Capo Figari

Ein Besuch im Naturpark Capo Figari auf der Halbinsel von Golfo Aranci und der steile Weg hinauf zur Ruine des Semaforo.

Rechts die Isola di Figarolo
Blick vom Strand. Rechts die Isola di Figarolo.

Der ca. 850 Hektar große Naturpark Capo Figari befindet sich an der Spitze der Halbinsel von Golfo Aranci.

Man erreicht den Park über die Via Cala Moresca. Die Straße kann befahren werden bis zum Parkplatz am Ende des Bahnhofs.

Ab da ist nur noch Laufen oder Radfahren erlaubt. Nach etwa einem Kilometer erreicht man die Bucht Cala Moresca. Gleich gegenüber befindet sich die kleine Insel "Isola di Figarolo". Sie ist Teil des Naturparks.

Es sind drei Wanderwege ausgeschildert. Der Weg in den südöstlichen Teil des Parks führt zu den Resten der Batteria Costiera L. Serra. Das sind vier verfallenen Geschützeinheiten, aus dem 1. und 2. Weltkrieg, die der Verteidigung des Golfes von Olbia dienten. Der zweite Weg führt zur Bucht Cala La Greca.

Wir haben uns für die dritte Variante entschieden, hinauf zum Semaforo della Marina Militare, auch Stazione Radio Guglielmo Marconi genannt. Die Anlage befindet sich auf einer Höhe von 342 Metern. Der Weg ist gute 3 km lang und steil. Man sollte etwa 1,5 bis 2 Stunden für den Weg nach oben einplanen. Runter geht es ein wenig schneller, aber aufgrund des steilen Weges und des oft lockeren Untergrunds kann auch der Abstieg anstrengend werden.

Am Wasser
Blick auf das Wasser
am Fusse des Berges

Ein Kormoran (Phalacrocorax carbo sinensis)
Kormoran
(Phalacrocorax carbo sinensis)

Noch ein Blick auf's Wasser, bevor es nach oben geht
Noch ein Blick auf's Wasser,
bevor es nach oben geht.

vorne die Reste der Kalkanlage, in der Bildmitte eine Fischfarm
Vorne die Kalkanlage,
in der Bildmitte eine Fischfarm.

Blick auf die ehemalige Kalkanlage
Etwas weiter oben
werden die Details der Anlage sichtbar.

Das Semaforo scheint unendlich weit weg zu sein
Das Semaforo
scheint unendlich weit weg zu sein.

Es geht unaufhörlich nach oben
Es geht unaufhörlich
nach oben.

Tolle Aussichten
Tolle Aussichten


Gleich am Eingang des Weges sind die Reste alter Anlagen und Gerätschaften zu sehen, in denen bis in die 1950-er Jahre Baukalk gebrannt wurde Der Aufstieg ist faszinierend. Immer wieder werden neue, zum Teil recht skurrile Felsformationen sichtbar und mit jedem Schritt verändert sich die Perspektive nach unten. Am höchsten Punkt befinden sich die Überreste des Semaforo. Die Anlage ist in einem bedauernswerten Zustand, die Gebäude sind völlig zerfallen. Dabei wurde hier einst Rundfunkgeschichte geschrieben. Im Jahre 1932 gelang es Guglielmo Marconi, das erste Mikrowellen-Richtfunksignal auf den italienischen Kontinent zu schicken. Der italienischer Radiopionier erhielt 1909 den Nobelpreis in Physik für seine Arbeiten im Bereich der Funktelegrafie.

Rückblick auf den gerade gelaufenen Weg
Der zurückgelegte Weg

Blick auf die Isola di figarolo
Blick auf die Isola di Figarolo

Das Semaforo aus der Nähe betrachtet
Das Semaforo aus der Nähe betrachtet

Gedenktafel für Guglielmo Marconi
Gedenktafel für Guglielmo Marconi

Semaforo
Die Ruine des Semaforo

Semaforo
Semaforo


Es lohnt sich, die Halbinsel und die ebenfalls zum Naturpark gehörende Insel Isola di Figarolo mit einem Boot zu umfahren. Man bekommt einen schönen Blick auf den Naturpark, u.a. auch auf einen Felsen, der "Sa Mama Chiatta" (die dicke Frau) genannt wird. Zudem bestehen gute Chancen, Delfine zu sehen. Die Tümmler halten sich gerne in der Nähe der Fischfarm auf. Wenn die Zuchtfische gefüttert werden, fällt auch für sie einiges ab.

Neben seltenen Pflanzen leben im Naturpark auch interessante Tiere, wie Mufflon-Schafe, Korallenmöwen, Wanderfalken, das sardische Felsenhuhn, Sturmschwalben, Sturmtaucher und Kormorane. Wie überall auf Sardinien wird man häufig auf Mauereidechsen treffen. Laut Aussage der Einheimischen hat man gute Chancen, die Gelbgrüne Zornnatter (Hierophis viridiflavus) zu entdecken. Leider blieben mehrere Versuche erfolglos. Wir haben diese Schlange nicht gefunden.

Kalkfelsen im Naturpark Capo Figari
Kalkfelsen

Sa Mama Chiatta - Die dicke Frau
Sa Mama Chiatta

Korallenmöwe (Ichthyaetus audouinii) im Naturpark Capo Figari
Korallenmöwe
(Ichthyaetus audouinii)

Korallenmöwe (Ichthyaetus audouinii) im Naturpark Capo Figari
Korallenmöwe
(Ichthyaetus audouinii)

Kormorane (Phalacrocorax carbo sinensis) im Naturpark Capo Figari
Kormorane
(Phalacrocorax carbo sinensis)

Sardischer Buchfink (Fringilla coelebs sarda) im Naturpark Capo Figari
Sardischer Buchfink
(Fringilla coelebs sarda)

Tyrrhenische Mauereidechse (Podarcis tiliguerta tiliguerta) im Naturpark Capo Figari
Tyrrhenische Mauereidechse
(Podarcis tiliguerta tiliguerta)

Tyrrhenische Mauereidechse (Podarcis tiliguerta tiliguerta) im Naturpark Capo Figari
Tyrrhenische Mauereidechse
(Podarcis tiliguerta tiliguerta)

 

Skulptur in Golfo Aranci
Skulptur in Golfo Aranci

Skulptur in Golfo Aranci
Skulptur in Golfo Aranci

Skulptur in Golfo Aranci
Skulptur in Golfo Aranci

Verkehrsschild in Golfo Aranci
Verkehrsschild in Golfo Aranci


Golfo Aranci ist eine Gemeinde mit ca 2.500 Einwohnern. Vom Hafen aus starten Fähren nach Korsika, Livorno und Civitavecchia. Auch die Bootstouren um die Halbinsel und die Tauch- und Schnorcheltouren starten hier. Im Ort gibt ein paar Geschäfte, Restaurants, Märkte und schöne Skulpturen. Ein Rätsel bleibt noch zu lösen. An zahlreichen Stellen in Golfo Aranci steht dieses merkwürdige Verkehrsschild. Natürlich wollten wir den Sinn dieses Zeichens erfahren, jedoch haben uns die Bewohner versichert, sie wüssten es selbst nicht. Ob's stimmt?


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