge und verschiedene Langzeitobservatorien. Ergänzend dazu gibt es eine europaweit führende Ausstattung in der Laborinfrastruktur, Zugang zu leistungsfähigen Großrechnern und eine der größten meereswissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland. Das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel ist eine Stiftung des Öffentlichen Rechts mit etwa 1.000 Mitarbeitern. Die Trägerschaft liegt beim Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit einem Finanzierungsanteil von 90% und dem Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein mit einem Finanzierungsanteil von 10%. Quelle: geomar.de

Das Aquarium verfolgt das Ziel, insbesondere die einheimischen Bewohner aus Ost- und Nordsee zu zeigen. Darüber hinaus sind Arten aus dem Mittelmeer und den Tropen zu sehen. Es ist mit 350 Quadratmetern ein recht kleines Aquarium. Dafür wird man aber mit einigen interessanten Tierarten belohnt - und das zu einem erfreulich niedrigen Eintrittspreis von nur drei Euro (in 2026). Betrieben wird das Aquarium seit 1972. Eine Modernisierung erfolgte in 2008.

Aquarium GEOMAR
Karte©
Unser letzter Besuch: 08/2026     webseite.png

Die Außenanlage des Seehundebeckens befindet sich direkt an der Kiellinie und ist somit rund um die Uhr einsehbar. Es fasst ein Volumen von 250.000 Liter. Stündlich werden 50.000 Liter durch frisches, direkt aus der Kieler Förde stammendem Ostseewasser ersetzt. Das Innengehege ist für Besucher nicht einsehbar. Somit haben die Seehunde jederzeit die Möglichkeit sich zurückzuziehen. Zum Zeitpunkt unseres Besuchs lebten hier vier Ostatlantische Seehunde (Phoca vitulina vitulina), die auch Europäische Seehunde genannt werden.

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Ostatlantischer Seehund
(Phoca vitulina vitulina)

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Ostatlantischer Seehund
(Phoca vitulina vitulina)

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Ostatlantischer Seehund
(Phoca vitulina vitulina)


Bewohner aus Ostsee, Nordsee und Mittelmeer

Der Rundgang im Aquarium beginnt mit den Bewohnern der Ostsee. Die Gestaltung der Becken hat einen starken Bezug zur näheren Umgebung. Zu sehen sind eine authentisch gestaltete Seegraswiese und Nachbauten der Mole in Kiel-Schilksee, der Steiner Mole und des Nord-Ostsee-Kanals mit realen Temperatur,- Wasser- und Lichtbedingungen. Das Wasser für den Ostseekreislauf wird direkt aus der Kieler Förde gewonnen. Insgesamt zirkulieren 50.000 Liter Seewasser mit Temperaturen zwischen 10 und 14 ºC. Der Salzgehalt beträgt 1,4 bis 2,0 Prozent. In den Nordseebecken leben u.a. Kabeljau, Pollack, Petermännchen, Katzenhaie, Nagelrochen, Seesterne und Seeigel. Im Nordseekreislauf zirkulieren insgesamt 30.000 Liter Seewasser. Dazu wird das aufbereitete Ostseewasser verwendet, wobei der Salzgehalt auf 2,8 bis 3,5 Prozent angereicht wird. Auch das Mittelmeer-Schaubecken verfügt über ein eigenes Kreislaufsystem. Die 12.000 Liter benötigen eine Temperatur von 18 bis 25 ºC bei einem Salzgehalt von 3,0 bis 3,7 Prozent.

Scyliorhinus stellaris
Großgefleckter Katzenhai
(Scyliorhinus stellaris)

Clupea harengus
Atlantische Heringe
(Clupea harengus)

Gadus morhua
Dorsch oder Atlantischer Kabeljau
(Gadus morhua)

Dicentrarchus labrax
Europäischer Wolfsbarsch
(Dicentrarchus labrax)

Pollachius pollachius
Pollack oder Steinköhler
(Pollachius pollachius)

Coregonus maraena
Ostseeschnäpel
(Coregonus maraena)

Trachinus draco
Große Petermännchen
(Trachinus draco)

Chelon labrosus
Dicklippige Meeräsche
(Chelon labrosus)

Callionymus lyra
Europäischer Leierfisch
(Callionymus lyra)

Sparus aurata
Goldbrasse oder Dorade
(Sparus aurata)

Ctenolabrus rupestris
Klippenbarsch
(Ctenolabrus rupestris)

Labrus bergylta
Gefleckter Lippfisch
(Labrus bergylta)

Zoarces viviparus
Europäische Aalmutter
(Zoarces viviparus)

Syngnathus acus
Große Seenadeln
(Syngnathus acus)

Spinachia spinachia
Seestichling
(Spinachia spinachia)

Myoxocephalus scorpius
Seeskorpion
(Myoxocephalus scorpius)

Raja clavata
Nagelrochen
(Raja clavata)

Carcinus aestuarii
Mittelmeer-Strandkrabbe
(Carcinus aestuarii)

Hyas araneus
Nordische Seespinne
(Hyas araneus)

Zeugopterus punctatus
Haarbutt
(Zeugopterus punctatus)

Anemonia sulcata
Wachsrose
(Anemonia sulcata)

Agonus cataphractus
Steinpicker
(Agonus cataphractus)

Aurelia aurita
Ohrenquallen
(Aurelia aurita)

Asterias rubens
Gemeiner Seestern
(Asterias rubens)

Crossaster papposus
Gemeiner Sonnenstern
(Crossaster papposus)


Die bunte Unterwasserwelt der Tropen

In den tropischen Schaubecken bilden Anemonen, Weich- und Steinkorallen den typischen Lebensraum für Doktor-, Drücker-, Kaninchenfische und weitere Bewohner. 7.000 Liter Wasser werden täglich durch das Kreislaufsystem gepumpt und gereinigt. Für ideale Lebensbedingungen werden Temperaturen von 25 bis 28 ºC und ein Salzgehalt von 3,3 bis 3,8 Prozent benötigt.

Siganus javus
Java-Kaninchenfisch
(Siganus javus)

Siganus guttatus
Goldfleck-Kaninchenfisch
(Siganus guttatus)

Parachaetodon ocellatus
Fünfbinden-Falterfisch
(Parachaetodon ocellatus)

Melichthys vidua
Witwen-Drückerfisch
(Melichthys vidua)

Zebrasoma scopas
Brauner Segelflossen-Doktor
(Zebrasoma scopas)

Pseudanthias squamipinnis
Juwelenfahnenbarsch
(Pseudanthias squamipinnis)

Hippocampus reidi
Karibik-Seepferdchen
(Hippocampus reidi)

Seenadeln
Gelbband-Seenadel
(Dunckerocampus pessuliferus)

Pterapogon kauderni
Banggai-Kardinalbarsche
(Pterapogon kauderni)

Zebrasoma velifer
Pazifischer Segelflossen-Doktorfisch
(Zebrasoma velifer)

Sargocentron spiniferum
Großdorn-Husarenfisch
(Sargocentron spiniferum)

Paracanthurus hepatus
Paletten-Doktorfisch
(Paracanthurus hepatus)


Hinweis Hinweis:
Die Bilder aus dem Aquarium GEOMAR haben wir bei zwei Besuchen in 2026 gesammelt. Es ist möglich, dass die eine oder andere Art heute nicht mehr zu sehen ist.