Die Meranti-Halle im Allwetterzoo

Eingang zur Meranti-Halle
Die Tropenhalle im Allwetterzoo hat ihren Namen von einer Gruppe tropischer Laubhölzer aus der Gattung Shorea. Meranti-Bäume gehören zu den höchsten Bäumen in tropischen Regenwäldern. Das größte bisher bekannte Exemplar hat eine Höhe von 100,8 Meter (siehe Gigant auf Borneo entdeckt). Meranti-Bäume sind stark gefährdet. Sie werden häufig illegal gerodet, denn ihr Holz ist begehrt für den Bau von Häusern, Booten und Möbeln.
In Münster hat man den Namen Meranti-Halle gewählt als Symbol für die Vielfältigkeit der Tropen einerseits und als Mahnmal für die ständig fortschreitende Zerstörung des tropischen Lebensraums andererseits.
Die Halle hat eine Grundfläche von 4.000 Quadratmetern. Zusammen mit den angeschlossenen Außenanlagen beträgt die Gesamtfläche 11.000 Quadratmeter. Die gläserne Kuppel erreicht im höchsten Punkt eine Höhe von 16 Metern. Auf Gitter, Zäune und Netze wurde verzichtet, um den Besuchern einen freien Blick auf die Tiere bieten zu können. Die Hängebrücken, Podeste und Aussichtstürme ermöglichen einen schönen Blick auf Tiere und Pflanzen aus unterschiedlichsten Perspektiven.
Die Halle ist klimaneutral. Sie wird mit Erdwärme betrieben. Warmes Wasser wird aus 250 Meter Tiefe nach oben befördert. Zusätzlich wird mittels Betonkernaktivierung Wärme in die Halle abgegeben, ähnlich wie bei einer Fußbodenheizung. Damit die warme Luft nicht nach außen dringen kann, wurde ein ETFE-Foliendach eingebaut. Diese Ethylen-Tetrafluorethylen-Folien werden in mehreren Schichten aufgebracht und zu Luftkissen aufgeblasen. Die Stromversorgung erfolgt mittels Photovoltaik. Für die Bewässerung der Pflanzen wird Regenwasser aufbereitet.
Flachlandtapire, Riesenotter, Brüllaffen, Ameisenbären, Mungos und Rote Varis haben abgegrenzte Gehege. Andere Bewohner, wie Fruchttauben oder Schamadrosseln, können sich in der Halle frei bewegen. Nicht ganz so einfach ist es, die Flughunde zu entdecken. Sie verstecken sich gerne in den großblättrigen Pflanzen. Darüber hinaus wurden einige Terrarien integriert, u.a. für Königspythons und Fidschileguane. Um den Pflanzen und Tieren bestmögliche Lebensbedingungen zu bieten, herrscht in der Halle eine hohe Luftfeuchtigkeit bei Temperaturen jenseits der 30 Grad.

Großer Ameisenbär
(Myrmecophaga tridactyla)

Weiblicher Schwarzer Brüllaffe
(Alouatta caraya)

Riesenotter
(Pteronura brasiliensis)

Köhlerschildkröten
(Chelonoidis carbonarius)

Weißbauch-Schnappschildkröte
(Elseya branderhorsti)

Weißbauch-Schnappschildkröte
(Elseya branderhorsti)

Zweifarben-Fruchttaube
(Ducula bicolor)

Gebänderter Fidschileguan
(Brachylophus fasciatus)

Schamadrossel
(Copsychus malabaricus)
Münster
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