Barbados

Rundreise auf Barbados mit einem Besuch des Primate Research Centre and Wildlife Reserve

Barbados ist die östlichste Insel der Kleinen Antillen. Der Name der Insel stammt aus dem portugiesischen "os barbados", was "die Bärtigen" bedeutet. Als der portugiesische Entdecker Pedro Campos die Insel 1536 betrat, sahen die frei herabhängenden Wurzeln der Feigenbäume für ihn aus wie Bärte. 1625 wurde Barbados von den Engländern übernommen. Sie blieb in britischem Besitz bis 1962. Seit dem 31.12.1966 ist Barbados unabhängig.

Im Gegensatz zu den meisten Nachbarinseln besteht Barbados nicht aus vulkanischem Gestein, sondern aus Kalk- und Sandsteinbänken, die von einer bis zu 90 Meter dicken Korallenkalkschicht bedeckt sind. Früher überdeckte tropischer Regenwald fast die gesamte Insel, der nach und nach von Zuckerrohrplantagen und Kulturland verdrängt wurde. Heute sind nur noch ca. 18 Hektar im Turner's Hall Wood verblieben.

Atlantikküste Blick auf die
Atlantikküste
Morgan Lewis Sugar MillMorgan Lewis Sugar Mill
die einzige vollständig erhaltende Mühle
Kuhreiher (Bubulcus ibis)Kuhreiher
(Bubulcus ibis)


Die Atlantikküste ist felsig und oft sehr stürmisch. Die hohen Wellen sind bei Surfern beliebt, das Baden jedoch ist nicht ungefährlich und daher häufig verboten. Völlig anders präsentiert sich die karibische Seite der Insel. Sie bietet wunderschöne Sandstrände und dazu passend ruhiges, klares, warmes und - wie es sich für die Karibik gehört - grünes Wasser.

BarbadosBlick über die Höhen von Barbados
AtlantikküsteDeutlich rauher ...
Atlantikküste ... ist die Atlantikküste ...
Atlantikküste .. nicht ungefährlich, dennoch ...
Atlantikküste ... bei Surfern sehr beliebt
SunburySunbury Plantagenhaus


Auf einer Gesamtfläche von 431 km² leben etwa 290.000 Menschen, 90% davon gelten als Nachkommen afrikanischer Sklaven. Einen Eindruck vom Leben auf den Zuckerrohrplantagen des 18. und 19. Jahrhunderts erhält man im über 300 Jahre alten Sunbury Plantagenhaus. Es gehörte ursprünglich dem Iren Matthew Chapman, einem der ersten Siedler auf Barbados.

SunburyEingang zum Sunbury Plantagenhaus
SunburyBlick ins Wohnhaus
SunburyKanone aus der Kolonialzeit

 

Die Die Tierwelt von Barbados umfasst nur wenige Arten. Die Grünen Meerkatzen wurden vor etwa 250 Jahren aus dem Senegal und aus Gambia eingeführt. Auch Mungos wurden importiert, als natürliche Waffe gegen Ratten und Mäuse. Dieser verhängnisvolle Fehler hat auf vielen karibischen Inseln dazu geführt, dass viele einheimische Reptilien, Amphibien, Kleinsäuger und Vögel weitgehend verschwunden sind. Nun werden die Mungos selbst zur Plage.

Auf Barbados endemisch sind der Barbados-Gimpelfink und der Barbados Anolis. Der Trauergackel stammt ebenfalls aus Barbados, ist inzwischen auch auf Antigua und Barbuda heimisch.

 

Chlorocebus pygerythrus Südliche Grünmeerkatze
(Chlorocebus pygerythrus)
Chlorocebus pygerythrus Südliche Grünmeerkatze
(Chlorocebus pygerythrus)
Quiscalus lugubris fortirostrisTrauergrackel
(Quiscalus lugubris fortirostris)
Columba liviaFelsentaube
(Columba livia)
Loxigilla barbadensisBarbados-Gimpelfink
(Loxigilla barbadensis)
Dactyloa extremaBarbados Anolis
(Dactyloa extrema)


The Barbados Primate Research Centre and Wildlife Reserve

Das Wildlife Reserve wurde 1985 gegründet und beschäftigte sich zunächst mit der Erforschung der Grünen Meerkatzen. Mittlerweile leben hier neben den Affen auch zahlreiche andere Tierarten. In die wunderschöne Anlage in der nördlichen Gemeinde St. Peter wurden zahlreiche Bestandteile alter Zuckerfabriken eingearbeitet. Mit den gelben Ziegeln der Gebäude wurden zum Beispiel die Wanderwege befestigt. Gehege und viele Mauerwerke wurden aus Korallen angefertigt. Viele Arten wie Schildkröten, Maras, Pfaue, Hühner oder Mazamas können sich in der gesamten Anlage frei bewegen. Die Affen halten sich ab und an außerhalb der Anlage auf. Andere Arten, wie die kubanischen Schwarzleguane oder die Kaimane leben ebenfalls im Außenbereich, können ihre Anlagen allerdings nicht verlassen. Nur wenige Tiere wie die Schlangen oder die Schlammspringer sind in Terrarien untergebracht.

Cyclura nubilaKuba-Leguan
(Cyclura nubila)
Cyclura nubilaKuba-Leguan
(Cyclura nubila)
Cyclura nubilaKuba-Leguan
(Cyclura nubila)
Cyclura nubilaKuba-Leguan
(Cyclura nubila)

Die seltenen Kuba-Leguane sind von der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) als gefährdet (vulnerable) eingestuft.

 

Mazama americanaGroßmazama
(Mazama americana)
Mazama americanaGroßmazama
(Mazama americana)
Mazama americanaGroßmazama
(Mazama americana)
Mazama americanaGroßmazama
(Mazama americana)

Die scheuen Großmazamas (Mazama americana), die bei uns auch  Rote Spießhirsche genannt werden, bevorzugen schattiges und dichtes Unterholz. Die Anlage bietet zwar genügend Rückzugsmöglichkeiten, dennoch sollte man sich angemessen verhalten um sie nicht unnötig zu erschrecken.

Chelonoidis carbonariaKöhlerschildkröte
(Chelonoidis carbonaria)
Chelonoidis carbonariaKöhlerschildkröte
(Chelonoidis carbonaria)
Chelonoidis carbonariaKöhlerschildkröte
(Chelonoidis carbonaria)
Chelonoidis carbonariaKöhlerschildkröte
(Chelonoidis carbonaria)

In der Anlage leben mehr Köhlerschildkröten als im übrigen Teil der Insel.

 

Dolichotis patagonumGroßer Pampashase
(Dolichotis patagonum)
Caiman yacareBrillenkaiman (Caiman yacare)
mit Schildkröten
Malayopython reticulatusNetzpython
(Malayopython reticulatus)
Numida meleagrisHelmperlhuhn
(Numida meleagris)