Münchner Tierpark Hellabrunn
Der Münchner Tierpark Hellabrunn ist eingebettet in das Landschaftsschutzgebiet der östlichen Isar-Auen. Das Gelände verfügt über einen sehr alten Baumbestand. Der Auer Mühlbach durchzieht den Tierpark und speist zahlreiche Wasserläufe und Wassergräben, die u.a. als natürliche Gehege-Begrenzungen genutzt werden.
Der Tierpark wurde am 1. August 1911 eröffnet, musste aber bereits 1922 wegen Geldmangels wieder geschlossen werden. 1925 wurde ein Ausschuss gegründet, der einen Neuaufbau konzipierte und den Tierpark am 23. Mai 1928 als Münchener Tierpark Hellabrunn AG wieder für die Öffentlichkeit zugänglich machte. Man griff die Ideen des Hamburger Zoogründers Carl Hagenbeck auf, durch gitterlose Freianlagen einen ungestörten Blick auf die Tiere zu ermöglichen. Zudem sollten die Tiere nach Kontinenten geordnet und in natürlichen Lebensgemeinschaften gehalten werden, womit der Tierpark Hellabrunn heute als der erste Geozoo der Welt gilt.
Im Zweiten Weltkrieg erleidet der Zoo schwere Beschädigungen. 1944 wurde der Betrieb eingestellt, konnte aber bereits im Mai 1945 wieder aufgenommen werden. Für umfangreiche Sanierungen der zerstörten Gebäude fehlte das Geld, daher blieben Provisorien zunächst bestehen. Dank einer Millionenspende des deutschen Unternehmers Helmut Horten im Jahr 1960 konnten Anlagen für Wildziegen, Wildschafe, ein Wolfsgehege sowie Ausstellungspavillons gebaut werden.

Unser letzter Besuch: 06/2026 
Ab 1972 wurde ein Generalausbauplan aufgestellt. Nach und nach erfolgte die Erneuerung fast aller Anlagen. 1975 entstand das Polarium mit Anlagen für Moschusochsen, Pinguine, Eisbären und Robben. 1980 war die 5.000 m² umfassende Großvoliere für Vögel bezugsfertig. 1983 folgte das Affenhaus, das heute unter der Bezeichnung „Welt der kleinen Affen“ für Lemuren, Neuweltaffen und Siamangs genutzt wird. 1990 entstand das Nashornhaus für Panzernashörner und Tapire. Später kamen u.a. hinzu das Dschungelzelt für Raubkatzen (1995), das Schildkrötenhaus mit Insektarium (1997), das Urwaldhaus für Schimpansen, Gorillas, Mississippi-Alligatoren und einiger Reptilien- und Fischarten (2001), das Orang-Utan-Paradies (2005), das Artenschutzzentrum (2007), die neue Eisbärenanlage (2010), die neue Anlage für Humboldtpinguine (2011), die 10.000 m² große Giraffensavanne (2013), die Menschenaffen-Anlagen (2015) und die 2.400 m² große Löwenanlage (2022). Ein weiteres Großereignis: die Wiedereröffnung der Dschungelwelt mit Tieren und Pflanzen der tropischen Regenwälder Südostasiens im Juni 2026.
Die Gesamtfläche des Tierparks beträgt 40 Hektar. Laut Geschäftsbericht 2024 leben in Hellabrunn Tiere aus 499 Arten, darunter Säugetiere (81 Arten) und Vögel (62 Arten).
Das Heckrind entstand in den 1920er Jahren durch Kreuzungen mehrerer europäischer Rinderrassen mit dem Ziel, ein Abbild des ausgerotteten Auerochsen zu erhalten. Das Heckpferd entstand durch die Kreuzungen verschiedener europäischer Pony- und Pferderassen bei dem Versuch ein Pferd zu züchten, das dem ausgestorbenen Tarpan-Wildpferd gleicht. Beide sind benannt nach den Brüdern Heinz und Lutz Heck, die zahlreiche Versuche unternahmen, Nutztiere zu züchten, die deren ausgestorbenen Stammformen ähneln sollten. Heinz Heck war von 1927 bis 1964 Direktor des Tierparks Hellabrunn.

Schraubenziege
(Capra falconeri)

Erdmännchen
(Suricata suricatta)

Großer Pampashase
(Dolichotis patagonum)

Alpengämse
(Rupicapra rupicapra rupicapra)

Abruzzengämse
(Rupicapra pyrenaica ornata)

Alpensteinbock
(Capra ibex)

Sumpfwallaby
(Wallabia bicolor)

Flinkwallaby
(Notamacropus agilis)

Rote Riesenkängurus
(Osphranter rufus)

Östlicher Kiang
(Equus kiang holdereri)

Przewalski-Pferd
(Equus ferus przewalskii)

Hirschziegenantilopen
(Antilope cervicapra)

männlicher Nyala
(Tragelaphus angasii)

weibliche Nyalas
(Tragelaphus angasii)

Mhorr-Gazellen
(Nanger dama mhorr)

Asiatischer Elefant
(Elephas maximus)

Panzernashorn
(Rhinoceros unicornis)

Java-Banteng
(Bos javanicus javanicus)
Vögel
Die 5.000 m² große und 18 Meter hohe Großvoliere bietet zahlreichen Arten einen großen Bewegungsfreiraum und den Besuchern einen freien Blick auf die Tiere. Darüber hinaus sind großzügige Freigehege angelegt, u.a. für Flamingos und Pelikane. Das Landschaftsschutzgebiet, die vielen Wasserflächen und der alte Baumbestand bieten zudem ideale Möglichkeiten für einheimische Arten. Diese kommen als Besucher vorbei oder bleiben dauerhaft. Hier eine kleine Auswahl von Vögeln aus dem Tierpark Hellabrunn.

Königssittich
(Alisterus scapularis)

Weißstirnamazonen
(Amazona albifrons)

Blaustirnamazone
(Amazona aestiva)

Regenbogenlori
(Trichoglossus moluccanus)

Scharlachsichler
(Eudocimus ruber)

Scharlachsichler - Jungtier
(Eudocimus ruber)

Kubaflamingo
(Phoenicopterus ruber ruber)

Waldrappe
(Geronticus eremita)
Marabu
(Leptoptilos crumenifer)

Kronenkraniche
(Balearica pavonina)

Brauner Sichler
(Plegadis falcinellus)

Rosapelikane
(Pelecanus onocrotalus)

Nördlicher Hornrabe
(Bucorvus abyssinicus)

Stachelibis
(Threskiornis spinicollis)

Südafrikanischer Blauhalsstrauß
(Struthio camelus australis)

Schwarzschwan
(Cygnus atratus)

Rosaflamingos
(Phoenicopterus roseus)

weibliche Kolbenente
(Netta rufina)

männliche Kolbenente
(Netta rufina)

männliche Mandarinente
(Aix galericulata)

Kleine Schneegans - dunkle Morphe
(Anser caerulescens caerulescens)

Weißwangengänse
(Branta leucopsis)

Chile-Spitzschwanzente
(Anas georgica spinicauda)

Reiherente
(Aythya fuligula)

Rothalsgans
(Branta ruficollis)

Graugans
(Anser anser)

Bahamaente - Zuchtform
(Anas bahamensis f. domestica)

Kappensäger
(Lophodytes cucullatus)
Fische, Wirbellose, Amphibien und Reptilien
Die erste Adresse für Fische, Wirbellose und Reptilien ist das Aquarium. Zudem gibt es im Urwaldhaus ein Korallenriff mit rund 50 verschiedenen Korallenarten und tropischen Fischen. Außerdem leben hier einige Reptilien, zum Beispiel das Stumpfkrokodil. Im Schildkrötenhaus gibt es neben Aldabraschildkröten und Madagassischen Spinnenschildkröten weitere Reptilien und Insekten. Aufgrund der Vielzahl der Arten haben wir für diese Tiere eine eigene Seite aufbereitet.
[weiter zu Fischen, Wirbellosen, Amphibien und Reptilien]

Schwarzspitzen-Riffhai (Carcharhinus melanopterus)
Hinweis:
Die Bilder aus dem Tierpark Hellabrunn haben wir über viele Jahre gesammelt. Es ist daher möglich, dass die eine oder andere Art heute nicht mehr zu sehen ist.
München
- Tierpark Hellabrunn - Zu Besuch im ersten Geozoo der Welt
- Fische, Wirbellose, Amphibien und Reptilien - Aus dem Aquarium, dem Schildkrötenhaus und dem Urwaldhaus























