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Dortmund

Die Welthauptstadt der Ameisenbären


Dortmund gilt als "Welthauptstadt der Ameisenbären". Bereits in den siebziger Jahren hat man sich intensiv um den großen Ameisenbär (Myrmecophaga tridactyla) gekümmert. Als weltweit erfolgreichste und bedeutendste Einrichtung dieser Art wurden mehr als 60 Geburten vermeldet. Übrigens ist die Bezeichnung Ameisenbär verwirrend, da sie keine Bären sind. Zusammen mit den Faultieren und den Gürteltieren bilden sie die Gruppe der Nebengelenktiere (Xenarthra).

In Gefahrensituationen stellen sich die Tiere auf die Hinterbeine und drohen mit den Vorderpranken. Dieses Verhalten ist durchaus vergleichbar mit den "echten Bären" und vermutlich mitverantwortlich für die Namensgebung. Auch der Namensteil "Ameisen" ist sachlich nicht ganz korrekt. Die Tiere haben sich auf staatenbildende Insekten spezialisiert, dazu zählen natürlich Ameisen aber auch Termiten. Mit den sichelförmigen Klauen schlitzen sie ein Loch in den Termiten- oder Ameisenhügel. Wie ein Katapult schnellt die Zunge bis zu 160-mal pro Minute in dieses Loch und befördert so alles in den Mund, was an der feuchten Zunge kleben bleibt. Neben Insekten sind dies auch Sandpartikel, die durch ihre mahlende Wirkung die Verdauung der Insekten unterstützen. Die ca. 2 Meter großen Tiere können bis zu 35.000 Ameisen am Tag verspeisen.

Myrmecophaga tridactylaGroßer Ameisenbär (Myrmecophaga tridactyla)
Euphractus sexcinctusSechsbinden-Gürteltier (Euphractus sexcinctus)
Choloepus didactylusZweifingerfaultier (Choloepus didactylus)


Mit Hilfe der kräftigen gebogenen Krallen hängt das Zweifingerfaultier (Choloepus didactylus) zumeist mit dem Rücken nach unten. Damit in dieser Position das Regenwasser besser abfließen kann, haben Faultiere den Scheitel ihres Fells auf dem Bauch und nicht auf dem Rücken wie bei anderen Säugetieren. Auf den Boden begeben sich die Faultiere nur zum Übergang auf einen anderen Baum und etwa alle 8 Tage zum Absetzen von Kot und Urin. Diese Lebensweise der Faultiere benötigt wenig Energie, dafür aber eine perfekte Tarnung. In ihrem braunen Fell siedeln Algen, die leicht grün schimmern. Durch dieses braun-grüne Farbenspiel sind sie für Fressfeinde schwer zu erkennen.

Im Dortmunder Zoo befinden sich mehr als 200 verschiedene Tierarten, darunter viele gefährdete Arten, wie zum Beispiel Große Ameisenbären, Zweizehenfaultiere, Riesenotter, Angola-Giraffen, Amur-Leoparden oder Jaguarundis. Darüber hinaus sind viele Arten zu sehen, die in deutschen Zoos eher selten gehalten werden. Beispiele dafür sind Gelbfuß-Felskänguru, Karpatenluchs, Himalaya-Tahr oder Arrauschildkröte. Nachfolgend einige Bilder unserer Besuche in Dortmund.

Schade, ohne Kleingeld gibt's kein FutterSchade,
ohne Kleingeld gibt's kein Futter
Pongo pygmaeusBorneo-Orang-Utan
(Pongo pygmaeus)
Suricata suricattaErdmännchen
(Suricata suricatta)
Cynictis penicillataFuchsmanguste
(Cynictis penicillata)
Giraffa giraffa angolensis (Angola-Giraffe)Angola-Giraffe
(Giraffa giraffa angolensis)
Petrogale xanthopusGelbfuß-Felskänguru
(Petrogale xanthopus)
Leptailurus servalServal
(Leptailurus serval)
Lynx lynx carpathicusKarpatenluchs
(Lynx lynx carpathicus)
Panthera pardus orientalisAmurleopard
(Panthera pardus orientalis)
Saimiri sciureusGewöhnlicher Totenkopfaffe
(Saimiri sciureus)
Puma yagouaroundiJaguarundi
(Puma yagouaroundi)
Ceratotherium simumSüdliches Breitmaulnashorn
(Ceratotherium simum simum)
Hemitragus jemlahicusHimalaya-Tahr
(Hemitragus jemlahicus)
Hippotragus equinusPferdeantilope
(Hippotragus equinus)
Macropus rufusRotes Riesenkänguru
(Macropus rufus)
Pteronura brasiliensisRiesenotter
(Pteronura brasiliensis)
Rhyticeros plicatusPapuahornvogel
(Rhyticeros plicatus)
Bubo scandiacusSchnee-Eule
(Bubo scandiacus)
Ciconia ciconiaWeißstorch
(Ciconia ciconia)
Tyto albaSchleiereule
(Tyto alba)
Otus scopsZwergohreule
(Otus scops)
Athene noctuaSteinkauz
(Athene noctua)
Aegolius funereusRaufußkauz
(Aegolius funereus)
Phaps chalcopteraBronzeflügeltaube
(Phaps chalcoptera)


Das Amazonashaus erstreckt sich über drei Ebenen und bietet einen Einblick in den tropischen Regenwald Südamerikas. Zahlreiche Tiere, wie Vögel und Grüne Leguane, können sich frei bewegen. Die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit im insgesamt 12 Meter hohen Gebäude sind entsprechend ausgelegt. Auch Teiche, Futterstellen und Rückzugsmöglichkeiten werden den freilaufenden Tieren geboten. Auf der unteren Ebene sind mehrere Aquarien eingerichtet in denen u.a. Welse, Buntbarsche, Salmler, Diskusfische, Piranhas und Schwimmwühlen zu sehen sind. Im der mittleren Ebene sind u.a. Wald- und Arrauschildkröten, Keilkopf-Glattstirnkaimane und Anakondas in Großterrarien untergebracht. Auf der obersten Ebene befinden sich Hundskopfschlinger, Gartenboas, Kaiserboas, Baumsteigerfrösche, Vogelspinnen, Zwergagutis und Kaiserschnurrbart-Tamarine.

AmazonashausEingang zum
Amazonashaus
Amazonetta brasiliensisAmazonasente
(Amazonetta brasiliensis)
Heros severusAugenfleckbuntbarsch
(Heros severus)
Metynnis hypsauchenDickkopf-Scheibensalmler
(Metynnis hypsauchen)
Ancistrus hoplogenysWeißsaum-Antennenwels oder Tüpfelantennenwels
(Ancistrus hoplogenys)
Iguana iguanaGrüner Leguan
(Iguana iguana)
Potamotrygon motoroPfauenaugen-Stechrochen
(Potamotrygon motoro)
Typhlonectes natansBreitkopf-Schwimmwühle
(Typhlonectes natans)
Staurotypus salviniiSalvins Kreuzbrustschildkröte
(Staurotypus salvinii)
Podocnemis expansaArrauschildkröte
(Podocnemis expansa)
Chelonoidis denticulataWaldschildkröte
(Chelonoidis denticulata)
Saguinus imperatorKaiserschnurrbart-Tamarin
(Saguinus imperator)



Der Dortmunder Zoo im Überblick
Fläche (ha):28
Tierarten:230
Tiere:1.500
Datenblatt VdZ:Link
 
Webseite Zoo:Link
 
Unser letzter Besuch:06-2017