Der Münchner Tierpark Hellabrunn

Der Tierpark hat ab 1928 als erster Geozoo der Welt die Tiere nach verschiedenen Kontinenten präsentiert. Heute zählt er zu den renommiertesten wissenschaftlich geführten Zoos Europas.

Der Münchner Tierpark Hellabrunn ist eingebettet in das Landschaftsschutzgebiet der östlichen Isar-Auen. Das Gelände verfügt über einen sehr alten Baumbestand. Der Auer Mühlbach durchzieht den Tierpark und speist zahlreiche Wasserläufe und Wassergräben, die als natürliche Gehege-Begrenzungen genutzt werden. Der Tierpark wurde am 1. August 1911 eröffnet und bereits 1922 wegen Geldmangel wieder geschlossen. Die Einrichtungen wurden demontiert, die Gebäude verfielen.

1925 wurde ein Tierparkausschuss gegründet, der einen Neuaufbau konzipierte und den Tierpark am 23. Mai 1928 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich machte. Man griff die Ideen des Hamburger Zoogründers Carl Hagenbeck auf, durch gitterlose Freianlagen einen ungestörten Blick auf die Tiere zu ermöglichen. Zudem sollten die Tiere nach Kontinenten geordnet und in natürlichen Lebensgemeinschaften gehalten werden. Die Idee "Geozoo" war geboren.

Ab 1972 wurde ein Generalausbauplan zur Erneuerung der Tierparkanlage aufgestellt, da die viele Anlagen renovierungsbedürftig waren und Neubauten überfällig wurden. Nach und nach entstanden das Polarium, die 5.000 m² große Vogelvoliere, das Affenhaus, das Nashornhaus, die Dschungelwelt , das Schildkrötenhaus mit Insektarium, das Urwaldhaus, das Orang-Utan-Paradies, das Artenschutzzentrum, die Eisbärenanlage, die Anlage für Humboldtpinguine und die Giraffensavanne. Laut Tierbestandsliste 2019 befinden sich in Hellabrunn ca, 18.100 Tiere aus 710 Arten, darunter etwa 8.500 Fische, 7.650 Wirbellose, 930 Säugetiere, 600 Vögel, 380 Reptilien und 60 Amphibien.

Heckpferd
Heckpferd

Heckpferd
Heckpferd

Heckrind
Heckrind

Das Heckrind entstand in den 1920er Jahren durch Kreuzungen mehrerer europäischer Rinderrassen mit dem Ziel, ein Abbild des ausgerotteten Auerochsen zu erhalten. Das Heckpferd entstand durch die Kreuzungen verschiedener europäischer Pony- und Pferderassen bei dem Versuch ein Pferd zu züchten, das dem ausgestorbenen Tarpan-Wildpferd gleicht. Beide sind benannt nach den Brüdern Heinz und Lutz Heck benannt, die zahlreiche Versuche unternahmen, Nutztiere zu züchten, die deren ausgestorbenen Stammformen ähneln sollen. Heinz Heck war von 1927 bis 1969 Direktor des Tierparks Hellabrunn.

Panthera leo
Löwe
(Panthera leo)

Panthera tigris altaica
Sibirischer Tiger
(Panthera tigris altaica)

Giraffa reticulata
Netzgiraffe
(Giraffa reticulata)

Lemur catta
Katta
(Lemur catta)

Suricata suricatta
Erdmännchen
(Suricata suricatta)

Canis lupus lupus
Eurasischer Wolf
(Canis lupus lupus)

Capra ibex
Alpensteinbock
(Capra ibex)

Equus kiang holdereri
Östlicher Kiang
(Equus kiang holdereri)

Rupicapra pyrenaica
Pyrenäen-Gämse
(Rupicapra pyrenaica)

Wallabia bicolor
Sumpfwallaby
(Wallabia bicolor)

Notamacropus agilis
Flinkwallaby
(Notamacropus agilis)

Osphranter rufus
Rote Riesenkängurus
(Osphranter rufus)

Asiatische Elefanten (Elephas maximus)
Asiatische Elefanten
(Elephas maximus)

Indisches Panzernashorn (Rhinoceros unicornis)
Indisches Panzernashorn
(Rhinoceros unicornis)

Eurasischer Elch (Alces alces alces)
Eurasischer Elch
(Alces alces alces)

Tragelaphus angasii
weibliche Nyalas
(Tragelaphus angasii)

Tragelaphus angasii
männlicher Nyala
(Tragelaphus angasii)

Nanger dama mhorr
Mhorr-Gazellen
(Nanger dama mhorr)

Java-Banteng (Bos javanicus javanicus)
Java-Banteng
(Bos javanicus javanicus)

Pongo abelii
Sumatra Orang-Utans
(Pongo abelii)

Sus barbatus
Bartschwein
(Sus barbatus)

Vögel

Die 5.000 m² große und 18 Meter hohe Großvoliere bietet zahlreichen Arten einen großen Bewegungsfreiraum und den Besuchern einen freien Blick auf die Tiere. Darüber hinaus sind großzügige Freigehege angelegt, u.a. für Flamingos, Pelikane oder Kormorane. In den Tierhäusern sind insbesondere die tropischen Vertreter untergebracht, zum Beispiel in der Dschungelwelt. Auf den Wasserflächen tummeln sich Enten und Gänse. Wer aufmerksam durch den Tierpark geht, wird in den Wasserläufen und in den Bäumen viele einheimische Vogelarten finden. Das Landschaftsschutzgebiet, die vielen Wasserflächen und der alte Baumbestand bietet ideale Möglichkeiten sich hier anzusiedeln oder regelmäßig als Besucher vorbei zu schauen.

Alisterus scapularis
Königssittich
(Alisterus scapularis)

Regenbogenlori (Trichoglossus moluccanus)
Regenbogenlori
(Trichoglossus moluccanus)

Amazona albifrons
Weißstirnamazonen
(Amazona albifrons)

Amazona aestiva
Blaustirnamazone
(Amazona aestiva)

Eudocimus ruber
Roter Sichler
(Eudocimus ruber)

Kubaflamingo (Phoenicopterus ruber ruber)
Kubaflamingo
(Phoenicopterus ruber ruber)

Geronticus eremita
Waldrapp
(Geronticus eremita)

Bucorvus abyssinicus
Nördlicher Hornrabe
(Bucorvus abyssinicus)

Leptoptilos crumeniferus
Marabu
(Leptoptilos crumeniferus)

Balearica pavonina
Kronenkraniche
(Balearica pavonina)

Threskiornis spinicollis
Stachelibis
(Threskiornis spinicollis)

Anthropoides paradisea
Paradieskranich
(Anthropoides paradisea)

Pelecanus onocrotalus
Rosapelikane
(Pelecanus onocrotalus)

Cygnus atratus
Trauerschwan
(Cygnus atratus)

Tadorna tadorna
Brandgans
(Tadorna tadorna)

männliche Mandarinente (Aix galericulata)
männliche Mandarinente
(Aix galericulata)

weibliche Kolbenente (Netta rufina)
weibliche Kolbenente
(Netta rufina)

männliche Kolbenente (Netta rufina)
männliche Kolbenente
(Netta rufina)

weiblicher Zwergsäger (Mergellus albellus)
weiblicher Zwergsäger
(Mergellus albellus)

Graugans (Anser anser)
Graugans
(Anser anser)

Zebrafink (Taeniopygia guttata)
Zebrafink
(Taeniopygia guttata)

Aquarium

In der Tierbestandsliste sind ca. 8.700 Fische aus 300 Arten gelistet. Die größten Bewohner sind die Schwarzspitzen-Riffhaie. Ihr Becken ist 14 Meter breit und mit 100.000 Litern Wasser gefüllt. 3 Tonnen Salz sind erforderlich um den Haien ein geeignetes Habitat zu bieten.

Carcharhinus melanopterus
Schwarzspitzen-Riffhai
(Carcharhinus melanopterus)

Pterois volitans
Pazifischer Rotfeuerfisch
(Pterois volitans)

Arothron meleagris
Perlhuhn-Kugelfisch
(Arothron meleagris)

Entacmea quadricolor
Kupfer- oder Blasenanemone
(Entacmea quadricolor)

Heteroconger hassi
Ohrfleck-Röhrenaal
(Heteroconger hassi)

Aurelia aurita
Ohrenqualle
(Aurelia aurita)

Naso vlamingii
Masken-Nasendoktorfisch
(Naso vlamingii)

Chromis viridis
Grünes Schwalbenschwänzchen
(Chromis viridis)

Zebrasoma desjardinii
Indischer Segelflossendoktor
(Zebrasoma desjardinii)

Cyathopharynx furcifer
Großer Fadenmaulbrüter
(Cyathopharynx furcifer)

Symphorichthys spilurus
Segelflossen-Schnapper
(Symphorichthys spilurus)

Ctenolucius hujeta
Hujeta-Hechtsalmler
(Ctenolucius hujeta)

Wetmore-Barbe (Hypsibarbus wetmorei)
Wetmore-Barbe
(Hypsibarbus wetmorei)

Diodon holocanthus
Braunflecken-Igelfisch
(Diodon holocanthus)

Lepisosteus oculatus
Gefleckter Knochenhecht
(Lepisosteus oculatus)

Oxycirrhites typus
Langschnauzen-Korallenwächter
(Oxycirrhites typus)

Pomacentrus moluccensis
Zitronen-Demoiselle
(Pomacentrus moluccensis)

Vieja maculicauda
Schwarzgürtel-Buntbarsch
(Vieja maculicauda)