Galerie der Suidae
Suidae sind eine von zwei Familien innerhalb der Schweineartigen (Suina). Die Nabelschweine, Neuweltliche Schweine oder Pekaris genannten Schweine gehören nicht zu dieser Familie, sondern bilden eine eigene Familie mit der Tayassuidae. Die Schweine der Familie Suidae besitzen eine derbe Haut ist mit kurzen, borstenartigen Haaren. Kennzeichnend für den Kopf sind der kegelförmige, langgestreckte Schädel, die Hauer und der Rüssel. Dieser endet in einer nackten Rüsselscheibe, die um die kreisrunden Nasenöffnungen herum liegt. Auffällig sind die hervorstehenden Eckzähne. Sie sind wurzellos und dauerwachsend. Bei Warzenschwein können sie bis zu sechzig Zentimeter lang werden. An jedem Fuß haben die Schweine vier Zehen. Die erste Zehe fehlt, die dritte und vierte sind mit Hufen ausgestattet, vergrößert und tragen das ganze Gewicht. Die zweite und fünfte Zehe liegen weiter oben am Fuß und berühren den Boden üblicherweise nicht. Zur Familie gehören sechs Gattungen mit rund zwanzig Arten.
[LINNAEUS, 1758]
- Deutsch: Molukken-Hirscheber
- English: Buru babirusa
- Español: Babirusa
- Français: Babiroussa des Moluques
- Italiano: Babirussa delle Molucche
- Nederlands: Gouden Babiroessa
- Bokmål / Nynorsk: Vanlig hjortesvin
- Português: Babirussa

Babyrousa babyrussa
im Opel-Zoo Kronberg
[DENINGER, 1910]
- Deutsch: Sulawesi-Hirscheber
- English: Sulawesi Babirusa
- Français: Babiroussa des Célèbes
- Italiano: Babirussa di Sulawesi
- Nederlands: Noordelijke Babiroessa
- Bokmål / Nynorsk: Sulawesihjortesvin
- Português: babirussa-das-celebes-do-norte

Babyrousa celebensis
im Kölner Zoo

Babyrousa celebensis
im Zoo Frankfurt
[PALLAS, 1766]
- Deutsch: Wüstenwarzenschwein
- English: Desert Warthog
- Español: Facoquero del desierto
- Français: Phacochère du désert
- Italiano: Facocero del deserto
- Nederlands: Woestijnwrattenzwijn
- Bokmål / Nynorsk: Ørkenvortesvin
- Português: Javali-africano-oriental

Phacochoerus aethiopicus
im Opel-Zoo Kronberg

Phacochoerus aethiopicus
im Opel-Zoo Kronberg
[LÖNNBERG, 1908]
- Deutsch: Südafrikanisches Warzenschwein
- English: South African Warthog
- Español: Facóquero de África Austral
- Français: Phacochère austral
- Italiano: Facocero meridionale
- Nederlands: Zuidelijk knobbelzwijn
- Bokmål / Nynorsk: Sørlig Vortesvin

Phacochoerus africanus sundevallii
im Sibuya Game Reserve in Südafrika

Phacochoerus africanus sundevallii
im Sibuya Game Reserve in Südafrika

Phacochoerus africanus sundevallii
im Sibuya Game Reserve in Südafrika
[LINNAEUS, 1758]
- Deutsch: Pinselohrschwein
- English: Red River Hog
- Español: Cerdo del río Rojo
- Français: Potamochère roux
- Italiano: Potamochero rosso
- Nederlands: Penseelzwijn
- Bokmål / Nynorsk: Penselsvin
- Português: Porco‑vermelho
[MÜLLER, 1838]
- Deutsch: Borneo-Bartschwein
- English: Bornean Bearded Pig
- Español: Jabalí barbudo
- Français: Sanglier à barbe
- Italiano: Cinghiale barbato del Borneo
- Nederlands: Baardzwijn
- Bokmål / Nynorsk: Bartesvin
- Português: Javali-barbado

Sus barbatus barbatus
im Tierpark Hellabrunn, München

Sus barbatus barbatus
im Tierpark Hellabrunn, München
[WAGNER, 1839]
- Deutsch: Indisches Wildschwein
- English: Indian Wild Boar
- Español: Jabalí indio
- Italiano: Cinghiale indiano[
- Nederlands: Indisch wild zwijn
- Bokmål / Nynorsk: Indiavillsvin
- Português: Javali-indiano

Sus scrofa cristatus
in Kanchanaburi, Thailand
[LINNAEUS, 1758]
- Deutsch: Mitteleuropäisches Wildschwein
- English: Central European Boar
- Español: Jabalí común europeo
- Français: Sanglier d'Europe
- Nederlands: Wild zwijn
- Bokmål / Nynorsk: Europeisk Villsvin
- Português: Javali-europeu

Sus scrofa scrofa
im Wildpark Gangelt

Sus scrofa scrofa
im Wildpark Gangelt

Sus scrofa scrofa
im Wildfreigehege Hellenthal
Das Bunte Bentheimer Landschwein ist eine Schweinerasse aus der Grafschaft Bentheim und dem Emsland. Es ist bekannt seit Mitte des 19. Jahrhunderts und gilt als fruchtbare, genügsame, stressresistente und anspruchslose Schweinerasse mit guten Muttereigenschaften. Als Nachteil gegenüber anderen Rassen erwies sich der wesentlich höhere Fettanteil. Aufgrund der veränderten Verbrauchergewohnheiten ab den 1960er Jahren war das Bunte Bentheimer Landschwein kaum noch gefragt und wurde nach und nach durch andere Rassen mit einem günstigeren Fleisch-Fett-Verhältnis ersetzt. Auf der Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen in Deutschland, veröffentlicht von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH), wird das Bunte Bentheimer Landschwein als stark gefährdet (Gefährdungsstatus: Kategorie II) eingestuft.
- Deutsch: Buntes Bentheimer Landschwein
- English: Bentheim Black Pied pig
- Français: Pie noir de Bentheim
- Nederlands: Bonte Bentheimer

Buntes Bentheimer Landschwein
im Erlebnis-Zoo Hannover
Das Göttinger Minischwein ist in den 1960er Jahren an der Universität Göttingen entstanden aus der Verpaarung von Amerikanischen Minischweinen, den Minnesota Minipigs, und vietnamesischen Hängebauchschweinen. Später wurde noch Deutsche Landrasse eingekreuzt, um einheitlich weiße Schweine zu erzeugen. Dadurch können Hautreaktionen besser gesehen werden und die Vergleichbarkeit zwischen Tieren ist gewährleistet. Das Göttinger Minischwein ist derzeit die am häufigsten genutzte Minischweinrasse in der biomedizinischen Forschung.
- Deutsch: Göttinger Minischwein
- English: Göttingen minipig
- Nederlands: Göttinger minivarken

Göttinger Minischwein
im Hochwildpark Kommern

Göttinger Minischwein
im Vogel- und Tierpark Solingen

Göttinger Minischwein
im Hochwildpark Kommern
Das Kune-Kune-Schwein ist vermutlich in Polynesien entstanden und gelangte mit den Maoris nach Neuseeland, möglicherweise als Schiffsproviant. Ab dem 18. Jahrhundert wurden große Fleischschweine eingekreuzt, wodurch die ursprüngliche Rasse beinahe vollständig verschwand. 1973 wurde mit 18 rassetypischen Tieren in Neuseeland eine Zucht aufgebaut. Um die Rasse auch im Falle einer Seuche vor dem Aussterben zu bewahren, wurden 1992 einige Tiere nach England gebracht. Dort wurde die “British Kune Kune Pig Society” (BKKPS) gegründet, die ein Zuchtbuch führte. Später entstanden weitere Zuchtverbände in den USA und auf dem europäischen Festland.
- Deutsch: Kune-Kune-Schwein
- English: Kunekune
- Français: Kunekune
- Italiano: Kunekune
- Nederlands: Kunekune

Kune-Kune-Schwein
im Tierpark + Fossilium Bochum
Es gibt drei Farbschläge: rot, blond und schwalbenbäuchig. Das Schwalbenbäuchige Mangaliza wurde in Südungarn aus der Kreuzung des Blonden Mangaliza mit dem kroatischen Syrmien Schwein entwickelt. Das Blonde Mangaliza geht zurück auf das urungarische Fettschwein, welches mit den aus Serbien stammenden Sumadia Schwein veredelt wurde. Das Rote Mangaliza ist hervorgegangen aus Kreuzungen des alten ungarischen Szalontai Schweines mit Blonden Mangalizas. Die im Deutschen übliche Bezeichnung „Wollschwein“ geht auf das ungewöhnliche Haarkleid mit Unterwolle und lockigen Borsten zurück. Aufgrund ihrer dicken Speckschicht und dem Haarkleid kommen sie auch mit ungünstigen Witterungsverhältnissen gut zurecht und können ganzjährig im Freien leben.
- Deutsch: Mangalitzaschwein
- English: Mangalica
- Español: Mangalica
- Français: Porc laineux
- Italiano: Mangalica
- Nederlands: Wolvarken
- Bokmål / Nynorsk: Mangalitsasvin
- Português: Mangalitsa

Mangalitzaschwein
im Aachener Tierpark Euregiozoo

Mangalitzaschwein
im Wildgehege Weißhauswald in Trier

Mangalitzaschwein
im Aachener Tierpark Euregiozoo

Mangalitzaschwein
im Wildgehege Weißhauswald in Trier

Mangalitzaschwein
im Wildgehege Weißhauswald in Trier
Das Pietrain-Schwein stammt ursprünglich aus Brabant (Belgien) und soll von fleischreichen Bayeux-Schweinen abstammen, die um 1920 in den Ort Piétrain gelangten. Die Rasse wurde bis in die 1950er Jahre kaum beachtet. Erst durch die Umorientierung der Verbraucher (weg vom fetten Schweinefleisch, hin zum mageren Schweinefleisch) konnte sich diese Rasse in ganz Europa durchsetzen. Seit etwa 1970 ist das Pietrain-Schwein die bedeutendste Vaterrasse in der Schweinezucht.
- Deutsch: Pietrain-Schwein
- English: Piétrain
- Français: Piétrain
- Nederlands: Piétrain
- Bokmål / Nynorsk: Piétrain

Pietrain-Schwein
im Tierpark Hagenbeck, Hamburg
Gezüchtet wurde das Rotbunte Husumer Schwein Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhundert. Den in Nordfriesland lebenden Dänen war nach der preußischen und österreichischen Besetzung verboten, die rot-weiße Landesflagge, den Dannebrog, zu hissen. Um dennoch „Flagge zu zeigen“, wurden die rotbunten Schweine aus Protest gegen das Flaggenverbot gehalten. Daher der Name „Protestschwein“. Auf der Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen in Deutschland, veröffentlicht von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH), wird das Rotbunte Husumer Schwein als extrem gefährdet (Gefährdungsstatus: Kategorie I) eingestuft.
- Deutsch: Rotbuntes Husumer Schwein oder Husumer Protestschwein
- English: Husum Red Pied
- Français: Husumer
- Italiano: Husum Red Pied
- Lëtzebuergesch: Husumer Protestschwäin
- Bokmål / Nynorsk: Husum protestsvin
- Português: Porco de protesto dinamarquês

Rotbuntes Schwein
im Zoo Dortmund

Rotbuntes Schwein
im Zoo Dortmund
Diese Rasse geht auf Tiere zurück, die im 18. Jahrhundert aus China nach England eingeführt wurden. Ab 1816 gelangten sie auf das europäische Festland. 1820/21 kamen sie auf Anordnung König Wilhelms I. von Württemberg in die königliche Domäne in Stuttgart-Hohenheim. Ihre Nachkommen wurden auf weitere königliche Domänen verteilt. Am besten verbreiteten sie sich in der Region um Schwäbisch Hall, was ihnen letztlich den Namen gab. Das Schwäbisch-Hällische Landschwein ist ein großes, hochbeiniges Schwein mit langem, schmalem Kopf, Schlappohren, weißem Rumpf, schwarzem Hals, Kopf und Hinterteil. Auf der Roten Liste der gefährdeten Nutztierrassen in Deutschland, veröffentlicht von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH), wird das Schwäbisch-Hällisches Landschwein als stark gefährdet (Gefährdungsstatus: Kategorie II) eingestuft.
- Deutsch: Schwäbisch-Hällisches Landschwein
- English: Swabian-Hall

Schwäbisch-Hällisches Landschwein
im Kölner Zoo

Schwäbisch-Hällisches Landschwein
im Kölner Zoo

Schwäbisch-Hällisches Landschwein
im Kölner Zoo
Hängebauchschweine werden seit Jahrhunderten in Vietnam zur Fleischerzeugung gehalten. Charakteristisch sind der hängenden Bauch, der bei manchen Individuen auf dem Boden schleifen kann, das stark faltige Gesicht und die kleinen, spitzen Stehohren. Heute sind die Hängebäuche die mit Abstand häufigste Schweinerasse in Zoos, sie waren auch an der Entstehung des Göttinger Minischweins beteiligt.
- Deutsch: Vietnamesisches Hängebauchschwein
- English: Vietnamese Pot-bellied
- Français: Cochon vietnamien
- Italiano: Maialino pancia a tazza
- Nederlands: Hangbuikzwijn
- Bokmål / Nynorsk: Vietnamesisk hengebuksvin

Vietnamesisches Hängebauchschwein
im Wildfreigehege Hellenthal

Vietnamesisches Hängebauchschwein
im Wildfreigehege Hellenthal

Vietnamesisches Hängebauchschwein
im Wildfreigehege Hellenthal
Gefährdungsstatus gemäß IUCN:
EX - Extinct (ausgestorben) / EW - Extinct in the Wild (in der Natur ausgestorben) /
CR - Critically Endangered (vom Aussterben bedroht) / EN - Endangered (stark gefährdet) /
VU - Vulnerable (gefährdet) / NT - Near Threatened (potenziell gefährdet) / LC - Least Concern (nicht gefährdet)
Bitte helfen Sie uns, die Korrektheit der Bilder sicherzustellen. Haben Sie einen Fehler erkannt? Haben wir ein Bild einer falschen Art zugeordnet? Ist der Artname veraltet? Wir sind dankbar für jeden Hinweis.
Unsere Galerien im Überblick




















