Galerie der Gymnotiformes
Die Neuwelt-Messerfische leben in den Süßgewässern Süd- und Mittelamerikas. Aufgrund ihres aalartigen Körperbaus werden sie auch Messeraalartige genannt. Sie haben eine auffallend lange Afterflosse, mit der durch wellenartige Bewegungen Vor- und Rücktrieb gesteuert werden. Bauch- und Rückenflossen fehlen. Alle Arten besitzen elektrische Organe, die zum Fang von Beute, zur Verteidigung, zur Orientierung und zur Revierabgrenzung dienen.
Der Zitteraale stammen aus Südamerika. Sie sind nicht mit den Aalen verwandt, ihr aalartiger Körper ist verantwortlich ist für diese missverständliche Bezeichnung. Sie erreichen eine Gesamtlänge von bis zu 250 cm und ein Gewicht von 20 kg. Zitteraale sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie kommen alle 10 bis 15 Minuten an die Wasseroberfläche um Luft zu schnappen. Sie nehmen etwa 80 Prozent des Sauerstoffs über die Mundschleimauf, die restlichen 20 Prozent per Kiemenatmung. Ihre Augen sind winzig, sie spielen in den zumeist trüben Gewässern keine große Rolle bei der Sinneswahrnehmung. Zitteraale besitzen beidseits der Wirbelsäule zu elektrischen Organen umgebaute Muskeln mit bis zu 8000 hintereinander geschalteten elektrischen Zellen (Elektrozyten). Diese können Stromstöße mit einer Stärke von rund 2 Ampere und einer Leistung von bis zu 680 Watt abgeben. Etwa 58% des Körpergewichts entfallen auf die elektrischen Organe. Je größer der Fisch, desto mehr solcher Zellen sind hintereinander geschaltet und desto stärkere elektrische Schläge kann er erzeugen. Die Stärke der freigesetzten Entladungen kann der Zitteraal steuern. Schwache Stromstöße werden zur Orientierung im Raum und zur innerartlichen Kommunikation ausgesandt. Ihre Beute, wie Fische, kleine Säugetiere, Würmer und Krabben lähmen oder töten sie mittels starker Stromstöße.
[LINNAEUS, 1766]
- Deutsch: Zitteraal
- English: Electric Eel
- Español: Anguila eléctrica
- Français: Anguille électrique
- Nederlands: Sidderaal
- Português: Peixe elétrico

Electrophorus electricus
im Aquarium Gdynia, Polen

Electrophorus electricus
im Aquarium Gdynia, Polen
Gefährdungsstatus gemäß IUCN:
EX - Extinct (ausgestorben) / EW - Extinct in the Wild (in der Natur ausgestorben) /
CR - Critically Endangered (vom Aussterben bedroht) / EN - Endangered (stark gefährdet) /
VU - Vulnerable (gefährdet) / NT - Near Threatened (potenziell gefährdet) / LC - Least Concern (nicht gefährdet)
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