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Tribolonotus gracilis

— abgelegt unter:

Orangeaugen-Helmskink

Name

tribolonotus gracilis
  • Wissenschaftliche Bezeichnung:
    • Tribolonotus gracilis
  • Common Name:
    • crocodile skink
  • Deutsche Bezeichnung:
    • Orangeaugen-Helmskink oder Buschkrokodil
    • Die auffällige rot-orange Färbung um die Augen ist verantwortlich für die Bezeichnung "Orangeaugen"-Helmskink
    • Der Rücken ähnelt dem Panzer eines Krokodils, daher wird umgangssprachlich die Bezeichnung "Buschkrokodil" verwendet
  • Spanische Bezeichnung:
    • escinco cocodrilo
  • Erstmals beschrieben:
    • 1909 von Petronella Johanna Nelly de Rooij (1883-1964)

 

Schutzstatus

  • Gefährdungsstufe gemäß der Roten Liste (IUCN): keine
  • Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES): kein Schutzstatus
  • EU-Artenschutzverordnung: (EG) Nr. 318/2008: Anhang D
  • streng bzw. besonders geschützt nach BNatSchG : nein

 

Merkmale

  • Größe bis ca. 20 cm
  • dämmerungs- und nachtaktiv
  • Bodenbewohner
  • sehr scheue Tiere, die sich gerne unter Blättern, Ästen oder Korkrinden verstecken
  • verharren oft, wenn man den Raum betritt oder sie sich gestört fühlen
  • sehr empfindlich gegenüber hohen Temperaturen oder Trockenheit

    tribolonotus gracilis tribolonotus gracilis

 

Systematik

  • Klasse: Reptilia (Reptilien)
  • Ordnung: Squamata (Schuppenkriechtiere)
  • Unterordnung: Lacertilia (Echsen)
  • Zwischenordnung: Scincomorpha (Skinkartige)
  • Familie: Scincidae (Skinke)
  • Gattung: Tribolonotus (Helmskinke)
  • Art: Tribolonotus gracilis (Orangeaugen-Helmskink oder Rotaugen-Helmskink) [DE ROOIJ, 1909]

 

Natürlicher Lebensraum

  • Papua-Neuginea, Neukaledonien
  • Die Skinke leben bevorzugt im Unterholz in der Nähe von Gewässern
  • Sie gelten als ausgezeichnete Schwimmer und können so bei Gefahr flüchten

    tribolonotus gracilis tribolonotus gracilis

 

Geschlechtsunterschiede

  • Bei den Männchen befinden sich helle, fast weiße Poren zwischen der 3. und 4. Zehe der Hinterbeine
  • Bei den Männchen geht die dunkle Schwanzfärbung auf der Bauchseite langsam in einen helleren Farbton über, bei den Weibchen gibt es einen abrupten Farbwechsel

 

Terrarien-Einrichtung

  • Regenwaldterrarium mit feuchtem Substrat (Erde, Humus, Moos)
    tribolonotus gracilis tribolonotus gracilis
     
  • viele Versteckmöglichkeiten schaffen (z.B. Korkrinden, Steinaufbauten, Wurzeln)
  • Temperatur tagsüber bis max. 25°C, nachts ca. 20°C
  • Luftfeuchtigkeit 80-90%
  • großzügiger Wasserteil mit einer Tiefe von bis zu 15 cm

    tribolonotus gracilis tribolonotus gracilis

 

Ernährung

  • Grillen, Heimchen, Wachsmotten, Zophobas
  • Regenwürmer, Raupen, Schnecken
  • eher zurückhaltend füttern, 2 bis max. 3 mal pro Woche reicht völlig aus

 

Eiablage und Inkubation

  • Geschlechtsreife Tiere haben einen auffälligen gelben Fleck am Kinn. Die Männchen werden im Alter von ca. 3 Jahren geschlechtsreif, die Weibchen erst 1 bis 2 Jahre später.
  • Die Weibchen legen jeweils nur 1 Ei ab. Es wird vermutet, dass Eierstock und Eileiter auf der linken Seite verkümmert sind und daher kein zweites Ei ausgebildet werden kann [vgl. OBST et al. 1984].
  • Der Abstand zwischen zwei Eiablagen beträgt etwa 9-10 Wochen
  • Die Inkubation dauert ca. 70-90 Tage, bei einer Temperatur von 24-26°C

 

Aufzucht der Jungtiere

  • Für die Jungtiere gelten prinzipiell die gleichen Bedingungen wie für die adulten Tiere
  • Die Jungtiere getrennt von den Eltern aufziehen und ein "Kind gerechtes" Terrarium einrichten. Im Gegensatz zu den adulten Tieren besteht die Gefahr, dass die unerfahrenen Jungtiere ertrinken, daher dürfen keine großflächigen und keine zu tiefen Wasserbehältnisse vorhanden sein.

    tribolonotus gracilis (schlupf) tribolonotus gracilis tribolonotus gracilis

 

Literaturhinweis

  • Michael Evers: "Der Orangeaugen-Helmskink", Natur und Tier Verlag, 2010
  • Michael Evers: "Das Buschkrokodil - heimliche Schönheit im Terrarium", in Reptilia Ausgabe Nr. 58, April/Mai 2006

 

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