Erlebnis-Zoo Hannover
Der Zoo Hannover geht zurück auf eine Initiative interessierte Bürger im Jahr 1860. Zur Förderung der Naturkunde sollte ein Zoo gegründet werden. Zur Finanzierung wurde ein Aktienverein gegründet, eine Aktie kostete 20 Taler. 1863 hatte man 23.000 Taler zusammen und beschloss, mit dem Bau des Zoos zu beginnen. Am 4. Mai 1865 wurde der Zoo mit etwa 500 Tieren eröffnet. Den Mittelpunkt des Zoos bildete eine Felsenanlage für Gebirgstiere, mit Greifvogel-Voliere, Aquarium und Grotten für Raubtiere. Zu den neuen Bewohnern gehörten u.a. ein Löwenpaar und zwei Braunbären. Neben den Tieren erfreute man sich auch an anderen Attraktionen wie die nächtliche Illumination der Felsenanlage, Gartenfeste, Konzerte und die damals populären Völkerschauen.
Es folgten neue Anlagen. 1866 das große Raubtierhaus, 1880 das erste Elefantenhaus, 1891 ein Haus für Antilopen, Kamele und Giraffen. 1911 wurde erstmals die richtungsweisende Idee von Carl Hagenbeck umgesetzt, Tiere in gitterlosen Freisichtanlagen zu zeigen. Verursacht durch den ersten Weltkrieg sanken die Besucherzahlen, das benötige Futter war nur schwer zu besorgen und verteuerte sich rasch, Im Januar 1920 gab es kein Brennmaterial und die Tierhäuser konnten nicht mehr beheizt werden. Der Aktienverein konnte den Zoo nicht mehr halten. Die Stadt Hannover übernahm den Zoo, gab aber im Oktober 1922 endgültig auf. Die wenigen verbliebenen Tiere wurden verkauft, das Inventar versteigert.
Bürgerinnen und Bürgern gründeten eine Initiative zur Rettung des Zoos. Im Mai 1924 konnte der Zoo wieder eröffnet werden, allerdings in Zusammenarbeit mit der Tierhandelsfirma. Daher waren viele Tiere nur wenige Wochen im Zoo, bevor sie wieder verkauft werden. 1944 wurde der Zoo erneut geschlossen und 1946 provisorisch mit einem geringen Tierbestand wieder eröffnet. In den fünfziger Jahren entstanden neue Häuser für Nashörner, Elefanten, Giraffen- und Antilopen sowie eine Robben- und Pinguinanlage.
Erlebnis-Zoo Hannover
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Unser letzter Besuch: 08/2022 
Anfang der 1990er Jahre stand der Zoo erneut vor dem Aus. Die Tierhaltung entsprach nicht mehr den zeitgemäßen Anforderungen und für die dringend erforderlichen Investitionen fehlte das Geld. Zoofachleute, Architekten und Freizeitforscher entwickelten in enger Zusammenarbeit das Konzept „Zoo 2000“, mit dem sich der Zoo erfolgreich am Ideenwettbewerb der EXPO 2000 beteiligte. Es begann der Umbau zum Erlebnis-Zoo: 1996 entstand der Gorillaberg, 1997 der Dschungelpalast, 1998 Meyers Hof. 2000 Sambesi, 2010 das Outback und die Kanadalandschaft Yukon Bay, von 2013- 2017 Afi Mountain, 2023 das Zoologicum, 2024 das Amphibium.
Heute leben im 22 Hektar großen Erlebnis-Zoo 1.779 Tiere aus 164 Arten (Quelle: Erlebnis-Zoo Hannover: Zahlen, Daten Fakten).
Sambesi
Afrikanische Tiere in der Flusslandschaft Sambesi
Mendesantilope (Addax nasomaculatus)
Der Sambesi ist mit einer Länge von 2.574 Kilometern der viertlängste Fluss in Afrika. Er liegt im südlichen Afrika und fließt in den Indischen Ozean. Bekannter als der Fluss sind vermutlich seine Wasserfälle, die Victoriafälle. Der Sambesi in Hannover schlängelt sich durch eine 12.000 Quadratmeter große Savannenlandschaft mit Zebras, Antilopen, Giraffen, Flusspferden und zahlreichen weiteren Arten.
Yukon Bay
Die Tierwelt der kanadischen Wildnis
Eisbär (Ursus maritimus)
Yukon ist ein 480.000 km² großes Territorium im Nordwesten Kanadas, angrenzend an Alaska. Der Yukon River gab diesem Gebiet seinen Namen. Die 22.000 Quadratmeter große Yukon Bay in Hannover vermittelt eine längst vergangene Goldgräberromantik in einer prächtigen Kulisse. Der Zugang erfolgt über einen alten Bergwerksstollen und führt direkt in die Schlucht der Timberwölfe.
Outback
Im Land der Beuteltiere und des roten Sandes
Rotes Riesenkänguru (Osphranter rufus)
Das Outback in Hannover umfasst ca. 5.000 Quadratmeter und bietet nahezu alles, was auch das Original vorweisen kann: viel roter Sand, originelle Verkehrsschilder und der kleinste Pub der Welt, dem allerdings das Bier ausgegangen ist.
Bewohner des Outback sind die Roten Riesenkängurus, die Sumpfwallabys, die Emus und die Tasmanischen Nacktnasenwombats.
Afi Mountain
Durch die Feuchtsavanne und den Regenwald Afrikas
Drill mit Jungtier (Mandrillus leucophaeus)
Afi Mountain bildet verschiedene Klimazonen nach, von der Feuchtsavanne bis zum Regenwald. Neben Schimpansen, Drills, Brazza-Meerkatzen und Westlichen Flachlandgorillas gibt es eine begehbare Voliere mit verschiedenen afrikanischen Vögeln, u.a. Rußköpfchen, Blauracken und Palmtauben.
Dschungelpalast
In den ehemaligen Gemächern des Maharadschas
Chinesischer Leopard (Panthera pardus orientalis)
Die Prachtbauten des Maharadschas sind längst verfallen und die Natur hat sich die Reste des indischen Dschungelpalasts zurückerobert. Das ist die Kulisse für die asiatischen Bewohner des Erlebnis-Zoos, u.a. Elefanten, Tiger, Leoparden und Hulman-Languren.
Meyers Hof
Buntes Bentheimer Landschwein
Auf Meyers Hof leben Haustierrassen, die vom Aussterben bedroht sind, u.a. das Bunte Bentheimer Landschwein, das Altdeutsche Schwarzbunte Niederrungsrind und die Thüringer Waldziege. Dazu gesellen sich Ponys, Hühner und Gänse.
Hinweis:
Die Bilder aus dem Erlebnis-Zoo haben wir über viele Jahre gesammelt. Es ist daher möglich, dass die eine oder andere Art heute nicht mehr zu sehen ist.
Hannover
- Erlebnis-Zoo Hannover - Eine Tour durch grandiose Kulissen in verschiedenen Themenwelten
- Afi Mountain - Durch die Feuchtsavanne und den Regenwald Afrikas
- Dschungelpalast - In den ehemaligen Gemächern des Maharadschas
- Meyers Hof - Ländliches Niedersachsen
- Outback - Im Land der Beuteltiere und des roten Sandes
- Sambesi - Afrikanische Tiere in der Flusslandschaft Sambesi
- Yukon Bay - Die Tierwelt der kanadischen Wildnis

