Seychellen

Die Seychellen sind ein Inselstaat im Indischen Ozean Es ist weltweit das erste Land, das den Naturschutz in seine Verfassung aufgenommen hat. Das Vallée de Mai auf Praslin und das Aldabra-Atoll wurden von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Das sind tolle Voraussetzungen, um interessante Tiere zu finden. Wir besuchten die Inseln Mahé, Praslin, Curieuse, Cousin, La Dique und Bird Island.

Das Gebiet der Republik Seychellen beinhaltet 115 Inseln, davon 42 Granit- und 73 Koralleninseln. Sie werden unterteilt in die Äußeren Inseln (Outer Islands) und die Inneren Inseln (Inner Islands).

  • Bei den Äußeren Inseln handelt es sich um sehr flache Koralleninseln, die sich auf eine Meeresfläche von etwa 300.000 km² verteilen und kaum besiedelt sind. Eine Koralleninsel entsteht durch Veränderungen des Wasserstandes. Ein Korallenriff kann bis zur Wasseroberfläche wachsen. Fällt der Wasserstand, bilden sich eine oder mehrere Inseln, z.B. in Form eines Atolls. Das Aldabra-Atoll ist das größte und wohl auch bekannteste der Outer Islands, u.a. aufgrund der Aldabra-Riesenschildkröte. Es wurde 1982 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.
  • Das Gebiet der Inneren Inseln  beinhaltet 32 Inseln, darunter die großen und bekannten Inseln wie Mahé, Praslin, La Digue und Silhouette. Die beiden nördlichsten Inseln Bird Island und Denis Island sind Koralleninseln, die übrigen bestehen aus Granitgestein. Diese sind entstanden beim Auseinanderdriften des Urkontinents Gondwana.

 

Ein 75 Millionen Jahre alter Granitfelsen ...
Dieser Granitfelsen ist ...

ein Überbleibsel des Urkontinents Gondwana
... ein Überbleibsel des Urkontinents Gondwana

Blick auf den Seychelles International Airport, Mahé
Blick auf den Seychelles International Airport, Mahé


Vermutlich waren es arabische Seefahrer, die die damals unbewohnten Inseln im 7. Jahrhundert entdeckten. Erstmals dokumentiert wurden die Seychellen 1506 auf portugiesischen Seekarten. 1756 nahmen die Franzosen die Inseln in Besitz und benannten sie nach dem Finanzminister Jean Moreau de Séchelles (1690-1761). 1778 wurde auf Mahé die heutige Hauptstadt Victoria gegründet. 1794 besetzen die Briten die Seychellen, die damals noch zu Mauritius gehörten. Der französische Verwalter blieb zunächst im Amt. Als die Briten 1810 Mauritius eroberten, fielen auch die Seychellen in ihren Besitz. Nach dem Sturz Napoleons I. wurden 1814 im Rahmen des Pariser Friedensabkommens die kolonialen Besitzungen neu geregelt und die Seychellen gingen endgültig in britischen Besitz über. 1970 erlangten die Seychellen die Selbstverwaltung und wurden 1976 unabhängig.

Ile Cachee, Ile au Cerf, Round, Long und Ile Moyenne
Ile Cachee, Ile au Cerf, Round, Long und Ile Moyenne

Die Ile Anonyme vor der Küste von Mahé
Ile Anonyme vor der Küste von Mahé

Die Ile aux Rats vor der Küste von Mahé
Ile aux Rats vor der Küste von Mahé


Offizielle Amtssprachen sind Französisch, Englisch und Seselwa, einer Variante der Kreolsprachen. Auf den Seychellen leben knapp 100.000 Einwohner, davon etwa ein Viertel in der Hauptstadt Victoria. Neben dem Export von Fisch, Kokosnüssen und Kokosöl ist der Tourismus die größte Einnahmequelle. Hier locken besonders die fantastischen Strände und das zum Schnorcheln ideale klare Wasser.

Ile aux Vaches
Ile aux Vaches vor der Küste von Mahé

Granitfelsen im Morne Seychellois Nationalpark auf Mahé
Granitfelsen im Morne Seychellois Nationalpark, Mahé

Endlose einsame Strände auf Mahé
Endlose einsame Strände auf Mahé

Am Strand auf Mahé
Am Strand auf Mahé

Typische Landstrasse auf Mahé
Typische Landstrasse auf Mahé

Typische Landstrasse auf Mahé
Typische Landstrasse auf Mahé

Kokospalme auf Praslin
Kokospalme auf Praslin

Palmkerne, gesehen auf Praslin
Palmkerne, gesehen auf Praslin

Blick von Praslin auf Cousin und Cousine
Blick von Praslin auf Cousin und Cousine

Praslin am frühen Abend
Praslin am frühen Abend

Abenddämmerung auf Praslin
Abenddämmerung auf Praslin

Sonnenuntergang auf Praslin
Sonnenuntergang auf Praslin

Strand auf Praslin
Strand auf Praslin

Strand auf Praslin
Strand auf Praslin

Felsiger Küstensabschnitt auf Praslin
Ein felsiger Küstenabschnitt auf Praslin

Cousin
Strand auf Cousin

Regenbogen über Cousin
Regenbogen über Cousin

Strand auf Curieuse
Strand auf Curieuse

St. Pierre
St. Pierre

Fische vor St. Pierre
Fische vor St. Pierre

Interessante Felsformationen
Interessante Felsformationen

Am Strand auf La Digue
Am Strand auf La Digue

Am Strand auf La Digue
Am Strand auf La Digue

Treffpunkt für Möwen auf La Digue
Treffpunkt für Möwen auf La Digue


Vallée de Mai

Neben dem Aldabra-Atoll wurde auch das Vallée de Mai auf Praslin von der UNESCO in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen. Das dicht bewachsene Tal ist ein Überbleibsel eines prähistorischen Waldes, der existierte, als die Granitfelsen noch zum Kontinent Gondwana gehörten. Bis etwa 1930 blieb das Tal unberührt. Dann entschied ein neuer Landbesitzer, das Tal in einen botanischen Garten umzugestalten. Dazu wurden Zierpflanzen, Kaffee- und Fruchtbäume eingeführt. 1945 ging das Tal in den Regierungsbesitz über. Seither verfolgt man das Ziel, ortsfremde Pflanzen herauszunehmen und den Urzustand wieder herzustellen. Heute beinhaltet das Vallée de Mai insgesamt 5.000 Seychellenpalmen (Lodoicea maldivica), auch Coco de Mer genannt. Diese auf den Seychellen endemische Palmenart erreicht eine Höhe von 24 Metern. Sie besitzt die größten Samen des Pflanzenreichs mit einem Gewicht von bis zu 25kg.

Jackfruchtbaum (Artocarpus heterophyllus)

Seychellenpalme (Lodoicea maldivica)

Vallée de Mai

Vallée de Mai

Vallée de Mai

Vallée de Mai

Vallée de Mai

Vallée de Mai

Vallée de Mai

Vallée de Mai

Seychellen Skink (Trachylepis seychellensis) im Vallée de Mai

Kleiner Seychellen-Taggecko (Phelsuma astriata astriata) im Vallée de Mai