Galerie der Equidae
Equus ist die einzige rezente Gattung der Familie Equidae. Zu ihnen zählen die Wildpferde (Przewalski-Pferd und der ausgestorbene Tarpan), die afrikanischen und asiatischen Wildesel und die Zebras. Dazu kommen die aus den Wildtieren domestizierten Hausformen.
Der nubische Wildesel ist vermutlich ausgestorben. Er stammte ursprünglich aus dem Gebiet der Nubischen Wüste in Ostafrika. Möglicherweise gibt es zwei Populationen, die den nubischen Wildesel sehr ähnlich sind. Eine im Nationalpark Gebel Elba, nahe der Grenze zwischen Ägypten und dem Sudan und eine zweite auf der Karibikinsel Bonaire. Die Bilder zeigen wilde Esel auf Bonaire. Es sind die Nachfahren der Tiere, die von den Spaniern im 17. Jahrhundert nach Bonaire gebracht wurden.
[VON HEUGLIN & FITZINGER, 1866]
- Deutsch: Nubischer Wildesel
- English: Nubian wild ass
- Español: Asno salvaje nubio
- Italiano: Asino selvatico della Nubia
- Nederlands: Nubische wilde ezel

Equus africanus africanus
auf Bonaire

Equus africanus africanus
auf Bonaire
Der Poitou-Esel ist ein massiger Großesel mit großem, schwerem Kopf, langen Ohren und breiten Hufen. Das zottige Fell ist meistens kastanien- bis schwarzbraun. Benannt ist der Esel nach dem Gebiet Poitou (Region Poitou-Charentes) im Westen Frankreichs. Die Esel wurden in großem Stil für die Maultier-Produktion verwendet, wobei als Zuchtstuten hauptsächlich Kaltblutpferde der Rasse "Trait Poitevin Mulassier" eingesetzt wurden.
- Deutsch: Poitou-Esel
- English: Poitou
- Español: Baudet du Poitou
- Français: Âne du Poitou
- Nederlands: Poitou-ezel
- Português: Burro de Poitou

Poitou-Esel
im Kölner Zoo

Poitou-Esel
im Allwetterzoo Münster

Poitou-Esel
im Allwetterzoo Münster
Der Esel wurde vor über 5.500 Jahren wahrscheinlich in Nordostafrika als Last- und Reittier domestiziert. Ausgangsform ist der Nubische Wildesel (Equus africanus africanus). Vor etwa 4.000 Jahren erschien er in China. Nach Europa gelangte er vermutlich im Gefolge der Etrusker vor etwa 3.000 Jahren. Mit der Ausdehnung des Römischen Reichs erlangte er eine weite Verbreitung in Europa. Carl von LINNÉ (LINNAEUS) beschrieb 1758 die domestizierte Form des Esels als "Equus asinus". Der Nubische Wildesel wurde als erste Wildform 1866 von Martin Theodor von Heuglin und Leopold Joseph Franz Johann Fitzinger mit der Bezeichnung "Asinus africanus "beschrieben. Da Asinus nicht als gültige Gattung angesehen wird und der Name der Wildform Vorrang über den der Haustierform hat, ist die korrekte Bezeichnung des Hausesel "Equus africanus forma asinus". [Quelle: Zootier-Lexikon]
[LINNAEUS, 1758]
- Deutsch: Hausesel
- English: Donkey
- Español: Burro
- Français: Âne commun
- Italiano: Asino
- Lëtzebuergesch: Iesel
- Nederlands: Ezel
- Bokmål / Nynorsk: Tamesel
- Português: Asno

Hausesel
im Tierpark Rheinböllen
- Deutsch: Zwergesel
- English: Dwarf Donkey

Zwergesel
im Tierpark Berlin

Zwergesel
im Tierpark Berlin

Zwergesel
im GaiaZOO Kerkrade, Niederlande
[NOACK, 1884]
- Deutsch: Somali-Wildesel
- English: Somali Wild Ass
- Español: Asno salvaje somalí
- Français: Âne sauvage de Somalie
- Italiano: Asino selvatico della Somalia
- Nederlands: Somalische Wilde Ezel
- Bokmål / Nynorsk: Somalisk Villesel
- Português: Asno-selvagem-da-Somália

Equus africanus somaliensis
im Tierpark Berlin

Equus africanus somaliensis
im Erlebnis-Zoo Hannover

Equus africanus somaliensis
im Erlebnis-Zoo Hannover
Das Dülmener Pferd ist eine Ponyrasse, die überwiegend in Dülmen in Westfalen im Merfelder Bruch, einem rund 350 Hektar großen Naturschutzgebiet, lebt. In diesem Gebiet leben die Pferde weitgehend unbeeinflusst vom Menschen und werden daher als Dülmener Wildpferde bezeichnet. Außerhalb des Geländes lebende Pferde werden nicht als Wildpferd, sondern schlicht als Dülmener bezeichnet. Auf der Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen in Deutschland, veröffentlicht von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH), wird das Dülmener Pferd als extrem gefährdet (Gefährdungsstatus: Kategorie I) eingestuft.
- Deutsch: Dülmener Pferd
- English: Dülmener
- Français: Dülmen
- Nederlands: Dülmener
- Bokmål / Nynorsk: Dülmenponni
- Português: Cavalo de Dülmen

Dülmener Pferd
im Erlebnis-Zoo Hannover

Dülmener Pferd
im Erlebnis-Zoo Hannover
Das Exmoor-Pony stammt aus dem Moorgebiet Exmoor im Südwesten Englands. Es ist gut an die klimatischen Bedingungen und die kargen Weiden des Moores angepasst. Einige leben dort noch immer in einem fast wilden Zustand, doch die meisten befinden sich in Privatbesitz. ich in Privatbesitz. Erste schriftliche Aufzeichnungen über Ponys in Exmoor stammen aus dem Domesday Book aus dem Jahr 1086. Nachdem Exmoor jahrhundertelang ein königlicher Wald und Jagdgebiet war, wurde der größte Teil davon 1818 verkauft. Dreißig Ponys wurden in benachbarte Moorgebiete gebracht und bildeten den Stammbestand der heutigen Rasse. Auf der RBST-Beobachtungsliste (Rare Breeds Survival Trust) ist das Exmoor-Pony mit der höchsten (von drei) Gefährdungsstufe "Priority Breed" gekennzeichnet.
- Deutsch: Exmoor-Pony
- English: Exmoor pony
- Français: Exmoor
- Italiano: Pony Exmoor
- Nederlands: Exmoorpony
- Bokmål / Nynorsk: Exmoorponni

Exmoor-Pony
im Erlebnis-Zoo Hannover
Das Islandpferd ist eine von nur wenigen Pferderassen, das den Tölt beherrscht, eine trittsichere Gangart ohne Sprungphase. Das Pferd hat also immer ein Bein am Boden, was für den Reiter sehr bequem ist und seinen Rücken schont. Die Einheimischen haben uns versichert, dass man gerne ein Getränk mit auf das Pferd nehmen kann, da garantiert kein Tropfen verschüttet wird - zumindest nicht durch das Pferd. Islandpferde dürfen wie alle lebenden Nutztiere zwar aus-, aber nicht wieder eingeführt werden. Durch diese Reglung soll das Einschleppen von Krankheiten und das Einbringen fremden Erbguts, etwa durch Föten tragender Stuten, verhindert werden.
- Deutsch: Islandpferd
- English: Icelandic horse
- Español: Caballo islandés
- Français: Islandais
- Íslenska: Íslenski hesturinn
- Italiano: Cavallo islandese
- Nederlands: IJslander
- Bokmål / Nynorsk: Islandshest
- Português: Cavalo islandês

Islandpferd
in Seydisfjördur, Island

Islandpferd
in der Wahner Heide, Köln

Islandpferd
in der Wahner Heide, Köln
Das New Forest ist eine der ältesten anerkannten einheimischen Ponyrassen im Vereinigten Königreich. Sie stammt ursprünglich aus dem New Forest in Hampshire. Es gibt Hinweise darauf, dass diese Rasse bereits während der Regierungszeit von König Knut (Canute the Great ) im Jahr 1016 n. Chr. in dieser Region vorkam. Über Jahrhunderte hinweg wurde die Rasse durch natürliche Selektion auf den offenen Heideflächen, in den Wäldern und Mooren des New Forest geprägt. Auch heute noch gibt es New-Forest-Ponys, die frei im New Forest umherstreifen. Sie sind halbwild, jedes einzelne Tier ist registriert, mit einem Mikrochip versehen und hat einen Besitzer. Auf der RBST-Beobachtungsliste (Rare Breeds Survival Trust) ist das New Forest Pony mit der mittleren (von drei) Gefährdungsstufe "At Risk Breed" gekennzeichnet.
- Deutsch: New Forest Pony
- English: New Forest pony
- Français: New Forest
- Italiano: New Forest pony
- Nederlands: Newforestpony
- Bokmål / Nynorsk: New Forest-ponni
Das Heckpferd ist eine Kreuzung aus verschiedenen europäischen Pony- und Pferderassen. Es entstand bei dem Versuch der Brüder Heinz und Lutz Heck ein Pferd zu züchten, welches ihrer Vorstellung nach dem im 19. Jahrhundert ausgestorbenen Tarpan (Equus ferus) gleicht. Dazu wurden in den 1930er und 1940er Jahren Stuten des Dülmener Pferdes, Koniks, Islandponys und grauweiße Gotland-Pony-Stuten mit Przewalski-Pferd-Hengsten gekreuzt. Die Heck-Brüder waren der Überzeugung, dass ihre Zuchtversuche tatsächlich das ausgerottete Wildtier zurückbrachten, und tauften ihre Rassen ungeachtet der wissenschaftlichen Meinung als Tarpan. In Tierparks werden die Heckpferde häufig unter der nicht korrekten Bezeichnung „Tarpan“ geführt.
- Deutsch: Heckpferd oder Haustarpan
- English: Heck horse
- Español: Caballo de Heck
- Français: Cheval de Heck
- Italiano: Cavallo di Heck
- Bokmål / Nynorsk: Heckhest

Heckpferd
im Wildfreigehege Hellenthal

Heckpferd
im Tierpark Hellabrunn, München

Heckpferd
im Wildpark Gangelt
Um den Bedarf an starken und schweren Arbeitspferden in Mecklenburg zu decken, wurden im 19. Jahrhundert Kaltblüter aus anderen Ländern importiert, um eine eigene Züchtung zu starten. Das gelang mit Hilfe des Rheinisch-Deutschen Kaltblutes. Wie viele andere Rassen, wurde auch das Mecklenburger Kaltblutpferd als Arbeitstier in der Landwirtschaft überflüssig.
Das Shetlandpony stammt von der Inselgruppe der Shetlandinseln. Die ersten Pferde wurden vermutlich von den Picten eingeführt, die seit etwa 500 vor Christus nach Schottland kamen. Aufgrund der ungünstigen Klima- und Bodenverhältnisse auf den Shetlandinseln fand eine Auslese statt, die zu kleinen widerstandsfähigen Ponys führte. Die Tiere wurden während der industriellen Revolution ab der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf das britische Festland gebracht und dort im Bergbau unter Tage als Grubenponys eingesetzt. Im Verhältnis zu ihrer Körpergröße gehören Shetlandponys zu den kräftigsten Pferden und kann das Doppelte seines Gewichtes ziehen. Auf der RBST-Beobachtungsliste (Rare Breeds Survival Trust) ist das Shetlandpony mit der untersten (von drei) Gefährdungsstufe "Native Breed" gekennzeichnet.
- Deutsch: Shetlandpony
- English: Shetland pony
- Español: Poni de las Shetland
- Français: Shetland
- Íslenska: Hjaltlandseyjahestur
- Italiano: Shetland
- Nederlands: Shetlandpony
- Bokmål / Nynorsk: Shetlandsponni
- Português: Pônei Shetland

Shetlandpony
im Zoo Krefeld

Shetlandpony
im Wald- und Wildpark Rolandseck
[POLIAKOV, 1881]
- Deutsch: Przewalskipferd
- English: Przewalski's Horse
- Español: Caballo de Przewalski
- Français: Cheval de Przewalski
- Íslenska: Przewalski hesturinn
- Italiano: Cavallo di Przewalski
- Nederlands: Przewalskipaard
- Bokmål / Nynorsk: Przewalskihest
- Português: Cavalo-de-przewalskii

Equus ferus przewalskii
im Tierpark Berlin

Equus ferus przewalskii
im Tierpark Berlin
[OUSTALET, 1882]
- Deutsch: Grevyzebra
- English: Grévy's Zebra
- Español: Cebra de Grévy
- Français: Zèbre de Grévy
- Íslenska: Greifasebri
- Italiano: Zebra di Grévy
- Lëtzebuergesch: Grevyzeebra
- Nederlands: Grévyzebra
- Bokmål / Nynorsk: Grévysebra
- Português: Zebra-de-grevy
[GROVES & MAZAK, 1967]
- Deutsch: Kulan oder Turkmenischer Halbesel
- English: Turkmenian Kulan
- Français: Onagre du Turkménistan
- Italiano: Kulan
- Nederlands: Kulan
- Bokmål / Nynorsk: Kulan
- Português: Culã

Equus hemionus kulan
im Tierpark Berlin

Equus hemionus kulan
im Tierpark Berlin
[BODDAERT, 1785]
- Deutsch: Onager oder Persischer Halbesel
- English: Persian Onager
- Español: Onagro
- Français: Onagre de Perse
- Italiano: Onagro
- Nederlands: Onager
- Bokmål / Nynorsk: Iransk Villesel
- Português: Onagro

Equus hemionus onager
im Tierpark Hagenbeck, Hamburg

Equus hemionus onager
im Kölner Zoo

Equus hemionus onager
im Kölner Zoo
[MATSCHIE, 1911]
- Deutsch: Östlicher Kiang oder Tibetanischer Halbesel
- English: Tibetan Wild Ass
- Español: Kiang
- Français: Âne Sauvage du Tibet
- Italiano: Kiang
- Nederlands: Kiang
- Bokmål / Nynorsk: Kiang
- Português: Quiangue

Equus kiang holdereri
im Zoo Wuppertal
Equus kiang holdereri
im Tierpark Hellabrunn, München
[MATSCHIE, 1902]
- Deutsch: Böhm-Steppenzebra
- English: Boehm's Zebra
- Español: Cebra de Grant
- Français: Zèbre de Grant
- Italiano: Zebra di Boehm
- Nederlands: Grants Zebra
- Bokmål / Nynorsk: Grantsebra
- Português: Zebra-de-grant

Equus quagga boehmi
im Zoo Neuwied

Equus quagga boehmi
in der Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen

Equus quagga boehmi
im Zoo Berlin
[GRAY, 1824]
- Deutsch: Burchell-Steppenzebra
- English: Burchell's Zebra
- Español: Cebra de sabana de Burchell
- Français: Zèbre de Burchell
- Italiano: Zebra di Burchell
- Nederlands: Burchellzebra
- Bokmål / Nynorsk: Vanlig sebra

Equus quagga burchellii
im Zoo Krefeld

Equus quagga burchellii
im Zoo Krefeld

Equus quagga burchellii
im Zoo Duisburg
[LAYARD, 1865]
- Deutsch: Chapman-Steppenzebra
- English: Chapman's Zebra
- Español: Cebra de Chapma
- Français: Zèbre de Chapman
- Italiano: Zebra di Chapman
- Nederlands: Chapmans Zebra
- Bokmål / Nynorsk: Chapmansebra

Equus quagga chapmani
im Tierpark Berlin
[MATSCHIE, 1898]
- Deutsch: Hartmann-Bergzebra
- English: Hartmann's Mountain Zebra
- Español: Cebra De Hartmann
- Français: Zèbre de montagne de Hartmann
- Italiano: Zebra di Hartmann
- Nederlands: Hartmanns Bergzebra
- Bokmål / Nynorsk: Hartmannfjellsebra
- Português: Zebra‑de‑montanha‑de‑hartmann

Equus zebra hartmannae
im Tierpark Berlin

Equus zebra hartmannae
im Tierpark Berlin

Equus zebra hartmannae
im Tierpark Berlin
Gefährdungsstatus gemäß IUCN:
EX - Extinct (ausgestorben) / EW - Extinct in the Wild (in der Natur ausgestorben) /
CR - Critically Endangered (vom Aussterben bedroht) / EN - Endangered (stark gefährdet) /
VU - Vulnerable (gefährdet) / NT - Near Threatened (potenziell gefährdet) / LC - Least Concern (nicht gefährdet)
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