Erlebniszoo Hannover

Eine Tour durch die afrikanische Flusslandschaft Sambesi, die kanadische Yukon Bay, den asiatischen Dschungelpalast und das australische Outback

Der Zoo Hannover wurde 1865 gegründet und ist damit einer der ältesten Zoos in Deutschland. Der Wandel vom Stadtparkzoo alter Prägung zu den modernen Erlebniswelten geht auf ein Konzept zurück, das Mitte der 1990er Jahre entstand. Im Vorfeld der in Hannover ausgerichteten Weltausstellung Expo 2000 wurde entschieden, die Zurschaustellung von Tieren in Gehegen aufzugeben und statt dessen Szenarien in Anlehnung an die natürlichen Lebensräume zu gestalten.

Der Zoo gliedert sich in verschiedene Erlebniswelten:

  • die afrikanische Flusslandschaft Sambesi, in der u.a. Antilopen, Zebras, Strauße, Flamingos, Flusspferde, Löwen, Nashörner, Springböcke und Giraffen zu sehen sind,
  • die Anlage für Menschenaffen mit dem Namen Gorillaberg, die Gibbons, Gorillas, Schimpansen, Orang-Utans, Faultiere, Weißbüscheläffchen und Agutis beheimatet,
  • die kanadische Themenwelt Yukon Bay die u. a. von Eisbären, Timberwölfen, Seebären, Seelöwen, Robben, Präriehunden, Brillenpinguinen und Bisons bewohnt wird,
  • der Dschungelpalast für Tiger, Elefanten, Leoparden, Hulman-Affen, Tigerpythons, Pandas und Muntjaks
  • das australische Outback in dem u. a. Emus, Wombats, Wallabys, Kängurus zuhause sind,
  • das Kinderland Mullewapp mit Ziegen, Schafen, Alpakas, Hausmeerschweinchen und Hängebauchschweinen
  • und die bäuerliche Gehöftanlage Meyers Hof mit Rindern, Ponys, Hühnern, Ziegen und Schweinen.

Neben den großen Erlebniswelten gibt es einige kleinere Themenbereiche, wie z. B. das von Stelzenläufern, Krickenten, Rotschenkeln und Säbelschnäblern bewohnte "Strandbad", die Greifvogel-Volieren mit Gänsegeiern, Schmutzgeiern, Graureihern, Weißkopf-Seeadlern, Andenkondoren, Bartgeiern und Weißstorchen und das Tropenhaus, in dem neben Kattas, Haubenlanguren und Drills auch einige Reptilien zu sehen sind.

Asiatische Elefanten im DschungelpalastAsiatische Elefanent
im Dschungelpalast
Asiatische Elefanten im DschungelpalastAsiatische Elefanten
im Dschungelpalast
Haliaeetus leucocephalus (Weißkopfseeadler)Weißkopfseeadler
(Haliaeetus leucocephalus)
Rhea americana (Nandu)Nandu
(Rhea americana)
Uromastyx ocellata (Geschmückte Dornschwanzagame)Geschmückte Dornschwanzagame
(Uromastyx ocellata)
Varanus acanthurus (Stachelschwanzwaran)Stachelschwanzwaran
(Varanus acanthurus)
Tringa totanus (Rotschenkel)Rotschenkel
(Tringa totanus)
Anas undulata (Gelbschnabelente)Gelbschnabelente
(Anas undulata)



Das australische Outback

Das niedersächsische Outback umfasst ca. 5.000 Quadratmeter und bietet nahezu alles, was auch das Original vorweisen kann. Roter Sand, Kängurus, Wombats, Wallabys, Emus und die ortsübliche Beschilderung. Dem "kleinsten Pub der Welt" ist gerade das Bier ausgegangen. Daher öffnet er erst wieder am Dienstag. Bis dahin ist die Kneipe besetzt von Wellensittichen, Nymphensittichen, Rosellasittichen und Singsittichen.

Willkommen im OutbackWillkommen im Outback
Welcome to nowhereWelcome to nowhere
Der kleinste Pub der WeltDer kleinste Pub der Welt
Tür zum PubDie Tür zum Pub

Mit einer Höhe von ca. 140cm ist das Rote Riesenkänguru das größte Beuteltier der Welt. Bei einem Gewicht von bis zu 70 Kilogramm erreicht das Tier eine Geschwindigkeit von über 80 Stundenkilometern. Die Weltrekorde für Rote Riesenkängurus liegen im Weitsprung bei 12,80 Metern und im Hochsprung bei 3,10 Metern. (Quelle: Zoo Hannover). Bennett-Känguru ist die Bezeichnung für die tasmanische Unterart des Rotnackenwallabys (Macropus rufogriseus). Die zweite Unterart Macropus rufogriseus banksianus lebt auf dem australischen Festland. Für den deutschen Namen "Rotnackenwallaby" ist das rote Fell im Nacken- und Schulterbereich verantwortlich. Bennett-Kängurus gelten als "winterhart". Leichte Minustemperaturen sind für sie unproblematisch.

Typische Beschilderung im OutbackTypische Beschilderung
im Outback
Dromaius novaehollandiae (Emu)Emu
(Dromaius novaehollandiae)
Macropus rufus (Rotes Riesenkänguru)Rotes Riesenkänguru
(Macropus rufus)
Macropus rufus (Rotes Riesenkänguru)Rotes Riesenkänguru
(Macropus rufus)
Macropus rufogriseus rufogriseus (Bennett-Känguru)Bennett-Känguru
(Macropus rufogriseus rufogriseus)
Macropus rufogriseus rufogriseus (Bennett-Känguru)Bennett-Känguru
(Macropus rufogriseus rufogriseus)



Die afrikanische Flusslandschaft Sambesi

Der Sambesi ist der viertlängste Fluss in Afrika und der Namenspatron für die afrikanische Erlebniswelt im Zoo Hannover. Hier sind u.a. Giraffen, Gazellen, Zebras, Blessböcke, Antilopen, Flusspferde, Pelikane, Strauße sowie zahlreiche Enten- und Gänsearten zu sehen. Auf einer Bootstour können die Tiere "vom Wasser aus" beobachtet werden.

Giraffa camelopardalis camelopardalisNubische Giraffe
(Giraffa camelopardalis camelopardalis)
Giraffa camelopardalis camelopardalisNubische Giraffe
(Giraffa camelopardalis camelopardalis)
Pelecanus occidentalisBraunpelikan
(Pelecanus occidentalis)
Pelecanus onocrotalusRosa Pelikan
(Pelecanus onocrotalus)
Addax nasomaculatusMendesantilope
(Addax nasomaculatus)
Damaliscus pygargus phillipsiBlessbock
(Damaliscus pygargus phillipsi)
Diceros bicornis michaeliOstafrikanisches Spitzmaulnashorn
(Diceros bicornis michaeli)
FlamingosFlamingos



Yukon Bay

Yukon ist ein 480.000 km² großes Territorium im Nordwesten Kanadas, angrenzend an Alaska. Der Yukon River gab diesem Gebiet seinen Namen. Die Yukon Bay in Hannover umfasst 22.000 Quadratmeter. Die rund 35 Millionen Euro teure Anlage bietet eine prächtige Kulisse, in der u. a. Pinguine, Robben, Eisbären, Wölfe, Präriehunde und Bisons zu sehen sind. Im Hafenbecken von Yukon Bay ist das Frachtschiff Yukon Queen "auf Grund gelaufen". Auf dem Schiff haben sich die Pinguine eingenistet, rund um das Hafenbecken sind Seelöwen, Seebären und Kegelrobben zuhause. Sie genießen die Wellness-Oase des Salzwasser-Pools mit Wellenanlage. Im Bauch der Yukon Queen können die Besucher die Tiere durch große Panoramascheiben auch unter Wasser beobachten. Die kegelförmige Kopfform gab den Kegelrobben ihren deutschen Namen. Die gut 2 Meter großen und bis zu 300 kg schweren Tiere leben nicht nur in Kanada, sondern sind auch in der Ostsee zuhause. Der Bestand der in der Arktis lebenden Eisbären wird auf nur noch 20.000 bis 25.000 Tiere geschätzt. Seit 2006 werden die Tiere auf der Roten Liste des IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) als "gefährdet" eingestuft. Durch die 2.600 Quadratmeter große Anlage kann der Zoo Hannover wieder am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm für Eisbären teilnehmen.

Yukon Bay
Yukon Bay
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Ursus maritimusEisbär
(Ursus maritimus)
Ursus maritimusEisbär
(Ursus maritimus)
Halichoerus grypusKegelrobbe
(Halichoerus grypus)
Halichoerus grypusKegelrobbe
(Halichoerus grypus)
Cynomys ludovicianusSchwarzschwanz-Präriehund
(Cynomys ludovicianus)
Cynomys ludovicianusSchwarzschwanz-Präriehund
(Cynomys ludovicianus)
Canis lupus occidentalisMackenzie-Wolf
(Canis lupus occidentalis)
Canis lupus occidentalisMackenzie-Wolf
(Canis lupus occidentalis)
Rangifer tarandus caribouKanadisches Waldkaribu
(Rangifer tarandus caribou)
Bison bison athabascaeAmerikanischer Waldbison
(Bison bison athabascae)