Costa Rica

Mit seiner großen Vielfalt an Pflanzen, Tieren und Landschaftsformen gehört Costa Rica zu den an Biodiversität reichsten Ländern der Erde.

Costa Rica grenzt im Osten an die Karibik und im Westen an den Pazifik. Auf einer Landfläche von rund 51.100 Quadratkilometern und knapp 600.000 Quadratkilometern an territorialen Gewässern befinden sich eine Vielfalt an Pflanzen, Tieren und Landschaftsformen. Costa Rica gehört zu den 20 an Biodiversität reichsten Ländern der Erde. Das Land gewinnt beinahe 100 % seines Strombedarfs aus regenerativen Quellen. 27 % der Landesfläche stehen unter Naturschutz. Es gibt mehr als 150 Nationalparks und Naturschutzgebiete. In den 1970er und 1980er Jahren waren rund 80 % des Regenwaldes gerodet. Inzwischen sind wieder mehr als 50 % des Landes von Wald bewachsen. Zum Schutz der Natur setzt Costa Rica auf den Ökotourismus, von dem Einheimische und auch Reisende profitieren können.

Auch politisch ist Costa Rica eine Besonderheit. Die Armee wurde 1948 zugunsten der Förderung von Bildungs- und Gesundheitsprogrammen abgeschafft. 1983 erklärte Costa Rica seine „dauerhafte und aktive unbewaffnete Neutralität“ und wird gerne als „die Schweiz Zentralamerikas“ bezeichnet.

Auf unserer Reise durch Costa Rica besuchen wir die Nationalparks Tortuguero und Cahuita, schauen rein in die biologische Forschungsstation Rara Avis und informieren uns in der Auffang- und Forschungsstation für Faultiere Sloth Sanctuary of Costa Rica. Wir überqueren den Rio Tárcoles um nach den dort lebenden Spitzkrokodilen zu schauen und halten Ausschau nach Grünen und Schwarzen Leguanen. Ein besonderes Vergnügen bereitete uns der Besuch der Familie Quesada, die in Sichtweite der Vulkans Arenal den Arenal Eco Zoo gegründet haben. Sie halten ca. 80 einheimischen Reptilienarten, darunter viele Schlangen, wie Buschmeister, Lanzenottern, Nattern und Boas.

Turdus grayi
Yigüirro - Die Gilbdrossel (Turdus grayi)
Der Nationalvogel von Costa Rica

Ara macao
Hellroter Ara
(Ara macao)

Costa RicaSonnenuntergang


Spitzkrokodile (Crocodylus acutus) am Rio Tárcoles

Der Rio Tárcoles ist eine gute Adresse um eine größere Population von Spitzkrokodilen zu sehen. Der 111 km lange Fluss entspringt im vulkanischen Gebirgszug Cordillera Central und mündet im Golf von Nicoya, einer Meeresbucht des Pazifischen Ozeans an der Westküste von Costa Rica. Wenige Kilometer vor der Mündung in den Pazifik führt in unmittelbarer Nähe zum Nationalpark Carara (carara ist indianisch für Krokodil) eine Brücke über den Fluss. Von dieser lassen sich die Tiere hervorragend beobachten. Zwar ist die Brücke relativ eng und viel befahren, aber der Anblick der Tiere entschädigt für diese Unannehmlichkeiten.

Spitzkrokodile gehören zu den größten Krokodilarten. Bei den männlichen Tieren werden Größen von bis zu 7 Metern angegeben, die durchschnittliche Größe liegt aber eher zwischen 4 und 5 Metern und das Gewicht bei rund 400 Kilogramm. Die Weibchen sind mit 3 bis 3,50 Metern kleiner und mit 180 kg entsprechend leichter.

Das Verbreitungsgebiet der Spitzkrokodile erstreckt sich vom südlichen Florida bis nach Peru und Venezuela, eingeschlossen die karibischen Inseln, wie Kuba, Jamaica oder Hispaniola. In der Roten Liste gefährdeter Arten hat die International Union for Conservation of Nature (IUCN) die Spitzkrokodile als gefährdet (vulnerable) eingestuft. Der Bestand wird weltweit auf 10.000 bis 20.000 Exemplare geschätzt. Sie leben bevorzugt in küstennahen Lagunen, Mangrovensümpfen oder Flussmündungen wie hier am Rio Tárcoles. Sie kommen in Gewässern mit unterschiedlichen Salzgehalten zurecht, bevorzugen aber geringere Werte. Das Nahrungsspektrum der Spitzkrokodile beginnt bei Jungtieren mit Krustentieren, Fischen und Amphibien und steigert sich im Laufe der Entwicklung über Schlangen, Schildkröten, Leguanen und Vögeln bis hin zu Säugetieren. Nasenlöcher, Ohren und Augen befinden sich auf der Oberseite des Kopfes. So können die Tiere im bzw. größtenteils unter Wasser unbemerkt auf Beute lauern und diese durch blitzschnelles Hervorschnellen ergreifen.

Sie teilen ihren Lebensraum auch mit anderen Krokodilarten. In Südflorida leben sie zusammen mit dem Mississippi-Alligator (Alligator mississippiensis), in Kuba mit dem Rautenkrokodil (Crocodylus rhombifer), im südlichen Mexiko mit dem Beulenkrokodil (Crocodylus moreleti) und in Costa Rica an zahlreichen Stellen mit dem Krokodilkaiman (Caiman crocodilus fuscus).

Rio Tárcoles
Brücke über den Rio Tárcoles

Crocodylus acutus
Spitzkrokodil (Crocodylus acutus)

Crocodylus acutus
Spitzkrokodil
(Crocodylus acutus)

Crocodylus acutus
Spitzkrokodil (Crocodylus acutus)

Crocodylus acutus
Spitzkrokodil
(Crocodylus acutus)

Crocodylus acutus
Spitzkrokodil
(Crocodylus acutus)

Crocodylus acutus
Spitzkrokodil
(Crocodylus acutus)

Crocodylus acutus
Spitzkrokodil
(Crocodylus acutus)


Schwarzleguane (Ctenosaura similis)

Das Verbreitungsgebiet der Schwarzleguane erstreckt sich von Mexiko über Costa Rica bis Panama. Zudem ist diese Art auf den zu Kolumbien gehörenden Pazifikinseln Providencia und San Andrés zu finden. Die Jungtiere sind grün gefärbt, später nehmen sie die graue bis schwarze Färbung an. Die männlichen Schwarzleguane erreichen eine Gesamtgröße von ca. 1 Meter, die weiblichen Tiere sind etwas kleiner. Adulte Tiere ernähren sich beinahe ausschließlich vegetarisch. Bei jüngeren Tieren stehen zudem Insekten, Krebse, kleinere Vögel und Eier auf der Speisekarte. Die Bilder der Schwarzen Leguane entstanden an der Pazifikküste in der Nähe des Nationalparks Carara.

Ctenosaura similis

Ctenosaura similis

Ctenosaura similis

Ctenosaura similis


Grüne Leguane (Iguana iguana)

Die Grünen Leguane werden im Schnitt etwa 1,50 Meter groß, einzelne Exemplare können durchaus auch 2 Meter erreichen. Das größte bekannte Exemplar ist im Chicago Museum of Natural History ausgestellt. Die beindruckenden Daten lauten: Größe: 2,30 Meter, Gewicht: 10,5 Kilogramm [Quelle: Wikipedia]. Die Bilder der Grünen Leguane entstanden in Muelle San Carlos in der Provinz Alajuela.

Iguana iguana

Iguana iguana

Iguana iguana

Iguana iguana


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