Der Zoo Landau in der Pfalz

Der Zoo Landau führt die Zuchtbücher für die seltenen Prinz Alfred-Hirsche und koordiniert die Schutzmaßnahmen auf den Philippinen

Phoenicopterus chilensis
Chileflamingos (Phoenicopterus chilensis)

Mit einem ersten Vogelhaus und kleineren Tiergehegen startete der Zoo Landau am 24.07.1904 unter der Führung des Vereins "Vogelfreund". 1920 kam die Einrichtung in den Besitz der Stadt und wurde kontinuierlich ausgebaut. 1973 begann die Umgestaltung des Zoos auf Basis der damaligen zoologischen und tierärztlichen Erkenntnisse zu einer wissenschaftlich geleiteten Einrichtung. 1990 konnte das Zoogelände von 2 auf 3,5 Hektar erweitert werden. In den folgenden Jahren verstärkte man die Vergesellschaftung verschiedener Tierarten in gemeinsamen Gehegen. 2010 konnte der Zoo um einen weiteren Hektar vergrößert werden und hat nun eine Gesamtfläche von 4,5 Hektar.

Heute beheimatet der Zoo rund 750 Tiere aus ca. 110 Arten, darunter einige Raritäten, wie die äußerst seltenen Prinz-Alfred-Hirsche (Rusa alfredi), benannt nach dem Sohn der britischen Königin Victoria. Die Hirsche stammen aus den Regenwäldern der zu den Philippinen gehörenden Visayas-Inseln. In vielen Teilen ihres ursprünglichen Verbreitungsgebietes sind sie bereits ausgestorben. Schätzungen zufolge leben nur noch wenige hundert Vertreter dieser Art, die IUCN listet sie als stark gefährdet (endangered). Die Prinz-Alfred-Hirsche werden in über 30 Zoos gehalten, von denen sich etwa ein Drittel im deutschsprachigen Raum befinden. Gemeinsames Ziel ist es, eine Reservepopulation aufrecht zu erhalten und die Tiere als Botschafter einzusetzen, um Geldmittel für Maßnahmen vor Ort und für Forschungsarbeiten zu beschaffen. Auch Wiederansiedlungen sind denkbar.

Karte

Unser letzter Besuch: 04/2026      webseite.png

Der Zoo Landau koordiniert die Zuchtbemühungen in den zoologischen Gärten Europas. In Kooperation mit mehreren anderen Zoos und Naturschutzpartnern werden zudem Schutzmaßnahmen auf den Philippinen unterstützt. Insgesamt ist der Zoo Landau mit mehr als 35 Tierarten an koordinierten Zuchtprogrammen beteiligt, u.a. für die stark gefährdeten westafrikanischen Weißscheitelmangaben (Cercocebus lunulatus). Der Zoo Landau ist einer von nur vier Zoos in Deutschland, die diese Art hält. Die vom Aussterben bedrohte Madagaskar-Schienenschildkröte (Erymnochelys madagascariensis) gilt als die stammesgeschichtlich älteste noch vorkommende Schildkrötenart. Diese Art wird zurzeit nur in vier europäischen Zoos gehalten, in Deutschland ausschließlich in Landau. Bei den Sudan-Geparden (Acinonyx jubatus soemmeringii) gelang 2012 in Landau die Erstnachzucht. Diese bedrohte Art ist in Deutschland ansonsten nur im Tierpark Berlin zu sehen.

Acinonyx jubatus soemmeringii-1
Sudan-Gepard
(Acinonyx jubatus soemmeringii)

Acinonyx jubatus soemmeringii-2
Sudan-Gepard
(Acinonyx jubatus soemmeringii)

Lynx lynx
Eurasischer Luchs
(Lynx lynx)

Panthera tigris altaica
Amurtiger
(Panthera tigris altaica)

Mungos mungo
Zebramanguste
(Mungos mungo)

Suricata suricatta-1
Erdmännchen
(Suricata suricatta)

Vulpes zerda
Wüstenfuchs
(Vulpes zerda)

Speothos venaticus
Waldhund
(Speothos venaticus)

Notamacropus rufogriseus rufogriseus
Bennett-Känguru
(Notamacropus rufogriseus)

Camelus dromedarius
Dromedare
(Camelus dromedarius)

Gazella subgutturosa subgutturosa
Persische Kropfgazelle
(Gazella subgutturosa subgutturosa)

Connochaetes taurinus taurinus
Südliche Streifengnus
(Connochaetes taurinus taurinus)

Rusa alfredi
Prinz-Alfred-Hirsch
(Rusa alfredi)

Aonyx cinerea
Zwergotter
(Aonyx cinerea)

Dolichotis patagonum
Große Pampashasen
(Dolichotis patagonum)

Equus zebra hartmannae
Hartmann-Bergzebras
(Equus zebra hartmannae)

Dasyprocta azarae
Azara-Aguti
(Dasyprocta azarae)

Watussi-Rinder (Bos primigenius f. taurus)
Watussirinder
(Bos primigenius f. taurus)

Potamochoerus porcus
Pinselohrschwein
(Potamochoerus porcus)

Sus cebifrons
Visayas-Pustelschweine
(Sus cebifrons)

Hylobates lar
Weißhandgibbon
(Cercocebus lunulatus)

Cebuella pygmaea
Zwergseidenäffchen
(Cebuella pygmaea)

Cercocebus lunulatus
Weißscheitelmangabe
(Cercocebus lunulatus)

Micromys minutus
Eurasische Zwergmäuse
(Micromys minutus)

Macroscelides proboscideus
Kurzohr-Rüsselspringer
(Macroscelides proboscideus)

Amphiprion clarkii
Clarks Anemonenfisch
(Amphiprion clarkii)

Ciconia abdimii
Abdimstorch
(Ciconia abdimii)

Spheniscus humboldti
Humboldtpinguine
(Spheniscus humboldti)

Phoenicopterus chilensis
Chileflamingo
(Phoenicopterus chilensis)

Amazona lilacina
Ekuadoramazonen
(Amazona lilacina)

Psittacus erithacus
Kongo-Graupapagei
(Psittacus erithacus)

Tadorna cana
Graukopfkasarka
(Tadorna cana)

Dendrocygna viduata
Witwenpfeifgänse
(Dendrocygna viduata)

Burhinus capensis
Kaptriel
(Burhinus capensis)

Himantopus mexicanus
Schwarznacken-Stelzenläufer
(Himantopus mexicanus)

Scopus umbretta
Hammerkopf
(Scopus umbretta)

Ciconia ciconia
Weißstorch
(Ciconia ciconia)

Balearica regulorum gibbericeps
Ostafrikanischer Kronenkranich
(Balearica regulorum gibbericeps)

Threskiornis melanocephalus
Schwarzkopfibis
(Threskiornis melanocephalus)

Dacelo leachii
Blauflügelliest
(Dacelo leachii)

Cardinalis cardinalis
Rotkardinal
(Cardinalis cardinalis)

Coracias caudatus
Gabelracke
(Coracias caudatus)

Tockus deckeni
Von-der-Decken-Toko
(Tockus deckeni)

Gymnorhina tibicen
Flötenvogel
(Gymnorhina tibicen)

Nycticorax nycticorax
Nachtreiher
(Nycticorax nycticorax)

Pternistis leucoscepus
Gelbkehlfrankolin
(Pternistis leucoscepus)

Zenaida graysoni
Socorrotaube
(Zenaida graysoni)

Paleosuchus palpebrosus
Brauen-Glattstirnkaiman
(Paleosuchus palpebrosus)

Chamaeleo calyptratus
Jemenchamäleon
(Chamaeleo calyptratus)

Uromastyx acanthinura
Nordafrikanische Dornschwanzagame
(Uromastyx acanthinura)

Trachemys scripta elegans
Rotwangen-Schmuckschildkröte
(Trachemys scripta elegans)

Chlamydosaurus kingii
Kragenechse
(Chlamydosaurus kingii)


Hinweis Hinweis:
Die Bilder aus dem Zoo Landau haben wir bei mehreren Besuchen gesammelt. Zudem liegt unser letzter Besuch schon eine Weile zurück. Es ist daher möglich, dass die eine oder andere Art heute nicht mehr zu sehen ist.