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Stellagama stellio picea

Schleuderschwanzagame oder Hardun



Name

  • Wissenschaftliche Bezeichnung: Stellagama stellio picea
  • frühere Bezeichnung Laudakia stellio picea
  • D Schleuderschwanzagame oder Hardun
  • UK Roughtail Rock Agama



Systematik

  • Klasse: Reptilia (Reptilien) [LAURENTI, 1768]
  • Ordnung: Squamata (Schuppenkriechtiere) [OPPEL, 1811]
  • Unterordnung: Iguania (Leguanartige) [COPE, 1864]
  • Familie: Agamidae (Agamen) [DAUDIN, 1802]
  • Gattung: Stellagama [BAIG, WAGNER, ANANJEVA & BÖHME, 2012]
  • Art: Stellagama stellio [LINNAEUS, 1758]
  • Unterart: Stellagama stellio picea (Schleuderschwanzagame) [PARKER, 1935]
  • erstmals beschrieben: 1935 von Hampton Wildman Parker (1897–1968)



Stellagama stellio piceaStellagama stellio picea
Stellagama stellio piceaStellagama stellio picea



Natürlicher Lebensraum

  • Jordanien, Syrien, Libanon
  • heiße, felsige Gebiete mit einer hohen Sonnenintensität und Höchsttemperaturen von bis zu 50°C



Stellagama stellio piceaStellagama stellio picea
Stellagama stellio piceaStellagama stellio picea



Merkmale

  • Größe: ca. 20 cm
  • aufgrund der dunklen Grundfarbe auch "Schwarzer Hardun" genannt
  • tagaktiv, sehr flink
  • Lebenserwartung: 8-10 Jahre
  • ziehen sich oft schon bei kleinen Störungen (Geräusche, Bewegungen oder Blickkontakt) zurück in ihre Verstecke, meist in Felsspalten oder kleine Höhlen



Stellagama stellio piceaStellagama stellio picea
Stellagama stellio piceaStellagama stellio picea



Geschlechtsunterschiede

  • Die Männchen haben eine deutlich ausgeprägte "Bauchnaht" (siehe Bild links).



Deutlich sichtbare Bauchnaht bei einem männlichen TierStellagama stellio picea (männlich)
Die Bauchnaht ist bei einem weiblichen Tier nur wenig ausgeprägtStellagama stellio picea (weiblich)



Terrarien-Einrichtung

  • Terrariengröße für 1,1: mindestens 5 x 3 x 4 (L x B x H) in KRL
  • Wüstenterrarium mit Steinaufbauten, Ästen, Wurzeln
  • viele Kletter- und Versteckmöglichkeiten vorsehen
  • großflächiges Terrarium um den Tieren ihre schnellen Sprints zu ermöglichen
  • Temperatur tagsüber 35°C, nachts 18-24°C
  • lokale Spitzentemperaturen von bis zu 50°C
  • UV-Versorgung unbedingt erforderlich



Lieblingsversteck in der warmen Mulde einer FelsspalteLieblingsversteck in der warmen Mulde einer Felsspalte
Eine (für Zweibeiner) unvorstellbare SchlafstellungEine (für Zweibeiner) unvorstellbare Schlafstellung



Ernährung

  • Heimchen, Grillen, Heuschrecken, Käfer, Fliegen, Spinnen, Asseln, Wachsmotten
  • Pflanzliche Kost, zum Beispiel Löwenzahn, Blütenblätter, Salat, geriebenen Möhren



So fängt man eine HeuschreckeSo fängt man eine Heuschrecke
Verzehr einer HeuschreckeMahlzeit.



Winterruhe

  • 6-8 Wochen bei Temperaturen von 10-15°C



Eiablage und Inkubation

  • Jährlich sind 2 bis 4 Gelege möglich.
  • Die Größe der Gelege beträgt bis zu 10 Eier.
  • Die Jungtiere schlüpfen bei einer Temperatur von ca. 28°C meist nach etwa 60 Tagen. Ein Gelege aus 2010 benötigte sogar 85 Tage.
  • Die Jungtiere sind ca. 6-8 cm groß.
  • Für die Aufzucht der Jungtiere gelten die gleichen Bedingungen wie für die Haltung der adulten Tiere.



Ein trächtiges Weibchen mit PartnerEin trächtiges Weibchen mit Partner
Ein trächtiges WeibchenEin trächtiges Weibchen



EiablageDie Eier werden in einer Mulde abgelegt ...
Eiablage... und anschließend vergraben



Gelege mit 8 Eiern8 Eier umfasst dieses Gelege
Ein Jungtier schlüpftEin Jungtier schlüpft



Zwei JungtiereZwei weitere Jungtiere
Ei und JungtierGrößenvergleich: Ei und Jungtier



2 Jungtiere unmittelbar nach dem Schlupf2 Jungtiere unmittelbar nach dem Schlupf
4 Jungtiere schlüpfen beinahe gleichzeitig4 Jungtiere schlüpfen beinahe gleichzeitig