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Tribolonotus gracilis

Orangeaugen-Helmskink



Name

  • Wissenschaftliche Bezeichnung: Tribolonotus gracilis
  • D Orangeaugen-Helmskink
  • UK Red-Eyed Crocodile Skinks
  • E Escinco cocodrilo



Tribolonotus gracilisTribolonotus gracilis



Merkmale

  • Die auffällige rot-orange Färbung um die Augen ist verantwortlich für die Bezeichnung "Orangeaugen"-Helmskink
  • Der Rücken ähnelt dem Panzer eines Krokodils, daher wird umgangssprachlich die Bezeichnung "Buschkrokodil" verwendet
  • Größe bis ca. 20 cm
  • dämmerungs- und nachtaktiv
  • Bodenbewohner
  • sehr scheue Tiere, die sich gerne unter Blättern, Ästen oder Korkrinden verstecken
  • verharren oft, wenn man den Raum betritt oder sie sich gestört fühlen
  • sehr empfindlich gegenüber hohen Temperaturen oder Trockenheit



Tribolonotus gracilisTribolonotus gracilis
Tribolonotus gracilisTribolonotus gracilis



Systematik

  • Klasse: Reptilia (Reptilien)
  • Ordnung: Squamata (Schuppenkriechtiere)
  • Unterordnung: Lacertilia (Echsen)
  • Zwischenordnung: Scincomorpha (Skinkartige)
  • Familie: Scincidae (Skinke)
  • Gattung: Tribolonotus (Helmskinke)
  • Art: Tribolonotus gracilis (Orangeaugen-Helmskink oder Rotaugen-Helmskink) [DE ROOIJ, 1909]
  • Erstmals beschrieben: 1909 von Petronella Johanna Nelly de Rooij (1883-1964)

Natürlicher Lebensraum

  • Papua-Neuginea, Neukaledonien
  • Die Skinke leben bevorzugt im Unterholz in der Nähe von Gewässern
  • Sie gelten als ausgezeichnete Schwimmer und können so bei Gefahr flüchten



Tribolonotus gracilisTribolonotus gracilis
Tribolonotus gracilisTribolonotus gracilis



Geschlechtsunterschiede

  • Bei den Männchen befinden sich helle, fast weiße Poren zwischen der 3. und 4. Zehe der Hinterbeine
  • Bei den Männchen geht die dunkle Schwanzfärbung auf der Bauchseite langsam in einen helleren Farbton über, bei den Weibchen gibt es einen abrupten Farbwechsel

Terrarien-Einrichtung

  • Regenwaldterrarium mit feuchtem Substrat (Erde, Humus, Moos)
  • viele Versteckmöglichkeiten schaffen (z.B. Korkrinden, Steinaufbauten, Wurzeln)
  • Temperatur tagsüber bis max. 25°C, nachts ca. 20°C
  • Luftfeuchtigkeit 80-90%
  • großzügiger Wasserteil mit einer Tiefe von bis zu 15 cm



Tribolonotus gracilisTribolonotus gracilis
Tribolonotus gracilisTribolonotus gracilis



Tribolonotus gracilisTribolonotus gracilis
Tribolonotus gracilisTribolonotus gracilis



Ernährung

  • Grillen, Heimchen, Wachsmotten, Zophobas
  • Regenwürmer, Raupen, Schnecken
  • eher zurückhaltend füttern, 2 bis max. 3 mal pro Woche reicht völlig aus



Eiablage und Inkubation

  • Geschlechtsreife Tiere haben einen auffälligen gelben Fleck am Kinn. Die Männchen werden im Alter von ca. 3 Jahren geschlechtsreif, die Weibchen erst 1 bis 2 Jahre später.
  • Die Weibchen legen jeweils nur 1 Ei ab. Es wird vermutet, dass Eierstock und Eileiter auf der linken Seite verkümmert sind und daher kein zweites Ei ausgebildet werden kann [vgl. OBST et al. 1984].
  • Der Abstand zwischen zwei Eiablagen beträgt etwa 9-10 Wochen
  • Die Inkubation dauert ca. 70-90 Tage, bei einer Temperatur von 24-26°C



Aufzucht der Jungtiere

  • Für die Jungtiere gelten prinzipiell die gleichen Bedingungen wie für die adulten Tiere
  • Die Jungtiere getrennt von den Eltern aufziehen und ein "Kind gerechtes" Terrarium einrichten. Im Gegensatz zu den adulten Tieren besteht die Gefahr, dass die unerfahrenen Jungtiere ertrinken, daher dürfen keine großflächigen und keine zu tiefen Wasserbehältnisse vorhanden sein



Ein EiEi
Jungtier beim SchlüpfenJungtier beim Schlüpfen



Gerade geschlüpftes JuntierKurzer Zwischenstopp ...
Jungtier im Aufzucht-Terrarium ... dann geht es ins Aufzucht-Terrarium



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