Primaten

Bonobos, Gorillas, Orang Utans, Brüllaffen, Mantelpaviane und viele anderen Primaten im Kölner Zoo

Der Affenfelsen - Eine Wohnanlage für Mantelpavian

Der Affenfelsen wurde 1914 errichtet. Grundlage für den Bau war die damals neue Idee Carl Hagenbecks, den Besuchern einen freien Blick auf die Tiere zu ermöglichen. Weder Zäune noch Gitter, Mauern oder Scheiben sollen das Blickfeld einschränken. Die Besucher sind nur durch einen Wassergraben von den ca. 150 Mantelpavianen (Papio hamadryas) getrennt.

Deren Anzahl wird seit Jahren mit Hilfe einer Geburtenkontrollmaßnahme reguliert. So bleibt der Bestand in etwa konstant.

Die verschiedenen Charaktere, die zahlreichen Drohgebärden und Scheinangriffe sowie die Auseinandersetzungen unter den weiblichen Tieren benachbarter Haremsgruppen bieten besonders während der Fütterungen ein unterhaltsames Spektakel für Augen und Ohren.

Der Affenfelsen

Mantelpaviane auf dem Affenfelsen

Mantelpaviane

Mantelpaviane

Junger Mantelpavian

Diese beiden scheinen wahre Genießer zu sein

 


Das Urwaldhaus - Ein Haus nicht nur für Menschenaffen

Das Urwaldhaus beheimatet Bonobos, Gorillas, Orang Utans, Guerezas, Kleideraffen und Bartaffen. Es existieren Innen- und Außenanlagen um den Tieren einen möglichst großen Bewegungsfreiraum zu gewähren.

Bonobos (Pan paniscus)

  • Die ersten Exemplare, die nach Europa gelangten, stammten aus einer Stadt am Unterlauf des Kongo-Flusses namens Bolobo.
  • „Bonobo“ ist vermutlich die falsche Wiedergabe des Stadtnamens.
  • Erst 1929 wurden die Bonobos als eigenständige Art mit der Bezeichnung Pan paniscus definiert und von den "Gemeinen Schimpansen" (Pan troglodytes) taxonomisch getrennt.
  • Von der IUCN werden die Bonobos als stark gefährdet (endangered) eingestuft.

Bonobos (Pan paniscus)

Bonobos (Pan paniscus)

Bonobos (Pan paniscus)



Borneo Orang-Utans (Pongo pygmaeus)

Der Name „Orang-Utan“ (=Waldmensch) setzt sich zusammen aus den malaiischen Wörtern „orang“ (Mensch) und „utan“ (Wald). Sie existieren nur noch auf den Inseln Borneo und Sumatra. Ihre Herkunft ist gleichzeitig das Unterscheidungsmerkmal der beiden Arten "Borneo-Orang-Utan" (Pongo pygmaeus) und "Sumatra-Orang-Utan" (Pongo abelii).

Die Kölner Waldmenschen sind Borneo-Orang-Utans (Pongo pygmaeus). Sie gelten als stark gefährdet (endangered). Die Schätzungen zum Bestand pendeln zwischen 10.000 und 40.000.

Borneo Orang-Utan (Pongo pygmaeus)

Borneo Orang-Utan (Pongo pygmaeus)



Westliche Flachlandgorillas (Gorilla gorilla gorilla)

Westlicher Flachlandgorilla (Gorilla gorilla gorilla)

Westlicher Flachlandgorilla (Gorilla gorilla gorilla)

Gorillas werden entsprechend ihrer Verbreitungsgebiete in zwei Arten strukturiert:

  • Der Westliche Gorilla ist mit seinen beiden Unterarten "Westlicher Flachlandgorilla" (Gorilla gorilla gorilla) und "Cross-River-Gorilla" (Gorilla gorilla diehli) im mittleren Afrika (Guinea, Nigeria, Kamerun, Gabun) beheimatet.
  • Der Östliche Gorilla mit den Unterarten "Östlicher Flachlandgorilla" (Gorilla beringei graueri) und Berggorilla (Gorilla beringei beringei) lebt an der Ostseite Afrikas (Uganda, Ruanda, Demokratischen Republik Kongo).

Die Gorillas im Kölner Zoo gehören zu den Westlichen Flachlandgorillas (Gorilla gorilla gorilla).



Bartaffen (Macaca silenus)

Bartaffen oder Wanderu zählen zu den Meerkatzenverwandten (Cercopithecidae). Sie stammen aus dem südwestlichen Teil Indiens und werden von der UICN als stark gefährdete Art (endangered) eingestuft. Es wird vermutet, dass nur noch ca. 2.500 wild lebende Tiere dieser Art existieren. Damit zählen sie zu den seltensten und bedrohtesten Primaten. Die Zerstörung ihres Lebensraumes gilt als Hauptursache. Erschwerend kommt hinzu, dass sie menschliche Nähe meiden und sich immer weiter in den noch verbliebenen Lebensraum zurückziehen.

Bartaffe (Macaca silenus)

Bartaffe (Macaca silenus)

Bartaffe (Macaca silenus)

 


Weitere Primaten

Das Madagaskarhaus beheimatet Tiere von der gleichnamigen Insel, die sich vor etwa 170 Millionen Jahren von Afrika abgespalten hat und auf der aufgrund der isolierten Lage viele endemische Arten entstanden sind. Dazu gehört auch die Gruppe der Lemuren mit ca. 100 beschriebenen Arten. Zu ihnen zählen Makis, Varis, Kattas und Sifakas. Aufgrund der Zerstörung ihres Lebensraums sind viele Arten in ihrem Bestand bedroht.

Im Südamerikabereich des Zoos leben die roten Brüllaffen, die Liztaffen und die Rotbauchtamerine. Aus der begehbaren Dschungelerlebniswelt des "Arnulf-und-Elizabeth-Reichert-Hauses" stammen die Aufnahmen der Löwenäffchen, der Silberäffchen und des Weißkopfsakis. Die Weißhandgibbons leben im Regenwaldhaus.


Roter Brüllaffe (Alouatta seniculus)
Roter Brüllaffe
(Alouatta seniculus)

Goldgelbes Löwenäffchen mit Jungtier (Leontopithecus rosalia)
Goldgelbes Löwenäffchen mit Jungtier
(Leontopithecus rosalia)

Goldgelbes Löwenäffchen (Leontopithecus rosalia)
Goldgelbes Löwenäffchen
(Leontopithecus rosalia)

Silberäffchen (Mico argentatus)
Silberäffchen
(Mico argentatus)

Silberäffchen (Mico argentatus)
Silberäffchen
(Mico argentatus)

Weißkopfsaki (Pithecia pithecia)
Weißkopfsaki
(Pithecia pithecia)

Blauaugenmaki (Eulemur flavifrons)
Blauaugenmaki
(Eulemur flavifrons)

Gürtelvari (Varecia varecia subcincta)
Gürtelvari
(Varecia varecia subcincta)

Rotbauchmaki (Eulemur rubriventer)
Rotbauchmaki
(Eulemur rubriventer)

Coquerel-Sifaka (Propithecus coquereli)
Coquerel-Sifaka
(Propithecus coquereli)

Rotschenkliger Kleideraffe (Pygathrix nemaeus)
Rotschenkliger Kleideraffe
(Pygathrix nemaeus)

Großer Bambuslemur (Prolemur simus)
Großer Bambuslemur
(Prolemur simus)

Gelbbrust-Kapuziner (Sapajus xanthosternos)
Gelbbrust-Kapuziner
(Sapajus xanthosternos)

Weißhandgibbon (Hylobates lar)
Weißhandgibbon
(Hylobates lar)

Weißbart- oder Bären-Stummelaffe (Colobus polykomos)
Weißbart- oder Bären-Stummelaffe
(Colobus polykomos)


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