Aquazoo - Tiere an Land

Die Landbewohner im Aquazoo Löbbecke Museum Düsseldorf

Crocodylus johnstoni
Mit einer Länge von bis zu 3 Metern gehört das Australische Süßwasserkrokodil (Crocodylus johnstoni) zu den kleineren Krokodilen

Der Rundgang unter der Rubrik "An Land" führt durch verschiedene Aspekte, die für das Leben der Landbewohner wichtig oder gar entscheidend sein können. Die Rubrik "Tropischer Regenwald" erläutert die Lebensbedingungen bei hoher Temperaturen und hoher Feuchtigkeit. Tropische Regenwälder beherbergen die größte Artenvielfalt auf der Erde. Pro Hektar Regenwald gedeihen bis zu 600 Baumarten, wobei ein einziger Baum Lebensraum für über 150 Käferarten bieten kann. Regenwälder sind außerordentlich wichtig für das Klima. Einst bedeckten sie etwa zwanzig Prozent der Landoberfläche, heute sind es nur noch sieben Prozent. Einen schönen Eindruck über die Bedingungen im tropischen Regenwald bietet die Tropenhalle im Aquazoo. Nach Mississippi-Alligator (Alligator mississippiensis) und Krokodilkaiman (Caiman crocodilus) waren bei unserem letzten Besuch das Australische Süßwasserkrokodil (Crocodylus johnstoni) und das Stumpfkrokodil (Osteolaemus tetraspis) zu sehen. Außerdem leben hier verschiedene Schildkrötenarten und Geckos.

Im Wasser können Tiere deutlich größer werden. Wasser ist etwa 800-mal dichter ist als Luft und kann somit auch Wale mit bis zu 200 Tonnen tragen. "Fortbewegung an Land" zeigt, dass an Land andere Bedingungen gelten. Landtiere benötigten einen starken Stützapparat und eine kräftige Muskulatur, um den eigenen Körper tragen zu können. Die schwersten bekannten Landtiere, die Dinosaurier erreichten "nur" ein Gewicht von bis 80 Tonnen. Andererseits hat das Landleben auch Vorteile. Die weniger dichte Luft bremst weniger stark als das dichte Wasser. Daher erzielen Landtiere höhere Geschwindigkeiten als die Bewohner des Wassers.

Der evolutionäre Vorgang des Landgangs dauerte mehrere Millionen Jahre. Einzeller, Pilze, Pflanzen und Tiere vollzogen ihn mehrfach und unabhängig voneinander. Es gab sich viele neue Anpassungen. Säugetiere und Vögel entwickelten kräftige Gliedmaßen, leistungsfähige Sinnesorgane und einen hohen Stoffwechsel. 

Helogale parvula
Zwergmanguste
(Helogale parvula)

Acomys russatus
Goldstachelmaus
(Acomys russatus)

Ctenodactylus gundi
Gundi
(Ctenodactylus gundi)

Madagaskarweber (Foudia madagascariensis)
Madagaskarweber
(Foudia madagascariensis)

Harlekinwachtel (Coturnix delegorguei)
Harlekinwachtel
(Coturnix delegorguei)

Spheniscus demersus
Brillenpinguine
(Spheniscus demersus)

Fratercula arctica
Papageitaucher
(Fratercula arctica)


Es gibt zwei Themenbereiche im Aquazoo, die sich speziell mit den Gliedertieren beschäftigen. "Typische Merkmale der Gliederfüßer" erläutert ihren grundsätzlichen Aufbau mit einem schützenden, chitinhaltigen Panzer, der als Außenskelett bezeichnet wird. Um die Beweglichkeit sicherzustellen ist der Panzer in mehrere Segmente gegliedert. Das gilt auch für die gegliederten Füße der Tiere, die für die Bezeichnung "Gliederfüßer" verantwortlich sind. Die meisten Gliederfüßer besitzen aus vielen Einzelaugen zusammengesetzte Facettenaugen. Ein wichtiges Sinnesorgan sind die Antennen. Mit ihnen können sie tasten und riechen. Die Mundwerkzeuge sind äußerst vielfältig aufgebaut und ermöglichen ein breites Spektrum der Nahrungsaufnahme. In "Vielfalt der Gliederfüßer" wird berichtet, dass sie die größte Artenvielfalt aller Tierstämme besitzen, darunter allein 380.000 Käferarten.
 

Ampulex compressa
Juwelwespe
(Ampulex compressa)

Diasemopsis meigenii
Stielaugenfliege
(Diasemopsis meigenii)

Totenkopfschwärmer
Totenkopfschwärmer
(Acherontia atropos)

Rosenkäfer
Gestreifter Rosenkäfer (Eudicella gralli) zusammen mit Kongo-Rosenkäfer (Pachnoda marginata)

Pachnoda sinuata
Südafrikanische Fruchtkäfer
(Pachnoda sinuata)

Anthia sexmaculatum
Wüstenlaufkäfer
(Anthia sexmaculatum)

Platymeris biguttatus
Zweifleck-Raubwanze
(Platymeris biguttatus)

Oncopeltus fasciatus
Milchkrautwanzen
(Oncopeltus fasciatus)

Phaeophilacris bredoides
Höhlengrillen
(Phaeophilacris bredoides)

Gongylus gongylodes
Wandelnde Geige
(Gongylus gongylodes)

Extatosoma tiaratum
Gespenstschrecke
(Extatosoma tiaratum)

Phyllocrania paradoxa
Geistermantis
(Phyllocrania paradoxa)

Zonocerus variegatus
Harlekinschrecke
(Zonocerus variegatus)

Peruphasma schultei
Peru-Stabschrecken
(Peruphasma schultei)

Schistocerca gregaria
Wüstenheuschrecken
(Schistocerca gregaria)

Tropidacris collaris
Südamerikanische Riesenheuschrecke
(Tropidacris collaris)

Therea olegrandjeani
Fragezeichenschabe
(Therea olegrandjeani)

Gromphadorhina grandidieri
Grandidier-Fauchschabe
(Gromphadorhina grandidieri)

Trichonephila senegalensis
Seidenspinne
(Trichonephila senegalensis)

Aphonopelma seemanni
Gestreifte Guatemala-Vogelspinne
(Aphonopelma seemanni)


Das Kapitel "Vielfalt der Kriechtiere" beschreibt, dass es sich um wechselwarme Tiere handelt, die meist hartschaligen Eier an Land ablegen. Von den etwa 10.000 Arten sind nur wenige lebendgebärend. Unter dem Begriff Kriechtiere (oder Reptilien) werden traditionell Krokodile, Schildkröten, Echsen, Schlangen und Brückenechsen verstanden. Da alle rezenten Reptilien näher mit den Vögeln als mit den Säugetieren verwandt sind, bilden sie zusammen mit den Vögeln das gemeinsame Taxon Sauropsida (siehe Systematik der Tetrapoda (Landwirbeltiere).

Astrochelys radiata
Strahlenschildkröte
(Astrochelys radiata)

Chelodina parkeri
Schlangenhalsschildkröte
(Chelodina parkeri)

Stigmochelys pardalis pardalis
Südliche Pantherschildkröte
(Stigmochelys pardalis pardalis)

Varanus panoptes horni
Arguswaran
(Varanus panoptes horni)

Varanus salvadorii
Papuawaran
(Varanus salvadorii)

Varanus mitchelli
Mitchells Waran
(Varanus mitchelli)

Brachylophus fasciatus
Gebänderter Fidschi-Leguan
(Brachylophus fasciatus)

Cyclura cornuta
Junge Nashornleguane
(Cyclura cornuta)

Anolis equestris
Ritteranolis
(Anolis equestris)

Furcifer pardalis
Pantherchamäleon
(Furcifer pardalis)

Dalmatolacerta oxycephala
Dalmatinische Spitzkopfeidechse
(Dalmatolacerta oxycephala)

Phelsuma standingi
Standings Taggecko
(Phelsuma standingi)

Uromastyx thomasi
Oman-Dornschwanzagame
(Uromastyx thomasi)

Shinisaurus crocodilurus
Krokodilschwanzechse
(Shinisaurus crocodilurus)

Platysaurus intermedius subniger
Schwarzbauch-Plattgürtelechse
(Platysaurus intermedius subniger)

Pseudopus apodus
Scheltopusik
(Pseudopus apodus)

Cordylus tropidosternum
Zwerggürtelschweif
(Cordylus tropidosternum)

Caiman crocodilus
Krokodilkaiman
(Caiman crocodilus)

Alligator mississippiensis
Mississippi-Alligator
(Alligator mississippiensis)

Cerastes cerastes
Wüsten-Hornviper
(Cerastes cerastes)

Morelia viridis
Grüner Baumpython
(Morelia viridis)

Pantherophis obsoletus
Erdnatter
(Pantherophis obsoletus)

Steppennatter
Steppennatter
(Elaphe dione)

Zamenis situla
Leopardnatter
(Zamenis situla)

Opheodrys aestivus
Raue Grasnatter
(Opheodrys aestivus)





Aquazoo Löbbecke Museum Düsseldorf