Galerie der Lagomorpha
Die Hasenartigen gliedern sich in zwei Familien, die weltweit verbreiteten Hasen (Leporidae) und die in Nordamerika und Nordasien vorkommenden kurzohrigen Pfeifhasen (Ochotonidae). Die nächsten Verwandten sind die Nagetiere (Rodentia). Beide Gruppen lassen sich auf eine gemeinsame Stammart zurückführen, allerdings gehen sie seit rund 60 Millionen Jahren getrennte Wege.
[PALLAS, 1778]
- Deutsch: Feldhase
- English: European Hare
- Español: Liebre común
- Français: Lièvre d'Europe
- Italiano: Lepre europea
- Lëtzebuergesch: Europäeschen Hues
- Nederlands: Europese haas
- Bokmål / Nynorsk: Sørhare
- Português: Lebre-europeia

Lepus europaeus
in Köln-Rondorf
[LINNAEUS, 1758]
- Deutsch: Europäisches Wildkaninchen
- English: European Rabbit
- Español: Conejo europeo
- Français: Lapin
- Italiano: Coniglio selvatico europeo
- Lëtzebuergesch: Wëll Kanéngchen
- Nederlands: Konijn
- Bokmål / Nynorsk: Kanin
- Português: Coelho-europeu

Oryctolagus cuniculus
im Kölner Grüngürtel

Oryctolagus cuniculus
am Marwick Head, Orkney Islands, Schottland

Oryctolagus cuniculus
auf Mainland, Orkney Islands
Gefährdungsstatus: Kategorie IV (unter Beobachtung)
Quelle: Rote Liste der gefährdeten Nutztierrassen in Deutschland, veröffentlicht von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH).
Das Riesenkaninchen stammt aus der Gegend von Gent im belgischen Flandern, die im 19. Jahrhundert eine Hochburg der Kaninchenzucht war. Entsprechend dieser Herkunft wurden sie zur Zeit des Importes um 1880 bis 1890 als Belgische oder Flämische Riesen bezeichnet. In Deutschland erfolgte eine Weiterzucht der importierten Riesenkaninchen zu noch größeren Tieren und einfarbigen Fellen und werden daher alternativ auch als Deutsche Riesen bezeichnet.
- Deutsch: Belgischer Riese
- English: Flemish Giant rabbit
- Nederlands: Vlaamse reus
- Français: Géant des Flandres
- Bokmål / Nynorsk: Belgisk kjempe
- Português: Gigante de Flandres

Belgischer Riese
im Wildpark Reuschenberg, Leverkusen

Belgischer Riese
im Wildpark Reuschenberg, Leverkusen

Belgischer Riese
im Wildpark Gangelt
Gefährdungsstatus: Kategorie IV (unter Beobachtung)
Quelle: Rote Liste der gefährdeten Nutztierrassen in Deutschland, veröffentlicht von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH).
Das Holländerkaninchen ist eine kleine Kaninchenrasse mit einem Gewicht von 2,5 bis 3,25 kg mit einer sehr regelmäßiger, symmetrischer Zeichnung. Die Rasse entstand in England, wo sie im 19. Jahrhundert aus holländischen Brabanter Kaninchen erzüchtet wurde. In Deutschland wurde die Rasse erstmals 1891 in Chemnitz ausgestellt.
- Deutsch: Holländer-Kaninchen
- English: Dutch rabbit
- Français: Hollandais
- Nederlands: Hollander
- Bokmål / Nynorsk: Hollender

Holländer-Kaninchen
im Tierpark Fauna Solingen

Holländer-Kaninchen
im Tierpark Fauna Solingen

Holländer-Kaninchen
im Tierpark Fauna Solingen
Gefährdungsstatus: Kategorie II (stark gefährdet)
Quelle: Rote Liste der gefährdeten Nutztierrassen in Deutschland, veröffentlicht von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH).
Die Farbe der Japanerkaninchen besteht aus gelben und schwarzen Farbfeldern. Die Kopfzeichnung ist idealerweise eine Kreuzzeichnung, d. h. eine Seite des Kopfes soll schwarz, die andere gelb sein, mit jeweils entgegensetzt gefärbten Ohren. Erstmals wurden Kaninchen mit der Bezeichnung "Japaner" 1887 in Frankreich gezeigt. Die Herkunft des Namens ist nicht bekannt, mit dem Land Japan hat der Name aber nichts zu tun.
- Deutsch: Japanerkaninchen
- English: Harlequin rabbit
- Français: Japonais
- Nederlands: Japanner

Japanerkaninchen
im Aachener Tierpark Euregiozoo
Gefährdungsstatus: Kategorie II (stark gefährdet)
Quelle: Rote Liste der gefährdeten Nutztierrassen in Deutschland, veröffentlicht von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH).
Der Meißner Widder wurde erstmals 1900 vorgestellt. Er entstand durch Kreuzungen von Englischen und Französischen Widdern mit Grausilberkaninchen in Meißen. Ziel war es, ein Fell zu züchten, das dem Fell eines Silberfuchses möglichst ähnlich sah. Heute wird das Fell nicht mehr verwendet, der Meißner Widder wurde von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen als vom Aussterben bedroht auf die Rote Liste der gefährdeten Nutztierrassen gesetzt.
- Deutsch: Meißner Widder
- English: Meissner Lop
- Français: Bélier de Meissen
- Bokmål / Nynorsk: Meissner vedder

Meißner Widder
im Kölner Zoo

Meißner Widder
im Zoo Duisburg
Gefährdungsstatus: Kategorie IV (unter Beobachtung)
Quelle: Rote Liste der gefährdeten Nutztierrassen in Deutschland, veröffentlicht von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH).
Der Thüringer ist ein mittelgroßes Kaninchen (Gewicht 3,5 bis 4,25 kg) mit breitem gedrungenem Körper und einem kurzen breiten Kopf. Die Deckfarbe der Tiere ist gelbbraun bis gelbrot. Darüber liegen dunkelbraune Grannenhaare, die über das Deckhaar verteilt sind und so den Eindruck eines rußartigen Schleiers erzeugen. Die Zucht begann Ende des 19. Jahrhunderts in Waltershausen (Thüringen).
- Deutsch: Thüringer Kaninchen
- English: Thuringer rabbit
- Français: Chamois de Thuringe
- Nederlands: Thüringer
- Italiano: xxx

Thüringer Kaninchen
im Erlebnis-Zoo Hannover
[HARTERT, 1894]
- Deutsch: Florida-Waldkaninchen
- Français: Lapin à queue blanche
- English: Curaçao Cottontail
- Español: Conejo de Florida
- Italiano: Silvilago orientale
- Nederlands: Floridakonijn
- Bokmål / Nynorsk: Vanlig Duskhalekanin
- Português: Coelho-da-Flórida

Sylvilagus floridanus nigronuchalis
auf der Karibikinsel Curaçao

Sylvilagus floridanus nigronuchalis
auf der Karibikinsel Curaçao
Gefährdungsstatus gemäß IUCN:
EX - Extinct (ausgestorben) / EW - Extinct in the Wild (in der Natur ausgestorben) /
CR - Critically Endangered (vom Aussterben bedroht) / EN - Endangered (stark gefährdet) /
VU - Vulnerable (gefährdet) / NT - Near Threatened (potenziell gefährdet) / LC - Least Concern (nicht gefährdet)
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