Monte Limbara

Der Monte Limbara ist ein Gebirgsmassiv im Norden Sardiniens, mit tollen Gesteinsformationen und einer sensationellen Fernsicht. Die höchsten Punkte sind die beiden Granitfelsen Punta Balistreri (1363 m) und Punta sa Berritta (1359 m)

Panoramabild von der Aussichtsplattform des Monte Limbara
Panoramaaufnahme von der Aussichtsplattform auf 1050 Meter.


Der Monte Limbara ist ein Gebirgsmassiv aus Granit im Norden Sardiniens. Der Name Limbara stammt vermutlich ab vom römischen Begriff Limes Balares (Grenze des Balari). Dieser bildete die Grenzlinie zu dem von den Balares bewohnten Gebiet. Die Balares sind neben den Corsi und den Ilienses eine der drei großen Gruppen nuraghischer Sardinier, deren Ursprung auf etwa 1600 v. Chr. datiert wird. Benannt wurden sie nach ihren Turmbauten, den Nuraghen. 

Auf der Verbindungsstrasse von Tempio Pausania in Richtung Oschiri zweigt die Auffahrt zum nördlichen Teil des Monte Limbara ab. (Der südliche Teil des Monte Limbara ist erreichbar von Berchidda aus über die Provinzstrasse 62.) Die rund 10 Kilometer lange und sehr kurvenreiche Straße führt bis zum Gipfel. 1966 wurde hier eine USAF-Funkbasis (United States Air Force) in Betrieb genommen und war einige Jahrzehnte lang eine der wichtigsten Leitstellen für die Funkkommunikation im Mittelmeerraum. 1993 wurde die Basis aufgegeben und von den Amerikanern dem italienischen Verteidigungsministerium, dann der Luftwaffe und 2008 schließlich der Region Sardinien anvertraut. Seit der Stilllegung zerfallen die Gebäude und die großen grünen Militärantennen. Ansonsten gibt es hier oben noch eine Telekommunikationsbasis der italienischen Luftwaffe, ein Hubschrauberlandeplatz des Waldbrandbekämpfungsdienstes und die Sendeanlagen, die von der RAI und anderen nationalen Sendern genutzt werden.

 

Die Reste der USAF-Funkbasis
Die Reste der USAF-Funkbasis

RAI-Fernsehantennen
RAI-Fernsehantennen

Kapelle Madonna della Neve
Kapelle Madonna della Neve

Madonna della Neve
Madonna della Neve

 

Die teilweise recht steile Straße wird gerne von Radsportlern und Motorradfahren genutzt. Bergauf eine echte Herausforderung, bergab nicht minder spektakulär. Unterwegs sind Parkplätze eingerichtet, von denen Wanderwege starten, unter anderen an der kleinen Kapelle Madonna delle Neve und der gleichnamigen schwarzen Statue. Von hier aus sind auch die höchsten Punkte erreichbar, die beiden Granitfelsen Punta Balistreri (1363 m) und Punta sa Berritta (1359 m).

Die Aussicht von hier oben ist grandios. Die Stadt Tempio Pausania ist gut zu sehen, ebenso die 6 km nordwestlich liegende Gemeinde Aggius. Sogar Korsika ist bei guter Sicht erkennbar. Beeindruckend sind die Fels- und Gesteinsformationen, die sich im Laufe der Jahrtausende gebildet haben. Manche Formationen erwecken den Eindruck, als könnten sie jeden Augenblick verrutschen. Andere Felsblöcke wirken, als hätten Riesen sie arrangiert, wie in einem Spiel, in dem es darum geht, möglichst hohe Stapel zu bilden. 

 

Punta Balistreri und Punta sa Berritta
Punta Balistreri und Punta sa Berritta

Punta sa Berritta
Punta sa Berritta mit Gipfelkreuz

Blick auf Tempio Pausania und Aggius
Blick auf Tempio Pausania und Aggius

Blick auf den Lago del Liscia
Blick auf den Lago del Liscia

Die Aussicht vom Monte Limbara

Die Aussicht vom Monte Limbara

Die Aussicht vom Monte Limbara

Die Aussicht vom Monte Limbara

Die Aussicht vom Monte Limbara

Die Aussicht vom Monte Limbara

Die Aussicht vom Monte Limbara

Die Aussicht vom Monte Limbara

Die Aussicht vom Monte Limbara

Die Aussicht vom Monte Limbara

Felsformationen auf dem Monte Limbara

Felsformationen auf dem Monte Limbara

Felsformationen auf dem Monte Limbara

Felsformationen auf dem Monte Limbara

Felsformationen auf dem Monte Limbara

Felsformationen auf dem Monte Limbara

Felsformationen auf dem Monte Limbara

Felsformationen auf dem Monte Limbara

Felsformationen auf dem Monte Limbara

Felsformationen auf dem Monte Limbara


Die Flora war für uns überraschend bunt und vielfältig. In der Literatur zum Monte Limbara ist zu entnehmen, dass es hier 56 endemische Arten gibt, darunter besonders seltene, wie die Limbara-Corinthen (Ribes sandalioticum), das Korsika-Veilchen (Viola corsica) oder Eberwurz (Carlina macrocephala).
Die Liste der am Monte Limbara vorkommenden Tiere ist erfreulich lang. Zu den heimischen Säugetieren zählen z.B. Wildschwein, Fuchs, Marder, Wiesel und Wildkatze, sardischer Hase (Lepus capensis mediterraneus) und Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus). Bei den Vögeln wären Habichtsadler, Turmfalke, Sperber, Wanderfalke, Steinkauz, Zwergohreule und die Sardengrasmücke (Sylvia sarda) interessante Fotomotive. Gesehen haben wir sie alle nicht, was aber auch nicht zu erwarten war. Dafür fanden wir viele Eidechsen, was wiederum auf Sardinien keine große Überraschung ist.

Schwarzkäfer (Pimelia payraudi)
Schwarzkäfer
(Pimelia payraudi)

Admiral (Vanessa atalanta atalanta)
Admiral
(Vanessa atalanta atalanta)

Tyrrhenische Mauereidechse (Podarcis tiliguerta tiliguerta)
Tyrrhenische Mauereidechse
(Podarcis tiliguerta tiliguerta)

Tyrrhenische Gebirgseidechse (Archaeolacerta bedriagae paessleri)
Tyrrhenische Gebirgseidechse
(Archaeolacerta bedriagae paessleri)