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Eigentlich sind wir eine ganz normale Familie ...

... zumindest glauben wir das. Wie so oft, fing alles ganz harmlos an, mit einem Pärchen junger Bartagamen und einer kleinen Grundausrüstung. Es dauert nicht lange bis wir feststellten, dass es noch andere interessante Dinge zu entdecken gibt: Schlangen, Geckos, Skinke, Chamäleons, Leguane, Warane und die unglaubliche Artenvielfalt der Insekten. Mit der Vielfalt der Tiere wuchsen auch die Anforderungen an deren Unterbringung, an die korrekte Ernährung, an die Technik - und an den Stromverbrauch ...

Mit diesen beiden fing alles an: Bruno, eine männliche Bartagame (links) mit seiner Partnerin Gabi (mitte). Inzwischen haben die beiden mehr als 100 Nachkommen zur Welt gebracht. Bruno ist unser ältester Bewohner. Geschlüpft ist er 1998 und hat nun im Jahre 2011 stolze 13 Lebensjahre vorzuweisen. Das hohe Alter merkt man ihm allerdings auch an. Seine Bewegungsabläufe sind deutlich verlangsamt, er gibt sich mit wenig Nahrung zufrieden und schläft viel. Wie alte Männer halt so sind!

Jemen-ChamäleonJungferngeckoOmaneidechse

Zu den schönsten Erlebnissen zählen die Aufzuchten der Jungtiere. Es ist stets aufs Neue faszinierend zu beobachten, wie sich die Jungtiere mit enormer Kraftanstrengung aus dem Ei befreien und nur wenige Sekunden später völlig selbständig die große weite Welt erobern. Man muss ihnen nichts mehr beibringen. Sie sind perfekt!

Der Inkubator läuft seit seiner Anschaffung nahezu ohne Unterbrechung. Inzwischen haben wir einen zweiten Inkubator und trotzdem ergeben sich immer wieder spannende Augenblicke, verbunden mit der Hoffnung, dass ein Weibchen ihre Eier erst dann ablegt, wenn wieder Jungtiere geschlüpft sind und somit Platz im Inkubator zur Verfügung steht.

Heteropteryx dilatataPeruphasma schulteiPachnoda marginata

Inzwischen haben auch die Insekten einen nicht unerheblichen Platz in unserem Tierleben eingenommen. Anfangs haben wir sie als reines Futtermittel betrachtet und die Zucht eher unter dem Gesichtspunkt "Sparpotenzial" abqualifiziert: was man selbst züchtet, muss man nicht für teures Geld einkaufen. Sie finden nun die Beachtung und den Respekt, der ihnen zusteht. Ihre Welt ist unglaublich originell, verblüffend und spannend. Viel zu schade, um sie einfach zu verfüttern. Mit der Zeit ergab sich auch hier ein natürliches Gleichgewicht zwischen dem Erhalt des Zuchtbestandes und einem Teil, der dann doch zum Verfüttern genutzt werden kann.

InsektenanlageAnlage für die Jemen-ChamäleonsGrüner Leguan im Außengehege

Als Tierhalter entwickelt man im Laufe der Jahre ungeahnte Fähigkeiten. Beinahe zwangsläufig beschäftigt man sich als Biologe, Botaniker, Mediziner, Elektriker - und Terrarienbauer. Nach und nach mustern wir die Glasterrarien aus und ersetzen sie durch Eigenbauten. Persönliches Highlight war der Bau eines 17m² großen Geheges für die Grünen Leguane im Jahr 2008, das mittlerweile um ein Außengehege erweitert wurde. Dort können die Tiere richtigen Wind, richtigen Regen und natürliches Sonnenlicht genießen.

Bufo bufoElephas maximus indicusButeo buteo

Das große Interesse an den Tieren und die unglaubliche Vielfalt der Natur haben uns dazu gebracht, unsere Umgebung bewusster wahrzunehmen als bisher. Das gilt gleichermaßen für zu Hause (siehe Rubrik "Im Garten") als auch auf Reisen (siehe Rubrik "unterwegs". Um jeder von uns fotografisch entdeckten Art einen angemessenen Platz zu bieten, haben wir die Galerien eingerichtet. Dort sind aktuell mehr als 1.200 verschiedene Arten zu sehen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Uns hat der ganz normale Wahnsinn erfasst.

Viel Spaß beim Stöbern wünschen

Marina & Wolfgang Dahm

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