Zoo Osnabrück
Der Zoo Osnabrück ist ein Zoo im Süden von Osnabrück. Er liegt an den Hängen des Schölerbergs in einem Waldgebiet und wird deshalb auch Waldzoo genannt. Auf einer Fläche von 23,5 Hektar leben mehr als 2.600 Individuen aus 290 Tierarten.
Ausgangspunkt für den heutigen Osnabrücker Zoo waren Zoofreunde, die sich in der „Gemeinschaft der Freunde des Heimattiergartens“ zusammengeschlossen hatten und mithilfe von Spenden ihren Plan zur Gründung eines Zoos umsetzen konnten. Der Zoo wurde an den Hängen des Schölerbergs im Süden von Osnabrück im Juli 1935 als Heimattiergarten gegründet und am 26. Juli 1936 eröffnet. Die ersten Tiere waren ein Dachs, ein Fuchs und ein Bär. Eine Voliere, ein Eulenturm, ein Hirsch- und Rehgatter sowie ein Aquarium folgten wenig später. 1938 trafen die ersten Bären ein.
Nach dem Wiederaufbau aufgrund der starken Zerstörungen während des Zweiten Weltkriegs wurde der „Heimattiergarten“ 1947 in „Tiergarten“ umbenannt. Die ersten Affen zogen ein. In den Jahren 1959 und 1960 entstanden ein Warmhaus, eine Pinguinanlage und das erste Elefantenhaus. 1961 kam die erste indische Elefantenkuh, die vom Zirkus William Althoff übernommen wurde. 1970 wurde der Tiergarten in Zoo Osnabrück umbenannt.
Ab 1980 erfolgte eine neue Ausrichtung mit dem Ziel, einzelne Themenlandschaften mit einer artgerechten Tierhaltung zu entwickeln. Dazu wurden zahlreiche Neu-, Um- und Erweiterungsbauten erforderlich. 1988 und 1989 entstanden eine Tropenhalle, das Aquarium, eine neue Pinguin-Anlage und eine erweiterte Außenanlage der Menschenaffen. Der neue Elefantenpark wurde 1998 fertiggestellt. 2004 wurde Samburu eröffnet.

Unser letzter Besuch: 06/2026 
Im März 2009 wurde der Osnabrücker Zoo um einen in dieser Form einmaligen unterirdischen Zoo erweitert. Die Besucher schlängeln sich durch ein Labyrinth von schmalen Gängen und können dort Tiere in ihren Höhlensystemen beobachten, darunter Wanderratten und Nacktmullen.
Im Juni 2010 eröffnete das 5,5 Hektar große Afrika-Areal Takamanda, im Juli 2011 folgte die nordeuropäische Taigalandschaft Kajanaland. Im Mai 2012 wurde die asiatische Tempellandschaft Angkor Wat mit einem Affentempel für Schweinsaffen, einem Tigergehege und einem Menschenaffenhaus eröffnet. Im Nordosten des Zoos wurde im Oktober 2018 die Nordamerika-Landschaft Manitoba errichtet. Dort leben u.a. Waldbisons, Hudson-Bay-Wölfe und Schwarzbären. 2021 entstand das zweiteilige Themenareal Mapungubwe. In Mapungubwe West leben Breitmaulnashörner, Sandkatzen, Paradieskraniche und Pinselohrschweine. Mapungubwe Ost gehört ausschließlich den Asiatischen Löwen. 2022 wurden die Wasserwelten Mariasiel mit Kalifornischen Seelöwen, Seehunden, Humboldt-Pinguinen und Rosapelikanen eröffnet.
Kajanaland
Kajanaland ist die schwedische Bezeichnung für die finnische Region Kainuu. Diese liegt in Nordfinnland an der Ostgrenze zu Russland. Die Region ist sehr dünn besiedelt und geprägt durch Wald, Moore und Seen. Die Osnabrücker Variante dieser nordischen Wildnis hat eine Größe von ca. 1,5 Hektar. Ein bis zu sechs Meter hoher Pfad führt die Besucher zu den Bären, Rentieren, Luchsen, Waschbären und Silberfüchsen. Der Silberfuchs ist keine eigene Art, sondern eine in Fuchsfarmen gezüchtete Farbmutation des Rotfuchses. Heimlicher Star in Kajanaland ist der Hybridbär Tabs. Er wurde 2004 im Osnabrücker Zoo geboren. Seine Mutter ist eine Braunbärin und sein Vater ein Eisbär.

Silberfuchs
(Vulpes vulpes)

Eurasischer Vielfraß
(Gulo gulo gulo)

Taps
Hybrid aus Braunbär und Eisbär

Europäischer Luchs
(Lynx lynx lynx)

Europäischer Luchs
(Lynx lynx lynx)

Hausrentier
(Rangifer tarandus f. domestica)
Samburu
Die zwei Hektar große Anlage wurde benannt nach dem Samburu National Reserve, einem Nationalpark im Norden Kenias. Charakteristisch für diese Landschaft sind felsige Hügel, Flüsse sowie offene und weite Grassavannen und Trockenbüsche. Zu den typischen Bewohnern zählen Netzgiraffen, Impalas, Ellipsenwasserböcke und Strauße.

Netzgiraffen (Giraffa reticulata)

Große Kudus
(Tragelaphus strepsiceros)

Elenantilopen
(Tragelaphus oryx)

Ellipsen-Wasserböcke
(Kobus ellipsiprymnus ellipsiprymnus)

Impalas
(Aepyceros melampus melampus)

Südafrikanischer Blauhalsstrauß
(Struthio camelus australis)

Kirk-Dikdik
(Madoqua kirkii)

Klippschliefer
(Procavia capensis)

Langohrziege
(Capra aegagrus f. hircus)

Langohrziege
(Capra aegagrus f. hircus)
Takamanda
Die Gestaltung der Afrika-Landschaften ist dem gleichnamigen Nationalpark in Kamerun nachempfunden. Die Gesamtfläche beträgt 5,5 Hektar. Auf dem 800 Meter langen Rundweg sind afrikanischen Tierarten zu sehen, darunter Schimpansen, Tüpfelhyänen, Zebramangusten, Servale, Warzenschweine, Erdmännchen und Chapman-Zebras. Blessböcke, Mantelpaviane, Guerezas und Afrikanische Wildhunde sind aktuell nicht mehr in Osnabrück zu sehen.

Mantelpavian
(Papio hamadryas)

Kikuyu-Guereza
(Colobus guereza kikuyuensis)

Weißnackenmangabe
(Cercocebus lunulatus

Rotbüffel
(Syncerus caffer nanus)

Tüpfelhyäne
(Crocuta crocuta)

Dianameerkatze
(Cercopithecus diana)

Blessbock
(Damaliscus pygargus phillipsi)

Westafrikanische Warzenschweine
(Phacochoerus africanus africanus)
Mapungubwe
Der afrikanische Themenbereich ist benannt nach dem Mapungubwe-Nationalpark in Südafrika. Der Park zeichnet sich aus durch eine hohe Artenvielfalt, markante Felsen und die Existenz archäologischer Fundstätten. In Osnabrück gibt es zwei Bereiche. In Mapungubwe West leben Breitmaulnashörner, Sandkatzen, Paradieskraniche und Pinselohrschweine. Mapungubwe Ost gehört ausschließlich den Löwen. Die Anlage wurde 2021 erweitert und besteht jetzt aus zwei Bereichen. Im neuen Bereich leben seit April 2025 zwei asiatische Löwen. Bislang hielt man in Osnabrück afrikanische Löwen. Grundlage für diesen Wechsel war eine strategische Eintscheidung des Zoos, da die asiatischen Löwen gefährdeter sind als ihre afrikanischen Artgenossen. Der afrikanische Kater Kipangi verbleibt in Osnabrück. Er wurde hier geboren und verbringt seinen Lebensabend auf dem älteren Teil der Anlage.

Südliche Breitmaulnashörner
(Ceratotherium simum simum)

Liam, der 10 Wochen alte Nashornbulle

Pinselohrschweine
(Potamochoerus porcus)
Arabische Sandkatze
(Felis margarita thinobia)

Südafrikanischer Löffelhund
(Otocyon megalotis megalotis)
Angkor Wat
Vorbild für diesen 3.000 Quadratmeter großen Themenbereich ist die Tempelanlage Angkor Wat in Kambodscha. Hier leben Sumatra-Tiger, Trampeltiere, Kleine Pandas, Orang-Utans, Siamangs, Südliche Schweinsaffen, Asiatischer Zwergotter und Asiatische Elefanten. 2013 wurde die Haltung der Afrikanischen Elefanten zugunsten der Asiatischen Elefanten aufgegeben. Im März 2017 kam die trächtige Elefantenkuh Douanita zusammen mit ihrer vierjährigen Tochter Sita nach Osnabrück und im Juli 2017 wurde der erste Elefantennachwuchs in der Geschichte des Zoos vermeldet.

Trampeltier
(Camelus ferus f. bactrianus)

Asiatischer Elefant
(Elephas maximus)

Afrikanischer Elefant
(Loxodonta africana)

Weißschwanz-Stachelschwein
(Hystrix indica)

Männlicher Nördlicher Weißwangenschopfgibbon
(Nomascus leucogenys)

Weiblicher Nördlicher Weißwangenschopfgibbon
(Nomascus leucogenys)
Unterirdischer Zoo
In einem unterirdischen Stollen kann man Erdbewohner wie Nacktmulle, Wanderratten und Erdhummeln beobachten. Am Ende des Tunnels leben Spitzmaus-Langzüngler. Diese rund fünf Zentimeter kleinen Fledertiere stammen aus Mittel- und Südamerika. Das blaue Licht imitiert das Mondlicht. Das macht den Fledermäusen den Tag zur Nacht und umgekehrt. Auch die Schwarzschwanz-Präriehunde gehören zum unterirdischen Zoo, lassen sich aber auch oberirdisch im Außengehege beobachten.
Manitoba
"Die unendlichen Weiten Kanadas" sind die Heimat von Hudson Bay-Wölfen, Schwarzbären und Waldbisons. Zudem leben hier Murmeltiere, Stinktiere, Polarfüchse, Biber und Baumstachler, Wüstenbussarde und Schneeeulen.

Wüstenbussard
(Canis lupus hudsonicus)
Südamerika
Im Südamerikahaus wohnen Bolivianische Totenkopfäffchen und Zweifingerfaultiere. Auf der Außenlage sind häufig Nandus, Flachlandtapire und Wasserschweine (Capybaras) unterwegs. Die ebenfalls aus Südamerika stammenden Klammeraffen leben nicht hier im Südamerikabereich, sondern im Bereich des Haupteingangs. Bei unserem letzten Besuch im Juni 2026 waren Kolumbianische Klammeraffen (Ateles fusciceps rufiventris) zu sehen. Von einem früheren Besuch stammt die Aufnahme der Schwarzgesicht-Klammeraffen (Ateles chamek).

Kolumbianischer Klammeraffe
(Ateles fusciceps rufiventris)

Schwarzgesicht-Klammeraffen
(Ateles chamek)

Wasserschwein
(Hydrochoerus hydrochaeris)
Wasserwelten
"Von Nordsee bis Amazonas" lautet der Untertitel der Wasserwelten. Vor einer Kulisse aus bunten Holzhäusern befinden sich die Becken der Seehunde der Kalifornischen Seelöwen. In der Unterwasser-Panorama-Galerie können die Schwimmkünste beider Arten erkundet werden. Weitere Bewohner sind Humboldt-Pinguine und Rosapelikane. Zu den Wasserwelten gehört auch das Tetra-Aquarium, in dem u.a. Brillenkaimane und die Seychellen-Riesenschildkröten zuhause sind.

Kalifornischer Seelöwe
(Zalophus californianus)

Seehund
(Phoca vitulina vitulina)

Humboldtpinguin
(Spheniscus humboldti)

Ohrenqualle
(Aurelia aurita)

Masken-Nasendoktorfisch
(Naso vlamingii)

Weißdorn-Segelflossendoktor
(Zebrasoma scopas)

Gelber Segelflossen-Doktorfisch
(Zebrasoma flavescens)

Indischer Segelflossendoktor
(Zebrasoma desjardinii)

Rotstreifenhusar
(Sargocentron rubrum)

Roter Piranha
(Pygocentrus nattereri)

Silberflossenblatt
(Monodactylus argenteus)

Grünes Schwalbenschwänzchen
(Chromis viridis)

Lake-Furnusu-Regenbogenfisch
(Melanotaenia mairasi)

Genetzter Algenfresser
(Crossocheilus reticulatus)

Rosapelikan
(Pelecanus onocrotalus)

Seychellen-Riesenschildkröte
(Aldabrachelys gigantea)

Falsche Landkarten-Höckerschildkröte
(Graptemys pseudogeographica pseudogeographica)

Nilwaran
(Varanus niloticus)
Vogelwelten
Es gibt zahlreiche Stellen im Zoo, an den Vögel zu sehen sind. Viele befinden sich im nahe den Wasserwelten und Mapungubwe West, dazu kommen die Flamingos am Haupteingang und die begehbaren Volieren für Rosapelikane und Humboldt-Pinguin in den Wasserwelten. Die Pfauen haben das große Los gezogen, denn sie dürfen das ganze Zoogelände nutzen. Gleiches gilt für die inoffiziellen Zoobewohner: Jedes Jahr kommen Störche in den Zoo, um ihr Sommerquartier zu beziehen. Meist sieht man sie hoch oben auf einem Horst, oder bei den Wasserwelten. Falls man sie mal nicht sehen sollte, kann häufig ihr Klappern hören, mit dem sie sich untereinander verständigen untereinander begrüßen und Eindringlinge vom Nest fernhalten.

Kubaflamingos
(Phoenicopterus ruber)

Rötelpelikan
(Pelecanus rufescens)
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Weißstorch
(Ciconia ciconia)

Kuhreiher
(Ardea ibis)

Pharaonenibis oder Heiliger Ibis
(Threskiornis aethiopicus)

Scharlachsichler
(Eudocimus ruber)

Indischer Saruskranich
(Antigone antigone antigone)

Spitzschopftaube
(Ocyphaps lophotes)

Jägerliest
(Dacelo novaeguineae)
Weitere Bewohner
Die nachfolgenden Aufnahmen zeigen ehemalige Bewohner, die wir den heutigen Themenwelten nicht eindeutig zuordnen können.

Afrikanischer Wildhund
(Lycaon pictus)

Eurasischer Wolf
(Canis lupus lupus)

Südliche Kleine Kudus
(Tragelaphus imberbis)
Hinweis:
Die Bilder aus dem Zoo Osnabrück haben wir über viele Jahre gesammelt. Es ist daher möglich, dass die eine oder andere Art heute nicht mehr zu sehen ist.






















