Der Aachener Tierpark Euregiozoo

Der vom Beverbach aufgestaute See
Im Landschaftschutzgebiet „Drimborner Wäldchen“ befindet sich der Aachener Tierpark Euregiozoo. Das 8,9 Hektar große Gelände wird vom Beverbach durchflossen, der zu einem etwa zwei Hektar großen See aufgestaut wurde. Dieser ist der Lebensraum für zahlreiche Wasservögel, laut Aussage des Tierparks gibt es hier "70 Arten Wasservögel".

Unser letzter Besuch: 10/2022 
Zum Stichtag 31.12.2025 leben im Euregiozoo 524 Tierindividuen in 71 Arten (Quelle: Aachener Tierpark Euregiozoo). Es ist eine bunte Mischung aus einheimischen und exotischen Tieren. Auf der Afrika-Freianlage leben Zebras, Elenantilopen und Strauße. Gleich gegenüber befindet sich eine Wohngemeinschaft für Lamas, Watussirinder, Trampeltiere und Hängeohrziegen. Eine weitere Wohngemeinschaft bilden die Zwergesel mit den Alpakas und den Nandus auf der großen Wiese vor der Voliere der Bartgeier, die früher von den Steinadlern bewohnt wurden. Für Flamingos, Kraniche, Pelikane und Weißstörche gibt es eine begehbare Voliere. Großzügige Lebensräume gibt es zudem u.a. für die Geparden, die Europäischen Luchse und die Brillenpinguine.

Emu
(Dromaius novaehollandiae)

Nandu
(Rhea americana)

Südafrikanischer Strauß
(Struthio camelus australis)

Europäischer Luchs
(Lynx lynx lynx)

Südafrikanischer Gepard
(Acinonyx jubatus jubatus)

Serval
(Leptailurus serval)
Bereits 1885 gab es einen Zoologischen Garten in Aachen. Ein Komitee unter der Leitung des Aachener Tuchfabrikanten Emil Lochner (1832-1900) kaufte 1882 die Flur Kirschbenden. Dort wurde der nach ihm benannte Lochnergarten angelegt und der Zoologische Garten Aachen eröffnet. Dieser Zoo beherbergte etwa 50 Riesenschlangen, Bären, Tiger und zahlreiche heimische Tierarten. 1882 entstand ein Glaspalast für 3.000 Besucher, der überwiegend als Zirkus genutzt wurde. Angeblich soll 1891 der legendäre Buffalo Bill dort aufgetreten sein. Er war tatsächlich mit seiner Wild West Show vom 24. bis 27. Mai 1891 in Aachen, aber vermutlich fand die Veranstaltung in der gelben Kaserne statt. Das war ein imposanter Gebäudekomplex mit gelber Klinkerfassade, der in den 1960er-Jahren im Zuge des Baus neuer Wohnkomplexe und der Anlage des Kennedyparks abgebrochen wurde. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten wurde die Parkanlage 1905 geschlossen, weil man die Futter- und die Transportkosten für die Tiere des Zoologischen Gartens unterschätzt hatte.
1920 wurde der Park von der Stadt Aachen unter der Bezeichnung „Westpark“ übernommen. 1935 wurde wieder ein Tierpark an gleicher Stelle eröffnet, überstand aber den Zweiten Weltkrieg nicht. Die wenigen überlebenden Tiere wurden nach Ulm verkauft. Alle Bauten im Westpark wurden abgerissen. Aus der Zeit des Tierparks blieb bis heute nur ein Weiher am Ausgang zur Lochnerstraße erhalten.
Im Jahr 1959 wurde von einer Aachener Familie ein etwa 1000 Quadratmeter großer privater Tiergarten im Drimborner Wäldchen betrieben. Dort lebten unter anderem Seidenhühner, Westafrikanische Zwergziegen und Kamerunschafe. Ein Jahr später wurde der Verein der Tierparkfreunde e. V. gegründet, der mit den Planungen zur Errichtung eines neuen Tierparks begann. 1966 war es dann endlich geschafft. Zunächst standen nur drei Morgen Land (0,75 Hektar oder 7.500 m²) zur Verfügung, später wurden Teile des Landschaftsschutzgebietes einbezogen. Der Tierpark wurde zunächst vom Verein betrieben, im März 1970 wurde die Aachener Tierpark AG als Träger gegründet.

Böhm-Steppenzebra
(Equus quagga boehmi)

Blessböcke
(Damaliscus pygargus phillipsi)

Elenantilope
(Tragelaphus oryx)

Westlicher Kleiner Panda
(Ailurus fulgens)

Watussi-Rind
(Bos primigenius f. taurus)

Schottisches Hochlandrind
(Bos primigenius f. taurus)

Zwergesel
(Equus africanus f. asinus)

Alpaka
(Vicugna vicugna f. pacos)

Bennett-Känguru
(Notamacropus rufogriseus rufogriseus)

Zebramanguste
(Mungos mungo)

Schwarzschwanz-Präriehund
(Cynomys ludovicianus)

Erdmännchen
(Suricata suricatta)

Chinesischer Muntjak
(Muntiacus reevesi)

Nordamerikanischer Baumstachler
(Erethizon dorsatum)

Afrikanische Hängeohrziege
(Capra aegagrus f. hircus)

Soay-Schaf
(Ovis orientalis f. aries)

Somali-Schaf oder Schwarzkopf-Schaf
(Ovis ammon f. aries)

Thüringer Waldziege
(Capra aegagrus f. hircus)

Minischwein
(Sus scrofa f. domestica)

Blondes Mangalitza-Schwein
(Sus scrofa f. domestica)

Großer Pampashase
(Dolichotis patagonum)

Japanerkaninchen
(Oryctolagus cuniculus f. domestica)

Trampeltier
(Camelus ferus f. bactrianus)

Lama
(Lama guanicoe f. glama)

Zwergseidenäffchen
(Cebuella pygmaea)

Steinadler
(Aquila chrysaetos)

Eurasischer Bartgeier
(Gypaetus barbatus barbatus)

Ostafrikanischer Kronenkranich
(Balearica regulorum gibbericeps)

Kranich
(Grus grus)

Jungfernkranich
(Anthropoides virgo)

Scharlachsichler
(Eudocimus ruber)

Waldrapp oder Schopfibis
(Geronticus eremita)

Seidenreiher
(Egretta garzetta garzetta)

Kiebitz
(Vanellus vanellus)

Säbelschnäbler
(Recurvirostra avosetta)

Stelzenläufer
(Himantopus himantopus)

Brillenpinguine
(Spheniscus demersus)

Balistar
(Leucopsar rothschildi)

Helmkasuar
(Casuarius casuarius)

Hausperlhuhn
(Numida meleagris f. domestica)
Deutsches Zwerg-Langschan
(Gallus gallus f. domestica)

Mechelner Huhn
(Gallus gallus f. domestica)
Hinweis:
Die Bilder aus dem Euregiozoo haben wir über viele Jahre gesammelt. Es ist daher möglich, dass die eine oder andere Art heute nicht mehr zu sehen ist.








