Achrioptera fallax

Haltung und Zucht der Türkisblauen Riesenstabschrecke (Achrioptera fallax)

Türkisblaue Riesenstabschrecke (Achrioptera fallax)

Die Türkisblauen Riesenstabschrecken kommen ausschließlich in den Trockenwäldern Madagaskars vor.

Der deutsche Trivialname beschreibt zwei auffällige Merkmale. Zum einen ihre Größe. Die Männchen erreichen etwa 15 cm, die Weibchen sogar bis zu 23 cm. Zum zweiten die blaugrüne Färbung der Männchen, die sich nach der letzten Häutung zeigt.

Beide Geschlechter besitzen Flügel, sind aber flugunfähig. Die rötlich gefärbten Flügel werden bei einer drohenden Gefahr mit einem auffällig lauten Rascheln geöffnet, um den Gegner zu beindrucken.


Wir halten die  Türkisblauen Riesenstabschrecke in einem großzügigen, 80cm hohen Terrarium. Da die Tiere (zumindest die Weibchen) mit mehr als 20 cm recht groß sind, brauchen sie einen entsprechend großen Lebensraum. Stabile Kletteräste und zum Klettern geeignete Wandverkleidungen erhöhen die Bewegungsfreiheit der Tiere.

Als sehr wichtig hat sich eine gute Belüftung herausgestellt. Die Tiere stammen aus einer eher trockenen Umgebung. In einem feuchten Habitat bzw. bei Staunässe kommen sie nicht gut zurecht. Steht das Terrarium an einem warmen und hellen Platz, kann auf eine künstliche Wärmequelle verzichtet werden.

Als Bodengrund eignet sich ein Sand-Erde-Gemisch. Alternativ kann das Terrarium mit Küchenpapier ausgelegt werden. Das verhindert Schimmelbildung in der Erde und erleichtert das Aufsammeln der Eier, um diese in den Inkubator zur überführen. Da die Weibchen die Eier "herausschleudern" und nicht in die Erde einsetzen, hat das Küchenpapier keine negativen Auswirkungen auf die Nachzucht. Die Jungtiere schlüpfen nach ca. 4 Monaten. Die adulten Tiere erreichen eine Lebensdauer von ca. 8 Monaten.

Türkisblaue Riesenstabschrecke (Achrioptera fallax)Achrioptera fallax
Aus dem Terrarium eingesammelte EierEingesammelte Eier
Die Eier in der VergrößerungDie Eier in der Vergrößerung


Wir versorgen die Tiere nahezu ausschließlich mit den Blättern der Brombeere. Diese sind ganzjährig verfügbar. Selbst in den Wintermonaten gibt es ausreichend viele grüne Blätter. Alternativ können auch Eichenlaub oder Himbeerblätter verfüttert werden. Die Futterzweige werden in ein enges Gefäß gestellt. Breitere Gefäße werden an der Öffnung abgedichtet um zu verhindern, dass insbesondere junge Tiere hineinfallen und ertrinken. Wir ersetzen die Zweige wöchentlich durch frische. Zudem wird faulendes Laub und abgestandenes Wasser umgehend entfernt.