Aquarium Gdynia / Akwarium Gdyńskie
Das Aquarium von Gdynia wurde am 21. Juni 1971 in Betrieb genommen, damals unter der Bezeichnung "Ozeanographisches Museum und Meeresaquarium des Instituts für Seefischerei in Gdynia“. Da dieser Name als zu lang und auch ein wenig holprig empfunden wurde und der Funktion der Einrichtung nicht mehr gerecht wurde, kam es im Juli 2003 zu einer Namenänderung. Seitdem ist es kurz und bündig "Aquarium Gdynia" (Akwarium Gdyńskie).
Die Geschichte der Einrichtung reicht zurück bis zur Gründung des Labors für Meeresfischerei in Hel im Jahr 1921. Dessen Mitarbeiter sammelten zahlreiche Exponate, die auf verschiedenen Ausstellungen präsentiert wurden. Das Labor wurde zum Jahreswechsel 1938/1939 nach Gdynia verlegt. Teile der Sammlungen sind noch heute im Museumsbereich zu sehen.
Ergänzend zum Ausstellungsbereich bietet das Aquarium umfangreiche museumspädagogische Angebote, die sich nicht ausschließlich, aber insbesondere an Kinder, Jugendliche und Studierende richten. Je nach Zielgruppe gibt es spezielle Führungen, Multimedia- und Filmpräsentationen, Werkstätten- und Laborbesuche und sogar Exkursionen auf der Ostsee. Unterstützt wird das Bildungsangebot durch einen Kino- und Konferenzraum und Labore, die mit Mikroskopen und Computerausstattung ausgestattet sind. 2005 erhielt das Museum den Status eines Zoologischen Gartens.
Akwarium Gdyńskie (Gdynia)
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Unser letzter Besuch: 07/2026 
Das Aquarium gliedert sich in acht "Säle", die sich auf fünf Stockwerke verteilen und jeweils besondere Lebensräume abbilden. Für die Besucher liegen Pläne bereit, die die Lage der einzelnen Themengebiete zeigen. Von oben nach unten:
- Nr. 3 - Ostsee-Saal / Batic Room / Sala Bałtycka
- Nr. 4 - An der Schnittstelle von Wasser und Land / At the Border of Water and Land / Na Styku Wody i Lądu
- Nr. 2 - Lehrsaal / Education Room / Sala Dydaktyczna
- Nr. 6 - Korallenriff / Coral Reef / Rafa Koralowa
- Nr. 5 - Wassertiere der Welt / Aquatic Animals of the World / Wodne Zwierzęta Świata
- Nr. 1 - Zostera Marina
- Nr. 7 - Amazonas
- Nr. 8 - Kalte Meere: vom Atlantik bis zur Ostsee / Cold Seas / Morza Zimne: od Atlantyku do Bałtyku
Der Ostsee-Saal und der Lehrsaal sind reine Ausstellungsräume. In den übrigen sechs Sälen leben über 1.500 Lebewesen aus etwa 250 Arten.
Ostsee-Saal (3)
Im "Ostsee-Saal" (Sala Bałtycka) im 3. Obergeschoss befindet sich ein Modell, auf dem man die gesamte Topografie der Ostsee betrachten und charakteristische Orte wie Tiefseebecken, Inseln oder Hafenstädte erkennen kann. Außerdem ist eine Ausstellung der Ghost Diving Foundation zu sehen. Diese aus freiwilligen Tauchern bestehende gemeinnützige Organisation kümmert sich um die Beseitigung verlorener Fischernetze (Geisternetze) und anderer unter Wasser gefundener Abfälle.
Lehrsaal (2)
Der Lehrsaal (Sala Dydaktyczna) ist der älteste aller Ausstellungsräume des Aquariums. Er befindet sich im zweiten Stock des Gebäudes. Zu sehen sind Exponate aus der Geschichte des Meeresfischerei-Instituts. Für den Lehrsaal haben wir eine eigene Seite aufbereitet. weiter zum Lehrsaal
Korallenriff (6)
Korallenriffe gehören zu den artenreichsten marinen Ökosystemen und sind bekannt für ihre Farbenpracht. Der Korallenriff-Saal (Rafa Koralowa) befindet sich im ersten Stock des Aquariums. Dort befinden sich 14 Becken, das größte fasst 3.000 Liter Wasser und enthält das größte lebende Korallenriff Polens. Aufgrund der Vielfalt der Arten haben wir für das Korallenriff eine eigene Seite aufbereitet. weiter zum Korallenriff

Zebrariffbarsche
(Abudefduf saxatilis)

Harlekin-Süßlippe
(Plectorhinchus chaetodonoides)
Zostera Marina (1)
"Zostera Marina" (das gewöhnliche Seegras) ist die charakteristische Pflanze der Putziger Bucht (Zatoka Pucka). Hier gibt es die größte biologische Vielfalt im gesamten polnischen Küstengebiet. Daher gehört sie zu den Natura-2000-Schutzgebieten, einem Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union. In den fünf Becken des „Zostera“-Saals sind Vertreter der Wirbellosen sowie Fische aus den Familien der Stachelflosser, der Barbenfische, der Speerfische und der Plattfische zu sehen. Hier finden sich auch Süßwasserfische, die aufgrund des geringen Salzgehalts des Wassers in der Bucht zahlreich vorkommen.

Dreistachliger Stichling
(Gasterosteus aculeatus)

Europäischer Zander
(Sander lucioperca)
An der Schnittstelle zwischen Wasser und Land (4)
Der Saal „An der Schnittstelle von Wasser und Land“ (Na Styku Wody i Lądu) befindet sich im zweiten Stock des Aquariums. In neun Becken sind Fische, Amphibien und Reptilien zu sehen, die in ihrem Leben auf irgendeine Weise zwei Welten miteinander verbinden – Wasser und Land. Alle Arten stammen aus den Süßgewässern Amerikas und des afrikanischen Kontinents, darunter u.a. Stumpfkrokodile, Knochenhechte, Schnappschildkröten, Vieraugen und Axolotl.

Schützenfische
(Toxotes jaculatrix)

Stumpfkrokodil
(Osteolaemus tetraspis)

Schnappschildkröte
(Chelydra serpentina)
Kalte Meere: vom Atlantik bis zur Ostsee (8)
Kalte Meere: vom Atlantik bis zur Ostsee (Morza Zimne: od Atlantyku do Bałtyku) ist die Bezeichnung für den großen Ausstellungsbereich im Untergeschoss des Aquariums. Nach rund vier Jahren Bauzeit wurde die "Lebenswelt der kalten Meere der nördlichen Hemisphäre" am 20. April 2024 eröffnet. Sie besteht aus zwölf Becken mit insgesamt 450.000 Liter Wasser. Das größte Becken fasst 126.700 Liter, das kleinste 2.300 Liter. Es war eine große Herausforderung, den damals bestehenden Keller umzubauen. Dazu mussten das Fundament und der Kellerboden abgesenkt werden. Neue Säulenfundamente wurden errichtet, um das Gewicht der schweren Becken tragen zu können. Da der neu entstandene Raum jetzt unterhalb des Meeresspiegels liegt, wurde eine badewannenähnliche Konstruktion errichtet, um das Gebäude vor dem Eindringen von Wasser ins Innere zu schützen. Beim Besuch der „Kalte Meere“ begibt man sich buchstäblich unter Wasser.
Zu sehen sind mehr als 30 Tierarten des kalten Teils des Atlantischen Ozeans, einschließlich der Nordsee, der dänischen Meerengen und der Ostsee. Zugleich kann man als Besucher vielfältige Informationen über die Bedeutung der Weltmeere erfahren, zum Beispiel die Auswirkungen auf das Klima und die Produktion des Sauerstoffs, den wir zum atmen benötigen.

Dorsch oder Atlantischer Kabeljau
(Gadus morhua)

Europäische Aalmutter
(Zoarces viviparus)

Gestreifter Seewolf
(Anarhichas lupus)

Große Geißbrassen
(Diplodus sargus)

Steinköhler
(Pollachius pollachius)

Ovaler Quallenfresser
(Schedophilus ovalis)

Senegalseezunge
(Solea senegalensis)

Gemeine Meerbrasse
(Pagrus pagrus)

Atlantik-Seenessel
(Chrysaora quinquecirrha )

Großgefleckter Katzenhai
(Scyliorhinus stellaris)

Nagelrochen
(Raja clavata)

Marmorrochen
(Raja undulata)

Makrelen
(Scomber scombrus)

Pazifische Heringe
(Clupea pallasii)

Gabelschwanzmakrelen
(Trachinotus ovatus)
Wassertiere der Welt (5)
Der Saal „Wassertiere der Welt“ (Wodne Zwierzęta Świata) zeigt Tiere aus den Küstengewässern des Atlantiks, des Nordpazifiks und des Indopazifiks. Zu sehen sind u.a. Haie, Rochen, Quallen, Steinfische, Feuerfische und Muränen.

Echter Steinfisch
(Synanceia verrucosa)

Pazifische Rotfeuerfische
(Pterois volitans)

Stupsnasenpompano
(Trachinotus blochii)

Weißsaum-Soldatenfisch
(Myripristis murdjan)

Freiwasser-Doktorfisch
(Acanthurus mata)

Rundkopf-Fledermausfisch
(Platax orbicularis)

Blauflecken-Stechrochen
(Taeniura lymma)

Zwergfeuerqualle
(Cyanea versicolor)

Schleiermakrele
(Scyris indica)
Amazonas (7)
Im "Amazonas-Saal" (Amazonia) leben Vertreter aus Südamerika, die aus dem Amazonas bzw. oder aus dem näheren Umfeld stammen. Die Region ist bekannt für eine außerordentliche große Biodiversität. Die Zahl der Arten ist nicht bekannt, Schätzungen pendeln zwischen fünf und zehn Millionen. Etwa 1,4 Millionen Arten sind beschrieben, darunter 750.000 Insekten, 40.000 Wirbeltiere und 250.000 Pflanzen. Spektakulär sind die bis zu 250 cm langen und rund 20 kg schweren Zitteraale. Sie heißen zwar Aale aufgrund ihres aalartigen Körpers, sind aber nicht mit den Aalen verwandt. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv und kommen alle 10 bis 15 Minuten an die Wasseroberfläche um Luft zu schnappen. Zitteraale besitzen beidseits der Wirbelsäule zu elektrischen Organen umgebaute Muskeln mit bis zu 8000 hintereinander geschalteten elektrischen Zellen (Elektrozyten). Diese können Stromstöße mit einer Stärke von rund 2 Ampere und einer Leistung von bis zu 680 Watt abgeben. Etwa 58% des Körpergewichts entfallen auf die elektrischen Organe. Je größer der Fisch, desto mehr solcher Zellen sind hintereinander geschaltet und desto stärkere elektrische Schläge kann er erzeugen. Die Stärke der freigesetzten Entladungen kann der Zitteraal steuern. Schwache Stromstöße werden zur Orientierung im Raum und zur innerartlichen Kommunikation ausgesandt. Die knatternden Geräusche der Stromstöße sind über Lautsprecher im Besucherraum zu hören. Wir haben ein kurzes Video eingestellt, allerdings ohne Ton. Da sich im Raum mehrere Personen aufgehalten haben und man ihre Gespräche hören könnte, haben wir uns entschlossen, den Ton bei der Wiedergabe abzustellen.

Zitteraal (Electrophorus electricus)
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Grüne Anakonda
(Eunectes murinus)

Silbergabelbart oder Arowana
(Osteoglossum bicirrhosum)

Tambaqui oder Schwarzer Pacu
(Colossoma macropomum)

Saugmaulwels
(Hypostomus plecostomus)

Rotflossen-Forellensalmler
(Brycon hilarii)
Hinweis:
Die Bilder aus dem Aquarium Gdynia haben wir im Juli 2026 aufgenommen. Es ist möglich, dass die eine oder andere Art heute nicht mehr zu sehen ist.
Uwaga:
Zdjęcia z Akwarium w Gdyni wykonaliśmy w lipcu 2026 roku. Możliwe, że niektórych gatunków nie ma już obecnie w ekspozycji.










