Clemenshof

Bäuerliches Leben wie vor 100 Jahren

Der Clemenshof ist ein typischer bergischer Bauernhof, jedoch geht es hier nicht um effiziente Landwirtschaft, sondern um die Erhaltung alter, vom Aussterben bedrohter Rassen. Die hier lebenden Arten wie Diepholzer Gans, Bergischer Schlotterkamm, Schwarzbuntes Niederungsrind oder Schwäbisch-Hällisches Landschwein sind für die moderne Landwirtschaft nicht effizient und werden daher kaum noch gezüchtet.

Clemenshof
Der Clemenshof

Traktor
Traktor

Afrikanische Zwergziegen
Afrikanische Zwergziegen


Das Schwarzbunte Niederungsrind stammt aus den Küstengebieten Norddeutschlands und der Niederlande. Bis ins 18. Jahrhundert wurden an der Nord- und Ostseeküste Rinder verschiedener Farbe gezüchtet. Erst nach 1750 setzte sich der schwarz-weiße Farbschlag durch. Es gilt als langlebig, fruchtbar und wenig krankheitsanfällig. Simmentaler Fleckvieh geht auf Hausrinder im Simmental im Berner Oberland zurück. Es ist ein Oberbegriff für Kreuzungen aus verschiedenen Hausrindrassen, wobei dort ein Mindestanteil des Holstein-Rindes enthalten sein muss.

Niederungsrind
Schwarzbuntes Niederungsrind

Niederungsrind
Schwarzbuntes Niederungsrind

Fleckvieh
Simmentaler Fleckvieh

 

Der Poitou-Esel ist eine gefährdete Großeselrasse, die nach dem Gebiet Poitou (in der Region Nouvelle-Aquitaine) im Westen Frankreichs benannt ist. Die Rasse ist seit dem 11. Jahrhundert bekannt, vermutlich aber schon früher entstanden. Sie war in Südwestfrankreich verbreitet und wurde vor allem für die Feldarbeit gezüchtet. Poitou-Esel können bis zu 450 Kg schwer werden. Sie haben ein Stockmaß (Widerrist) von 140-150 cm.

Der Bergische Schlotterkamm ist eine alte bergische Haushuhnrasse. Er ist sehr selten und wurde in der Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen in die höchste Gefährdungsklasse I (extrem gefährdet) eingestuft. Sie gelten als wetterhart und lieben einen großen Auslauf. Das Gewicht der Hähne liegt zwischen 2 und 2,75 kg, die Hennen werden 1,75 bis 2,25 kg schwer.

Der Meißner Widder entstand um 1900 durch Kreuzungen von englischen und französischen Widdern mit Grausilberkaninchen in Meißen. Ziel war es, ein Fell zu züchten, das dem Fell eines Silberfuchses möglichst ähnlich sah. Heute wird das Fell nicht mehr verwendet. Der Meißner Widder wurde von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen als vom Aussterben bedroht auf die Rote Liste der gefährdeten Nutztierrassen gesetzt.

Poitou-Esel
Poitou-Esel

Bergischer Schlotterkamm
Bergischer Schlotterkamm

Meißner Widder
Meißner Widder


Die Moorschnucke gehört zu den gefährdeten Haustierrassen. Es wird vermutet, dass sie durch Einkreuzung einer hornlosen Landschafrasse in die Population der grauen gehörnten Heidschnucken entstand. Sie wird seit Jahrhunderten hauptsächlich in den Hochmoorgebieten und Magerwiesen in Nord- und Mitteldeutschland gehalten. Die Moorschnucke ist hervorragend an das Leben in Moorlandschaften angepasst und schafft es sogar, sich eigenständig aus Moorlöchern zu befreien.

Moorschnucke
Moorschnucke

Moorschnucke
Moorschnucke

Moorschnucken
Moorschnucken


Die Pommernente gilt als älteste Entenrasse Deutschlands. Sie stammt aus Vorpommern. Da dieses Gebiet bis 1815 zu Schweden gehörte, wird sie auch als Schwedenente bezeichnet. Die Diepholzer Gans ist eine der wenigen noch existierenden Landgänserassen. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts aus den Landgänsen in der Moorlandschaft der ehemaligen Grafschaft Diepholz herausgezüchtet.

Pommernente
Pommernente

Pommernente
Pommernente

Pommernente
Pommernente

Diepholzer Gans
Diepholzer Gans

Diepholzer Gans
Diepholzer Gans

Bronzepute
Bronzepute


Das Schwäbisch-Hällische Landschwein geht auf Tiere zurück, die im 18. Jahrhundert aus China nach England eingeführt wurden. Ab 1816 gelangten sie auf das europäische Festland. 1820/21 kamen sie auf Anordnung König Wilhelms I. von Württemberg in die königliche Domäne in Stuttgart-Hohenheim. Ihre Nachkommen wurden auf weitere königliche Domänen verteilt. Am besten verbreiteten sie sich in der Region um Schwäbisch Hall, was ihnen letztlich den Namen gab. Das Schwäbisch-Hällische Landschwein ist ein großes, hochbeiniges Schwein mit langem, schmalem Kopf, Schlappohren, weißem Rumpf, schwarzem Hals, Kopf und Hinterteil.

Schwäbisch-Hällische Landschweine
Schwäbisch-Hällische Landschweine

Schwäbisch-Hällische Landschweine
Schwäbisch-Hällische Landschweine

Schwäbisch-Hällisches Landschwein
Schwäbisch-Hällisches Landschwein